Um den Gebrauch unserer Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gebäude der EJBW

Presse-Service

Hier finden Sie eine Auswahl der Medienbeiträge über die EJBW sowie unsere Pressemitteilungen. Gern helfen wir mit Hintergrundmaterial und stellen den Kontakt zu weiteren Gesprächspartnern her.

Auf Anfrage erhalten Sie von uns das Logo, die Corporate Bilder und weiteres Infomaterial. Schreiben Sie uns an!

Sie sind an den Presseinformationen der EJBW interessiert? Melden Sie sich für unseren Presseverteiler unter infomail@ejbweimar.de an.

auf Facebook teilen

Filter

Pressemitteilungen

  • Weimar macht klar: Demokratische Bildung ist nicht wertneutral

    In einer bundesweit bisher einmaligen Aktion haben sich die Weimarer Kultur- und außerschulischen Bildungseinrichtungen gegen den Versuch einer Einflussnahme auf ihre Bildungsarbeit gestellt.

    In der von ihnen verfassten »Weimarer Erklärung« heißt es zu den Gründen: »Die historische, politische und kulturelle Bildung ist aktuell herausgefordert durch die Behauptung, schulische und außerschulische Bildung unterliege einem »Neutralitätsgebot«. Gestellt wird damit die Frage nach den Aufgaben von Bildung in der Demokratie. Als Weimarer Akteure einer demokratischen Bildungsarbeit ist es uns ein Anliegen, dazu eine »Weimarer Erklärung über die Grundlagen und Aufgaben historischer, politischer und kultureller Bildung« abzugeben.«

    In vier Thesen stellen die Unterzeichnenden klar, dass Bildungsarbeit auf der Achtung der Menschenrechte, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit beruht und somit niemals »neutral« sein kann. Vielmehr müsse sie überparteilich sein und zum selbstständigen Denken anregen. Grundlage der Bildungsarbeit sei die Freiheit der Wissenschaften, die auch 70 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes und 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution geschützt werden müsse.

    Prof. Volkhard Knigge von der Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora erklärte dazu: »Historisch-politische Bildung ist eine elementare Voraussetzung dafür, dass Menschen sich gegen Fake News, autoritäre Gesinnungsprägung und Indoktrinierung wehren können. Nur so kann eine Gesellschaft solidarisch und in Rücksicht auf die Würde und die Bürger- und Menschenrechte aller gestaltet und weiterentwickelt werden.«

    Dr. Ulrike Lorenz, Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar, ergänzte: »Die Klassik Sitftung Weimar vertritt kulturelle und künstlerische Spitzenleistungen aus fünf Jahrhunderten: Literatur, Philosophie, Kunst. Grundlagen unserer Arbeit sind Humanismus und Aufklärung, Menschenrechte und Demokratie, und man könnte mit Goethe sagen sogar »Menschenliebe und Herzensbildung«. Und das ist die Grundlage, warum wir die Weimarer Erklärung unterzeichnen«. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ettersberg, Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller, stellte in dem heutigen Pressegespräch die Notwendigkeit der wissenschaftlichen Freiheit für die Bildungsarbeit dar: »Die Freiheit der Wissenschaften ist ein hohes Gut in unserer Demokratie. Es kann nicht sein, dass einzelne Politiker darüber entscheiden, welche Aussagen wissenschaftlich sind und welche nicht. Nur die Wissenschaft selbst ist in der Lage festlegen, was als wissenschaftlich zu gelten hat. Alles andere zerstört die Grundlage wissenschaftlichen Arbeitens.«

    Einer der Initiatoren der »Weimarer Erklärung«, Eric Wrasse, pädagogischer Leiter der Stiftung »Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar«, äußerte sich zu den Hintergründen der Erklärung: »Die Partei Alternative für Deutschland attackiert und diffamiert seit geraumer Zeit bundesweit Träger und Programme der politischen Bildung. Ziel dieser Kampagne ist es, Institutionen und Pädagog*innen einzuschüchtern. So soll im Sinne der AfD-Parteiideologie Einfluss auf die Inhalte von Bildungsangeboten genommen werden. Dagegen setzt die Weimarer Erklärung ein deutliches Zeichen für eine selbstbewusste, wertgebundene, überparteiliche und solidarische Bildungslandschaft, die sich ihrer besonderen Verantwortung für den Demokratie- und Menschenrechts-Lernort Weimar bewusst ist.«

    Und Ulrich Dillmann, Leiter des Eigenbetriebes Volkshochschule/​mon ami, betonte die Vielfalt und Notwendigkeit überparteilicher kommunaler Bildungsarbeit: »Weimar unterstützt Demokratiebildung in vielen zivilgesellschaftlichen Projekten, u.a. im Rahmen des »Lokalen Aktionsplans Weimar«. Kommunale Bildungseinrichtungen gehören ebenfalls
    zum festen Bestandteil der Stadt, wobei die Volkshochschule hier eine besondere Rolle einnimmt. Durch ihre bundesweite Vernetzung und Arbeit vor Ort setzt sie Eckpunkte in der kultur-/​politischen Bildung und stärkt die politische Teilhabe ebenso wie das zivilgesellschaftliche Engagement.«

    Die »Weimarer Erklärung« und die daran Beteiligten finden Sie auch auf der Internetseite www.weimarer-erklaerung.de, auf der die Möglichkeit besteht, die Erklärung ebenfalls zu unterzeichnen. In Kürze werden dort darüber hinaus die Erstunterzeichnenden ihre Beweggründe für die »Weimarer Erklärung« in Video-Statements darstellen.

    Erstunterzeichnende der »Weimarer Erklärung« sind u.a. die Klassik Stiftung Weimar, die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, die Stiftung Ettersberg, das Deutsche Nationaltheater und Staatskapelle Weimar GmbH, die Bauhaus Universität Weimar, das »Haus der Weimarer Republik e.V.«, die Stiftung Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar, die Volkshochschule Weimar /​mon ami, die Weimar-Jena Akademie Verein für Bildung e.V., die weimar GmbH, die Stadt Weimar sowie die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

    Fotos: Thomas Müller

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 23. Oktober 2019

  • Weimarer Erklärung über die Grundlagen und Aufgaben historischer, politischer und kultureller Bildung

    Einladung zum Pressegespräch

    Die historische, politische und kulturelle Bildung ist aktuell herausgefordert durch die Behauptung, schulische und außerschulische Bildung unterliege einem »Neutralitätsgebot«. Gestellt wird damit die Frage nach den Aufgaben von Bildung in der Demokratie. Als Weimarer Akteure einer demokratischen Bildungsarbeit ist es uns ein Anliegen, dazu eine »Weimarer Erklärung über die Grundlagen und Aufgaben historischer, politischer und kultureller Bildung« abzugeben.

    Diese möchten wir Ihnen am Mittwoch, den 23. Oktober 2019, um 10 Uhr in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW), Jenaer Str. 2, Gelbe Villa, 1. OG, Raum MOSKAU im Rahmen eines Pressegespräches vorstellen.

    Ihre Gesprächspartner werden u. a. Dr. Ulrike Lorenz (Klassik Stiftung Weimar), Prof. Dr. Volkhard Knigge (Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora), Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller (Stiftung Ettersberg), Hasko Weber (Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar GmbH), Prof. Dr. Nathalie Singer (Bauhaus-Universität Weimar), Prof. Dr. Michael Dreyer (Haus der Weimarer Republik e.V.), Eric Wrasse (Stiftung Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar), Ulrich Dillmann (Volkshochschule Weimar), Uta Tannhäuser (Weimar-Jena-Akademie Verein für Bildung e.V.) und Ulrike Köppel (weimar GmbH) sein.

    Weitere Erstunterzeichnende der »Weimarer Erklärung« sind: Oberbürgermeister Peter Kleine für die Stadt Weimar sowie Prof. Dr. Christoph Stölzl (Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar).

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 18. Oktober 2019

  • 20 Jahre EJBW

    Zum 20–jährigen Bestehen hat die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) eine neue Broschüre über ihre pädagogische Arbeit in der Stadt Weimar, in Thüringen und Europa herausgebracht.

    Die neue Broschüre der EJBW »Unsere Arbeit in Thüringen & Europa 360º« bringt es auf den Punkt: mit einer Fülle an Angeboten im Bereich Politische Bildung und Internationale Jugendarbeit setzt sich die Einrichtung bereits seit 20 Jahren für Demokratiestärkung und Weltoffenheit ein. Viele Veranstaltungen finden in Kooperation mit Schulen und Organisationen der Stadt Weimar statt. Die Einrichtung bringt jährlich über 8.000 junge Gäste und 28.000 Übernachtungen in die Klassikerstadt. 2018 kamen Jugendliche aus 15 Bundesländern und 25 Mitgliedstaaten der EU an die EJBW.

    Die 40–seitige Broschüre bietet einen detaillierten Einblick in die Bildungsarbeit der EJBW. Ein ganzes Kapitel ist dabei den lokalen Projekten gewidmet: Jugendliche aus dem Projekt »Kramixxo & Waggong Offene Kinder- und Jugendarbeit Weimar/​West« nehmen an internationalen Begegnungen teil, Weimarer Schüler*innen, z.B. der Johannes-Landenberger-Schule partizipieren am Projekt »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« und Schüler*innen des Goethegymnasiums nehmen an deutsch-italienischen Begegnungen teil.

    »Wir wollen alle Ressourcen, die wir haben, dafür einsetzen, das Weimar demokratisch, vielfaltig, inklusiv und weltoffen bleibt. Wir werden uns weiter dafür einbringen, dass jede*r Jugendliche die Möglichkeit bekommt, an einem Seminar der politischen Bildung oder einer internationalen Begegnung teilzunehmen«, betont Eric Wrasse, Pädagogischer Leiter der EJBW. Dafür setzt sich die EJBW auch in ihrer Rolle als Träger des Lokalen Aktionsplan Weimar ein.

    Die Broschüre wurde exakt im September 2019 zum 20–jährigen Jubiläum der Eröffnung der Bildungsstätte herausgebracht. Eine Vielzahl von Veranstaltungen mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen, Multiplikator*innen und Fachkräften hat am Lernort Weimar seit 1999 stattgefunden. Zahlreiche Personen, Partner und Institutionen haben zum Aufbau und zum Erfolg der Einrichtung beigetragen. Die EJBW möchte sich bei allen Kooperationspartnern und Fördergebern für das gemeinsame Wirken und die erfolgreiche Zusammenarbeit herzlich bedanken.

    Wer sich für die Arbeit der Weimarer Stiftung interessiert, kann sich die Broschüre an der Rezeption der EJBW abholen. Digitale Version ist auf der Website der EJBW abrufbar.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 27. September 2019

  • EUROPEANS FOR PEACE in Weimar

    Projektpartner*innen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa, Israel und Deutschland arbeiten an ihren internationalen Jugendprojekten im Rahmen des Programms EUROPEANS FOR PEACE an der EJBW.

    Erstmals findet das EUROPEANS FOR PEACE Beratungsseminar, ein Teil des Förderprogramms für internationale Jugendprojekte der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« (EVZ), in Kooperation mit der Stiftung »Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar« (EJBW) statt. Ca. 50 Partner*innen aus 12 Ländern, die sich zum Jahresbeginn um die Förderung ihrer internationalen Austauschprojekte beworben haben, sind zum Beratungsseminar vom 17. bis 20. Mai 2019 nach Weimar gekommen. EUROPEANS FOR PEACE will Jugendliche für Menschenrechte, Zivilcourage und soziales Engagement interessieren und gewinnen. In einer gemeinsamen Projektarbeit beschäftigen sich die Jugendlichen mit Diversität, Respekt und Zusammenhalt. Heiko Maas, Bundesminister des Auswärtigen, ist Schirmherr des Förderprogramms EUROPEANS FOR PEACE.

    Das viertägige Konsultationsseminar in der EJBW wird Raum für die gemeinsame Vorbereitung der anstehenden Begegnungen und für Vernetzungsmöglichkeiten bieten. Es wird eine Vielzahl von Workshops zu den Themen internationaler Jugendaustausch und Projektarbeit geben, Diskussionen während der Open Space Sessions und Zeit für Beratungen mit dem Team von EUROPEANS FOR PEACE sowie in den Projekten. »Wir freuen uns, dass wir das Seminar dieses Jahr hier in Weimar durchführen. Dank der Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen am Lernort Weimar können wir ein intensives und abwechslungsreiches Programm anbieten«, erklärt Markus Rebitschek, Bildungsreferent der EJBW.

    Auch Judith Blum, Teamleiterin der Stiftung EVZ, freut sich auf das gemeinsame Seminar. »Es ist schön, in diesem Jahr mit der EJBW zusammenzuarbeiten, die als Träger der freien Jugendhilfe ein Ort der Begegnung für junge Menschen, Multiplikator*innen und Fachkräfte aus Europa und der ganzen Welt ist. Wir sind gespannt auf einen regen Austausch im Sinne unseres diesjährigen Mottos »celebrate diversity«!«, so Judith Blum.

    Die Austauschprojekte in den Jahren 2019 und 2020 setzen sich zukunftsorientiert und aktiv für offene und vielfältige Gesellschaften ein. Die Jugendlichen beschäftigen sich mit gesellschaftspolitischen Themen, wie gleichberechtigter Teilhabe, Inklusion und Partizipation. Eigene Erfahrungen werden reflektiert, eine diskriminierungskritische Haltung erarbeitet oder soziales Engagement vor Ort umgesetzt.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 17. Mai 2019

  • 4. Weimarer Jugendforum blickt am 10. Mai auf die Zukunft der Stadt

    In einem Barcamp diskutieren Kinder und Jugendliche mit Stadtratsmitgliedern über ihre Wünsche und Ideen für Weimar in fünf Jahren. Hintergrund der Veranstaltung am 10.05. im Mon Ami ist das erstmals auf 16 Jahre festgelegte Wahlalter bei den nahen Kommunalwahlen.

    Unter dem Titel »Weimar 2024!« findet am 10.05.2019 das nunmehr 4. Weimarer Jugendforum statt. Die EJBW und die Bürgerstiftung Weimar laden gemeinsam Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren ein, mit Mitgliedern des Stadtrates über ihre Wünsche für die Stadt ins Gespräch zu kommen. Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai dürfen auch Jugendliche ab 16 Jahren die Interessensvertreter*innen auf kommunaler Ebene für die nächsten 5 Jahre wählen. Da liegt es nahe, auch die jungen Menschen zu Wort kommen und fragen zu lassen.

    Die Themenauswahl liegt dabei ganz in den Händen der jungen Teilnehmenden. In einem Barcamp bestimmen sie die Inhalte der Veranstaltung. Das Barcamp ist eine offene Diskussionsform und wird von der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Thüringen e.V. (LKJ) im Rahmen des Projektes »Vorsicht, Demokratie!« angeboten. Nach einer kurzen Einführung gibt es verschiedene parallele Gesprächsrunden zwischen denen die Teilnehmenden jederzeit wechseln können. Am Ende werden die Diskussionsergebnisse vorgestellt.
    Wie eine Wahl funktioniert, das können die jungen Gäste auch gleich vor Ort ausprobieren. Vom lokalen Aktionsplan werden über das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit sowie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« wieder Projektmittel für Kinder und Jugendliche zur Verfügung gestellt. Junge Menschen konnten dafür ihre Ideen bei der Werkstatt »Kohle für coole Ideen« einreichen. In kurzen Videos werden die Projekte vorgestellt und zur Abstimmung gebracht. Damit entscheiden die Kinder und Jugendlichen über die Verteilung einer Fördersumme in Höhe von gesamt 7.000 Euro. Die Gewinner werden noch vor Ort bekannt gegeben. Anschließend begleiten die EJBW und das Kinderbüro die Projekte in der Umsetzung.

    Der Eintritt zum Jugendforum ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich. Es gibt kostenfrei alkoholfreie Getränke und einen Imbiss. Die Veranstaltung findet im Erdgeschoss des mon ami am Goetheplatz statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Kinderbüros Weimar.

    Zum Ablauf der Veranstaltung am 10.05.2019.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 03. Mai 2019

  • Zehn Demokratieprojekte für Weimar

    Der Begleitausschuss des Lokalen Aktionsplans (LAP) Weimar hat Bundesmittel mit einem Gesamtumfang von rund 55.000 € in der Kulturstadt vergeben.

    Schwerpunkte der Förderung im Rahmen des Lokalen Aktionsplans Weimar sind in diesem Jahr Projekte, die die Wahlbeteiligung in Bezug auf die Europa-, Landtags-, und Kommunalwahlen 2019 fördern und die Demokratie- und Menschenrechtsbildung im Hinblick auf die bedeutenden Jubiläen im Jahr 2019 stärken. Weitere Themen sind die Sensibilisierung in Bezug auf Rechtsextremismus an Schulen und Projekte mit Quartiers- und Ortsteilbezug.

    Förderung erhält u.a. der Lernort Weimar e.V., der ein umfangreiches Projekt zur Biographiearbeit von Verfolgten des Nationalsozialismus in Weimar durchführt. Hierbei werden beispielsweise Stadtrundgänge an verschiedenen Gedenktagen angeboten sowie weitere Stolpersteine in Weimar verlegt.

    Radio Lotte Weimar e.V. greift mit dem Projekt »Pimp up your mind« das Thema »Wahlen« auf. Weimarer Schüler*innen analysieren Wahlwerbung und -programme und produzieren dann im Anschluss eigene Wahlwerbespots.

    Im Folgenden finden Sie eine Liste der geförderten Projekte, Stand April 2019.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 03. Mai 2019

  • Indische Jugendliche erkunden deutsche Geschichte in Weimar

    Vom 30. April bis zum 3. Mai 2019 nehmen 41 indische Jugendliche an einem Seminar zum Nationalsozialismus und zur Bedeutung des KZ Buchenwaldes in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) teil.

    Im Rahmen eines schon seit 13 Jahren bestehenden Schüleraustausches zwischen zwei Schulen aus Delhi und drei Schulen aus Schwäbisch Hall reisten dieses Jahr 41 indische Jugendliche zur EJBW. Ihr Ziel ist, während des vierwöchigen Aufenthaltes in Deutschland unter anderem nach Weimar zu kommen, um etwas über die deutsche Geschichte zu erfahren. Die indischen Schüler*innen bringen großes Interesse für das Thema »NS-Vergangenheit« und viele Fragen mit.

    Wie etwa konnte die Diktatur entstehen, warum haben so viele Deutsche mitgemacht bzw. zugeschaut oder weggesehen? Die Teilnehmenden aus Indien untersuchen bei dem Seminar die Rolle der Stadt Weimar in der Zeit des Nationalsozialismus mit besonderem Augenmerk auf die Entstehung und Funktion des Konzentrationslagers Buchenwald. »Die Jugendlichen aus Indien wissen erstaunlich gut über die Zeit des Nationalsozialismus Bescheid. Es ist etwas Besonderes für sie, nun erstmals an solch einem historisch bedeutsamen Ort wie Buchenwald zu sein. Für mich ist das Seminar ebenso etwas Außergewöhnliches, war doch noch nie eine Gruppe aus Indien in der EJBW zu Gast«, so Frank König, Bildungsreferent für historisch-politische Bildung.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 03. Mai 2019

  • »Generation Europe« trifft sich zur Methoden-Werkstatt 2019

    Vom 27. April bis zum 3. Mai kommen Fachkräfte aus 30 Jugendeinrichtungen und 15 europäischen Ländern nach Weimar, um gemeinsam neue Methoden für die internationale Jugendzusammenarbeit zu entwickeln.

    Mehr Demokratie und Teilhabe, ein positives Verständnis von Vielfalt und Gleichberechtigung aller Menschen, und die gemeinsame Arbeit an konkreten Zielen: So, wie wir uns unser Europa der Zukunft vorstellen, so sollen auch die Jugendprojekte im Rahmen von »Generation Europe« selbst organisiert sein. Das ist der Anspruch des europäischen Netzwerks, in dessen Rahmen die beteiligten Jugendzentren, Vereine und Verbände im vergangenen Herbst die ersten zehn internationalen Jugendbegegnungen organisiert haben.
    Nun folgt der nächste Schritt: Die Jugendgruppen organisieren nicht nur weitere internationale Begegnungen, sondern entwickeln außerdem in 30 europäischen Städten und Gemeinden lokale Aktionspläne, um sich vor Ort gesellschaftlich einzumischen.

    Für dieses ambitionierte Projekt brauchen die Aktiven neue Methoden der partizipativen Jugendarbeit. Um diese gemeinsam zu entwickeln, treffen sie sich jetzt sechs Tage lang in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW). Dort geht es unter anderem um die im Rahmen von »Generation Europe« entwickelte Online-Plattform »digital.D«. In ihr können die beteiligten Jugendlichen über Ländergrenzen hinweg demokratisch Entscheidungen treffen sowie an ihren Aktionsplänen arbeiten.

    »Aber auch offline wollen wir die geballte Kompetenz unserer 30 Partnerorganisationen nutzen, um die methodischen Werkzeuge für die europäische Demokratiebildung weiterzuentwickeln«, sagt Projektleiterin Katharina Teiting vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk.
    Mehr unter ibb-d.de
    (Quelle: Rolf van Raden, Internationales Bildungs- und Begegnungswerk, IBB e.V.)

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 26. April 2019

  • EJBW besorgt über MdB Brandners (AfD) verbale Angriffe gegen Demokratieförderprogramme

    Stephan Brandner, Bundestagsabgeordneter der Partei »Alternative für Deutschland« bat die Europäische Jugendbildungsstätte Weimar um einen Gesprächstermin, um sich über die Arbeit der Stiftung zu informieren. Der einstündige Termin fand am 26.02.2019 statt. Die EJBW empfing Herrn Brandner insbesondere, um ihn zu seinen abwertenden Äußerungen zu Demokratieförderprogrammen zu befragen und ihrer tiefen Sorge um die geschichtsrevisionistische Positionierung in seiner Partei Ausdruck zu verleihen.

    Brandner hat in eigenen Presseerklärungen etwa geäußert, dass das »Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit« »überflüssig« und »gescheitert« sei, »kaum einen Nutzen habe«, dass sich »Werte nicht im Stuhlkreis vermitteln ließen« oder, dass es sich um eine »Beschäftigungsförderung für ehemalige Mitarbeiter linker Abgeordneter oder von Sozialarbeitern« handele.

    Das Programm »Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage«, welches die EJBW für Thüringen koordiniert, wurde von der AfD Thüringen durch parlamentarische Anfragen in Frage gestellt. Diese stellte Wiebke Muhsal, Fraktionskollegin Brandners als dieser noch Landtagsabgeordneter war.

    Von Äußerungen seiner Parteikollegen Björn Höcke, dass es einer »erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad« bedürfe und Gaulands, dass »Hitler und die Nazis nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte« seien, hat er sich nie distanziert.

    »Was stärkt und was gefährdet die Demokratie? Dies ist die leitende Fragestellung, mit der sich die EJBW in ihren Bildungsangeboten beschäftigt. In ihrer gesamten pädagogischen Arbeit geht es der EJBW darum, die Demokratie zu stärken und Jugendliche zu motivieren und zu befähigen, sich in die Gesellschaft einzubringen. Aus diesem Selbstverständnis heraus muss die EJBW den Positionen Brandners und seiner Parteikollegen vehement widersprechen. Die EJBW sieht die politische Bildungsarbeit als unverzichtbar für die Entwicklung unserer Demokratie. Als Demokrat*in wird man nicht geboren, man erlernt und übt demokratische Verhaltensweisen ein. Demokratieförderprogramme wie das Landesprogramm leisten hierzu einen wichtigen Beitrag«, erklärt Eric Wrasse, pädagogischer Leiter der EJBW.

    Die Stiftung ist unter anderem Trägerin der externen Koordinierungsstelle des »Lokalen Aktionsplan Weimar«. Ziel des Programms ist die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements und einer Kultur des respektvollen Miteinanders in Weimar. Ebenso bietet sie Fortbildungen im Rahmen des »Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit« an und schult dabei Polizist*innen, Erzieherinnen, Lehrerinnen und Verwaltungsmitarbeitende zu den Themen Demokratie, Diversität, Toleranz, sexuelle Orientierung und Geschlechteridentitäten.

    Darüber hinaus ist die EJBW Landeskoordination für das Programm »Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage«, einem Netzwerk von und für Schüler*innen an über 50 Schulen in Thüringen, die sich in ihrer Schule gegen Rassismus, Diskriminierung, Mobbing und Gewalt einsetzen und das Schulklima aktiv mitgestalten wollen. Die Schüler*innen sammeln hier wichtige Partizipationserfahrungen und lernen sich einzubringen.

    Am Lernort Weimar beschäftigt sich die EJBW in ihrem Arbeitsbereich »historisch-politische Bildung« insbesondere mit dem Werden der jungen Weimarer Republik und ihrem Scheitern, sowie mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, um Jugendlichen ein Lernen aus der Geschichte zu ermöglichen. »Die Stiftung hält die Erinnerung an die Gründer der ersten demokratischen Republik, ebenso wie das Gedenken an die Opfer der sie ablösenden Diktatur für unbedingt notwendig. Es ist wichtig für Jugendliche, mehr über die Ursprünge von Demokratie und Menschenrechten in Deutschland zu erfahren und es ist essentiell, dass sie verstehen, was passieren kann, wenn Demokratie und Menschenrechte in Frage gestellt oder abgeschafft werden«, ergänzt Eric Wrasse.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 26. Februar 2019

  • Förderverein »Schule der Phantasie« aus Weimar erhält einen Demokratiepreis

    Diesjähriger Gewinner des Anerkennungspreises zählt zu den aktuellen Projekten des Lokalen Aktionsplans Weimar (LAP).

    Erfurt, 22. November 2018. Im Augustiner Kloster in Erfurt wurde gestern Abend der 6. Thüringer Demokratiepreis verliehen. Neben den drei Hauptpreisen gab es auch fünf Anerkennungspreise. Die Auszeichnungen wurden unter anderem vom Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport, Helmut Holter, übergeben. Gewürdigt wurden gute Praxisbeispiele sowie innovative Ansätze in der Arbeit für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit.

    Der Förderverein »Schule der Phantasie Weimar« aus Weimar Schöndorf erhielt gestern einen der fünf Anerkennungspreise in Höhe von 500 Euro für seine stadtteilbezogene Kulturarbeit und sein bürgerschaftliches Engagement. Herausgehoben wurden die präventive Arbeit des Vereins sowie die wichtige Bedeutung der konstanten Angebote für die Bewohner*innen des heterogenen Stadtteils.
    Das Aufgabengebiet der »Schule der Phantasie« liegt in der offenen Kinderkulturarbeit. Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund erhalten vielfältige Angebote, die ihre sozialen Kompetenzen und kreativen Kräfte stärken. Konkret werden zum Beispiel Malkurse, Töpferkurse und Theaterprojekte durchgeführt.

    Der LAP hatte die »Schule der Phantasie« für den Demokratiepreis vorgeschlagen. Seit einigen Jahren werden unterschiedliche Stadtteilprojekte des Weimarer Vereins durch den LAP gefördert. In diesem Jahr wurden die Aktionen »Bilder der Vielfalt«, »Ich versteh den Sinn der Worte nicht«, »Herzbild«, »Lernpaten« und »Kistengarten« unterstützt.

    Bild (von rechts nach links): Heidi Günzler, Tamara Radzanowsky, Antje Ungermann, Birgit Mächoldt und Andrea Reichardt.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 23. November 2018

  • »Die große Chance für Weimar?!« – Gesamtthüringer Fortbildung für Lehrer*innen beleuchtet Republikjubiläum

    Am 19. April 2018 nehmen mehr als 50 Thüringer Lehrer*innen an einer Kooperations-veranstaltung des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM), der Landeszentrale für politische Bildung, sowie des Vereins Weimarer Republik e.V. und der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar teil. Beleuchtet werden die »Novemberrevolution und die Gründung der Weimarer Republik im Kontext von Geschichtswissenschaft und Fachdidaktik«. Das Grußwort spricht Helmut Holter, Präsident der Kultusministerkonferenz.

    2019 jähren sich die Wahl und Konstituierung der Weimarer Nationalversammlung zum 100. Mal. Am 6. Februar 1919 trat in der Klassikerstadt die deutsche Nationalversammlung zusammen. Aus diesem Anlass findet am 19. April 2018 im Reithaus der EJBW eine Fortbildung für Lehrende aus ganz Thüringen statt.
    Erklärtes Ziel der Kooperationsveranstaltung ist es, den Teilnehmenden fachwissenschaftliche und fachdidaktische Anregungen für das im Unterricht relevante Thema »Weimarer Republik« zu liefern. Zudem soll auf aktuelle, mit dem Republikjubiläum verbundene Aktivitäten und Entwicklungen hingewiesen werden. Veranstalter sind neben dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThiLLM), die Landeszentrale für politische Bildung, der Verein Weimarer Republik e.V. und die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW).

    Nach einem Grußwort von Helmut Holter, Präsident der Kultusministerkonferenz und Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport, startet das Programm mit zwei Impulsreferaten von namhaften Wissenschaftlern – darunter Prof. Dr. Bodo von Borries (Universität Hamburg, Fakultät Erziehungswissenschaft, Didaktik). Der Frage »Besaß die Weimarer Republik eine Chance?« gehen am Nachmittag Dr. Justus Ulbricht, Prof. Dr. Michael Dreyer und Prof. Dr. Bodo v. Borries im Rahmen einer Podiumsdiskussion nach.

    Anschließend finden parallel mehrere Workshops zum Thema statt:
    Dr. Ulbricht wird die drei historischen Zäsuren 1919 – 1949 und 1989 hinsichtlich der Möglichkeit der Etablierung demokratischer Strukturen in Deutschland betrachten.
    Toralf Schenk und Dr. Henning Kästner stellen didaktische Angebote für die Umsetzung des Themas »Weimarer Republik« im Unterricht vor.
    Das von Thomas von der Gönna, EJBW, geleitete Angebot steht unter dem Titel »Revolutionsvergleich 1848 – 1918 – ein sinnvolles Unterfangen?«.
    Anne Meinzenbach, Leiterin des Hauses der Weimarer Republik, wird ebenfalls einen Workshop anbieten. Hierbei geht es um das »Haus der Weimarer Republik als neuer nationaler
    Erinnerungsort – didaktisches Konzept und Umsetzungsmöglichkeiten in der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern«.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 02. Mai 2018

  • »Venues of victims /​/​ Venues of perpetrators.«

    Gelungener Auftakt der Projektreihe

    Welche historischen Bezüge braucht Menschenrechtsbildung heute? Wie sieht das wechselseitige Verhältnis von historisch-politischem Lernen und gegenwartsbezogener Menschenrechtsbildung aus und wie wird es in Bildungsprogrammen in Europa umgesetzt?

    Mit diesen Fragen setzten sich vom 13.-17.04.2018 Vertreter*innen von Erinnerungsorten, Museen, Forschungs- und Jugendbildungseinrichtungen aus elf Europäischen Partnerländern in Weimar auseinander.
    Anlass war das Auftakttreffen zu »Venues of victims /​/​ Venues of perpetrators. Mapping, decoding & processing the role of historical – civic education in (European) Youth Work« auseinander. Gemeinsam werden im Jahr 2018 mehrere gemeinsame Veranstaltungen umgesetzt. Neben dem Kick-off-Seminar in Weimar umfasst das Vorhaben einen Fachkräfteaustausch in Poznan (Polen), ein Sommercamp für Jugendliche an verschiedenen Orten in Kroatien sowie eine Abschlusstagung im spanischen Gernika.

    Die Diskussion in Weimar war eingebettet in das gegenseitige Kennenlernen der Projektpartner, den Austausch der Organisationen über ihre Arbeitsschwerpunkte, die Auseinandersetzung mit den Kernthemen des Projektes und den Einstieg in die Planung des Gesamtprojektes. Schwerpunktmäßig ging es dabei um die Vorbereitungen für das gemeinsame Sommercamp in Kroatien. In den fünf intensiv genutzten Tagen konnten ein gemeinsames Verständnis über die Projektziele, die Projektumsetzung und ein Plan für die nächsten Monate in verschiedenen Arbeitsgruppen erarbeitet werden.

    An der Projektreihe sind In Flanders Fields Museum (Belgien), Documenta – Center for Dealing with the Past (Kroatien), Ústav pro studium totalitních režimů (Tschechien), Sihtasutus Eesti Mälu Instituut (Estland), Maison d’Izieu, mémorial des enfants juifs exterminés (Frankreich), Stiftung Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (Deutschland), Lietuvos gyventoju genocido ir rezistencijos tyrimo centras (Litauen), Narviksenteret (Norwegen), Stowarzyszenie »Jeden Świat« (Polen), UMAR – União de Mulheres Alternativa e Resposta (Portugal), SOCIALNA AKADEMIJA – zavod za izobraževanje, raziskovanje in kulturo (Slowenien) und Gernika Gogoratuz Centro de Investigación por la paz (Spanien) beteiligt.

    Eine Mitwirkung von weiteren Trägern der historisch-politischen Bildung in Deutschland, d.h. die Teilnahme an einem oder mehreren der genannten Projektteile und deren Mitgestaltung ist ausdrücklich erwünscht. Ansprechpartner ist Markus Rebitschek, Bildungsreferent Internationale Jugendarbeit.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 19. April 2018

  • Förderzusage für »Venues of victims /​/​ Venues of perpetrators.«

    Das Projektteam um Markus Rebitschek konnte mit einer positiven Nachricht in das neue Jahr starten: Mit einer hohen Punktzahl bewilligte Jugend für Europa, die Nationale Agentur für das Programm Erasmus+ Jugend in Aktion die internationale Projektreihe »Venues of victims /​/​ Venues of perpetrators. Mapping, decoding & processing the role of historical – civic education in (European) Youth Work«.
    In enger Kooperation mit Erinnerungsorten, Museen, Forschungs- und Jugendbildungs-einrichtungen aus elf Europäischen Partnerländern sind im Jahr 2018 fünf gemeinsame Veranstaltungen vorgesehen.

    Das Vorhaben beginnt mit einem Auftaktseminar in Weimar, bei dem die inhaltlichen und strategisch-organisatorischen Aspekte mit den Partnern erarbeitet werden, gefolgt von einem Fachkräfteaustausch in Poznan (PL) und einer Jugendbegegnung an wechselnden kroatischen Orten. Letztere ist als Sommercamp geplant. Seinen Abschluss findet das Projekt im spanischen Gernika. Dort wird es eine Vorstellung des Gesamtprojektes in der Öffentlichkeit geben, werden die geplanten Produkte fertiggestellt sowie Folgemaßnahmen entwickelt. Zudem erfolgt eine Gesamtauswertung aller bisherigen Maßnahmen im Projekt.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 19. Januar 2018

Medienecho

  • Jugendbildungsstätte feiert 20–Jähriges: EJBW gibt zum Jubiläum Broschüre heraus

    Thüringische Landeszeitung und Thüringer Allgemeine vom 28.09.2019

    »Zu ihrem 20–jährigen Bestehen hat die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) die Broschüre »Unsere Arbeit in Thüringen & Europa 360º« herausgebracht. Auf 40 Seiten gibt sie detailliert Einblick in die politische Bildungsarbeit der EJBW mit nationalen und internationalen Jugendlichen, Fachkräften und Multiplikatoren. Die Einrichtung bringt jährlich über 8000 junge Gäste und 28.000 Übernachtungen in die Kulturstadt. 2018 kamen Jugendliche aus 15 Bundesländern und 25 EU-Staaten an die EJBW.« TA berichtet.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 30. September 2019

  • Fortbildung blickt auf Wendejahre

    thueringer-allgemeine.de vom 02.08.2019

    Am 15.08.2019 fand eine Fortbildung für Lehrer*innen und Multiplikator*innen zum Thema »Es lag was in der Luft«: Thüringen und Polen in den 1980er Jahren statt. Die Fortbildung ist eine Kooperationsveranstaltung der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) und der EJBW.
    Die TA kündigt die Veranstaltung an:
    »Im 30. Jubiläumsjahr nach der Friedlichen Revolution geben Thüringer Experten (…) einen Einblick in ihre aktuellen Forschungsergebnisse. (…) Dabei wird Jenny Price von der Uni Jena in einem Impulsvortrag über das Thema »Demokratisierung verorten: Thüringen im Wandel 1989 bis 1994« sprechen. Frank König (EJBW) erarbeitet mit den Teilnehmern die Entstehung des individuellen Geschichtsbildes«.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 02. August 2019

  • Ulrich Ballhausen mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

    Der frühere Leiter der EJBW, ist von Bundespräsidenten für sein Engagement für ein »gelebtes Grundgesetz« mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland geehrt worden.

    Ulrich Ballhausen war einer von insgesamt 16 Männern und Frauen aus jedem Bundesland, die am 22. Mai 2019 anlässlich des 70. Jahrestages des Grundgesetzes ausgezeichnet wurden. »Die Auszeichnung erhielten die 16 Frauen und Männer für ihr herausragendes Engagement in der politischen Bildung und bei der Vermittlung der Werte des Grundgesetzes«, berichtet Radio Lotte.

    Matinee und Ordensverleihung zum Verfassungsjubiläum unter dem Motto »Demokratie ganz nah – 16 Ideen für ein gelebtes Grundgesetz« fand im Schloss Bellevue Berlin statt.

    »Seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass sich die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar zu einer herausragenden Bildungseinrichtung entwickelt hat«, würdigte Steinmeier die Arbeit Ballhausens. Darüber hinaus habe er sich als Vorsitzender des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten und des Beirates der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Kreisau (Polen) für die politische Bildung eingesetzt. »Mit seinem Engagement in Forschung und Praxis hat er wichtige und nachhaltige Akzente in der internationalen Jugendarbeit gesetzt und zugleich einen wertvollen Beitrag für die europäische Verständigung geleistet.« Quelle: n-TV

    Wir freuen uns mit und für Ulrich Ballhausen. Herzlichen Glückwunsch!

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 24. Mai 2019

  • Internationales Treffen an der EJBW

    TLZ und TA online vom 21.05.2019

    Erstmals fand das »Europeans for Peace«-Beratungsseminar, ein Teil des Förderprogramms für internationale Jugendprojekte der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« (EVZ), in Kooperation mit der Weimarer EJBW statt. Rund 50 Partner aus 12 Ländern, die sich zum Jahresbeginn um die Förderung ihrer internationalen Austauschprojekte beworben haben, waren dazu am Wochenende in Weimar . »Europeans for Peace« unter der Schirmherrschaft von Außenminister Heiko Maas will Jugendliche für Menschenrechte, Zivilcourage und soziales Engagement interessieren und gewinnen. In einer gemeinsamen Projektarbeit beschäftigen sich die Jugendlichen laut EJBW mit den Themen Diversität, Respekt und Zusammenhalt.

    Quelle: TA online

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 21. Mai 2019

  • EUROPEANS FOR PEACE in Weimar

    Radio Lotte vom 17.05.2019

    Projektpartner*innen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa, Israel und Deutschland arbeiten in den nächsten Tagen an ihren internationalen Jugendprojekten im Rahmen des Programms EUROPEANS FOR PEACE an der EJBW.

    Erstmals findet das EUROPEANS FOR PEACE Beratungsseminar, ein Teil des Förderprogramms für internationale Jugendprojekte der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« (EVZ), in Kooperation mit der Stiftung »Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar« (EJBW) statt.

    EUROPEANS FOR PEACE will Jugendliche für Menschenrechte, Zivilcourage und soziales Engagement interessieren und gewinnen. In einer gemeinsamen Projektarbeit beschäftigen sich die Jugendlichen mit Diversität, Respekt und Zusammenhalt. Heiko Maas, Bundesminister des Auswärtigen, ist Schirmherr des Förderprogramms EUROPEANS FOR PEACE. Die rund 50 Jugendlichen beschäftigen sich mit gesellschaftspolitischen Themen, wie gleichberechtigter Teilhabe, Inklusion und Partizipation. Eigene Erfahrungen werden reflektiert, eine diskriminierungskritische Haltung erarbeitet oder soziales Engagement vor Ort umgesetzt.
    Quelle: Radio Lotte

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 20. Mai 2019

  • 4. Weimarer Jugendforum für junge Leute im Mon Ami

    thueringer-allgemeine.de vom 09.05.2019

    Unter dem Titel »Weimar 2024!« findet morgen das 4. Weimarer Jugendforum statt. Die EJBW und die Bürgerstiftung haben Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren dazu eingeladen, mit Mitgliedern des Stadtrates über ihre Wünsche für Weimar ins Gespräch zu kommen. TLZ und TA berichten dazu.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 09. Mai 2019

  • Humboldt-Gymnasium Weimar wird 49. »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«

    thueringer-allgemeine.de vom 13.03.2018

    Das Gymnasium im Westteil der Stadt ist ab sofort Teil des bundesweiten SOR-Netzwerkes, das thüringenweit nunmehr 49 Bildungseinrichtungen umfasst. Vorab unterzeichnete die Mehrheit der Schüler*innen und Lehrkräfte eine Selbstverpflichtung gegen Ausgrenzung und Gewalt.
    TA und TLZ berichteten über die feierliche Titelübergabe.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 13. März 2018

  • Staatssekretärin für Kultur und Europa begrüßt belgische Jugendliche in Weimar

    Thüringer Landeszeitung und Thüringer Allgemeine vom 02.03.2018

    Vom 25. Februar bis 09. März 2018 waren erneut rund 250 Jugendliche aus der flämischen Stadt Leuven zu Gast in der Europäischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar (EJBW). Sie nehmen am Projekt »snapshot« teil, bei dem es um historisch-politische und kulturelle Bildung geht. Die Thüringer Staatssekretärin Dr. Babette Winter kam eigens am 01. März in das Reithaus der EJBW, um die jungen Leuvener zu begrüßen.
    Diese und weitere interessante Informationen zum Projekt waren in einer kurzen Berichterstattung auf der Webseite der TA zu lesen. Hier geht es zum Artikel.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 05. März 2018

  • Neue Förderrunde startet: Mittel für Demokratieprojekte in Weimar

    Der Lokale Aktionsplans (LAP) Weimar stellt auch im Jahr 2019 finanzielle Mittel für Projekte von Trägern bereit, die in der Stadt Weimar diverse Aktionen und Veranstaltungen umsetzen.

    Schwerpunkte der Förderung sind Projekte, die das Verständnis demokratischer Wahlprozesse und der Wahlbeteiligung in Bezug auf die bevorstehenden Wahlen 2019 insbesondere auch bei Erstwähler*innen fördern, die hinsichtlich Rechtspopulismus und Nationalismus gesellschaftlich sensibilisieren und die Demokratie- und Menschenrechtsbildung im Hinblick auf die bedeutenden Jubiläen im Jahr 2019 stärken.

    Weiterhin förderfähig sind Projekte zu den Themen Sensibilisierung in Bezug auf Rechtsextremismus an Schulen, Förderung der Reaktionsfähigkeit auf sozialräumliche Konfliktlagen, Förderung des interreligiösen Zusammenlebens und einige mehr.
    Weiterführende Informationen zur Antragstellung, Antragsberechtigung und den entsprechenden Fristen finden sich auf der Seite des LAP Weimar als PDF-Dokument »Aktuelle Ausschreibung 2019«.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 21. Januar 2019

  • Kooperation mit „Waggong & Kramixxo Offene Kinder- und Jugendarbeit Weimar/​West“

    Gemeinsame Jugendbegegnungen in Kalamata (Griechenland),
    Sintra (Portugal) und Weimar

    In Kooperation mit »Waggong & Kramixxo Offene Kinder- und Jugendarbeit Weimar/​West« werden in den nächsten drei Jahren (2018–2020) gemeinsame Jugendbegegnungen in Kalamata (Griechenland), Sintra (Portugal) und Weimar als auch lokale Aktivitäten durchgeführt. Zentrales Ziel des Projektes Generation Europe – Young Democracy in Action ist es, Jugendliche mit unterschiedlichem Hintergrund, aber vor allem solche mit geringeren Chancen, für (politisches) Engagement auf lokaler und europäischer Ebene zu begeistern und ihnen den Zugang zu internationalen Aktivitäten zu ermöglichen bzw. zu erleichtern.

    In unserer ersten gemeinsamen Jugendbegegnung in Kalamata, Griechenland möchten wir uns mit dem Projekt Generation Europe vertraut machen, uns für seine Themen begeistern und natürlich uns, d.h. die Jugendlichen aus Weimar, aus Portugal und Griechenland kennenlernen. Während der Begegnung werden wir gemeinsame Workshops durchführen, Kalamata und seine Umgebung kennenlernen und gemeinsam Freizeit verbringen. Die zentralen Themen der Begegnung sind »Werte«, »Menschenrechte« und »Demokratie«

    Generation Europe ist ein Projekt von 30 Jugendorganisationen aus 15 europäischen Ländern. In Partnerschaften von jeweils drei Organisationen aus drei Ländern werden von 2018 – 2020 gemeinsame Jugendbegegnungen und lokale Veranstaltungen zu den Themen Menschenrechte, Demokratie und Beteiligung von Jugendlichen durchgeführt. Das Projekt wird finanziert aus Mitteln der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms Erasmus+ und im Fall der Partnerschaft Griechenland – Portugal -Deutschland dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 21. November 2018

  • Abschlussveranstaltung der Projektreihe „Venues of victims /​/​ Venues of perpetrators. Mapping, decoding & processing the role of historical – civic education in (European) Youth Work” in Gernika

    Fünf Veranstaltungen, 12 internationale Organisationen und mehr als 100 Teilnehmende an 34 Veranstaltungstagen Europaweit. So könnte eine erste Bilanz des Kooperationsprojektes »Venues of victims /​/​ Venues of perpetrators. Mapping, decoding & processing the role of historical – civic education in (European) Youth Work« lauten. Diese Woche findet nun im spanischen Gernika die Abschlusstagung des Projektes mit Vertreter*innen der Partnerorganisationen, den Jugendleiter*innen und Jugendlichen des Sommercamps in Kroatien und externen Gästen statt.
    Neben der Auseinandersetzung mit dem Ort Gernika und Vorträgen externer Referent*innen stehen die Vorstellung des Gesamtprojektes einer interessierten Öffentlichkeit, die Entwicklung von Folgekooperationen und die Auswertung der gemeinsamen Arbeit im Projekt auf dem Programm. Die Veranstaltung wird in enger Zusammenarbeit mit dem Projektpartner aus Gernika »Asociacion de investigacion por la paz Gernika Gogoratuz« durchgeführt, die Leitung der Veranstaltung haben Boris Stamenic (Documenta – Center for Dealing with the Past, Zagreb) und Markus Rebitschek (EJBW, Weimar), welche auch für das Gesamtprojekt verantwortlich waren.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 07. November 2018

  • Heimat Europa – Ihr seid meine Wahl: Projektbüro für die Erstwähler*innen Kampagne ist eröffnet

    »Wählen gehen« heißt Einfluss nehmen auf die Zukunft. Beim Wählen bestimmen wir, wer uns die kommenden Jahre im Parlament vertritt und wem wir die Gestaltung unseres Zusammenlebens anvertrauen. Bei der Kommunal- und Europawahl 2019 sind die Thüringer*innen gleich zweimal aufgerufen aktiv zu werden.
    Unter dem Titel »Heimat Europa – Ihr seid meine Wahl« will die Erstwähler*innen Kampange ab sofort junge Menschen zu Partizipation motivieren. Mit Angeboten für Schüler*innen der Thüringer weiterführenden Schulen und der Unterstützung engagierter Studierender soll das demokratische Bewusstsein gestärkt und auf die Bedeutung von Wahlen aufmerksam gemacht werden.
    Das Projektbüro für die Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung hat seinen Sitz in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar.

    »Den Trends entgegen möchten wir politisches Interesse bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen wecken und sie im Rahmen von Projekttagen, Seminaren, Peer-to-Peer Verbindungen und Veranstaltungen mit lokalen Kandidat*innen zu einer aktiven Partizipation motivieren.«, fasst die Projektleitung die Ziele der Kampagne zusammen.

    Aktuelle Termine
    Ausbildung der Multiplikator*innen im Februar und März 2019 in Weimar

    8.-10. Februar – Vorbereitung, EJBW
    8.-10. März – Vorbereitung, EJBW
    1.-12. April – Projektwoche
    6.-17. Mai – Projektwoche

    Verbindliche Anmeldung
    https:/​/​goo.gl/​forms/​qjkbccCl0LzQfTuI2

    Veranstaltungsorte
    Ausbildungsseminare: EJBW
    Schulprojekttage: teilnehmende, weiterführende Schulen in Thüringen

    Mehr unter: http:/​/​www.heimat-europa.eu/​

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 02. Oktober 2018

  • »Generation Europe«: Neue Ansätze für europäische Demokratiebildung entstehen im Labor EJBW

    Junge Leute dafür zu begeistern, sich vor Ort und auf europäischer Ebene einzumischen: Mit diesem Ziel haben sich 30 Jugendeinrichtungen aus 15 europäischen Ländern zum Netzwerk »Generation Europe« zusammengeschlossen. Vom 20. bis 26. September machen die beteiligten Jugendzentren, Vereine, Verbände und Einrichtungen die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) zu ihrem Labor für neue Ansätze europäischer Demokratiebildung.

    »Aktive europäische Bürgerschaft« – das ist der vielleicht etwas sperrige Begriff, unter den die Organisationen ihr gemeinsames Engagement stellen. Soll heißen: Partizipation statt Resignation, Demokratie zum Mitmachen statt Frust über »die da oben«. In allen 30 beteiligten Städten sollen Jugendliche Probleme vor Ort identifizieren und lokale Aktionspläne entwickeln. Diese Pläne diskutieren sie dann auf europäischen Jugendbegegnungen und setzen sie dann mit Hilfe ihrer europäischen Partner um.

    In Weimar treffen sich nun die an »Generation Europe« beteiligten Fachkräfte der internationalen Jugendbildungsarbeit, um Methoden der Partizipation und Organisation weiterzuentwickeln und an sich selbst auszuprobieren. »Plan- und Rollenspiele, Simulationen, Arbeitsgruppen mit viel Praxisbezug, aber auch theoretische Einheiten – das ist der Mix, den wir in Weimar erproben«, sagt Projektleiterin Katharina Teiting vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB e.V.), das Generation Europe ins Leben gerufen hat. »Der Grundsatz lautet: Wir arbeiten als Fachkräfte selbst mit den Werkzeugen, mit denen sich die Jugendlichen in den einzelnen Städten organisieren sollen, um sich aktiv mit den Themen Menschenrechte, Demokratie und Inklusion auseinanderzusetzen.« Der Projekt-Initiator IBB e.V. ist ein langjähriger Kooperationspartner der EJBW.

    Mehr Informationen zu »Generation Europe«

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 20. September 2018

  • »Venues of victims /​/​ Venues of perpetrators«

    Intensive Arbeitsphase im polnischen Puszczykowo

    Im Rahmen des Projektes »Venues of victims /​/​ Venues of perpetrators. Mapping, decoding & processing the role of historical – civic education in (European) Youth Work« trafen sich vom 14.-20. Mai 2018 die zukünftigen Gruppenleiter*innen und Vertreter der internationalen Projektpartner aus Belgien, Estland, Frankreich, Kroatien, Litauen, Norwegen, Polen, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien und Deutschland in Puszczykowo (bei Poznan, Polen). Neben dem Besuch der Gedenkstätte ehemaliges Konzentrationslager »Fort VII« in Poznan und dem fachlichen Austausch mit Simon Lengemann (Bundeszentrale für politische Bildung, BpB), Geork Pirker (Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten, AdB) und Karolina Dziełak (Europäisches Netzwerk Erinnerung und Solidarität, ENRS) stand vor allem die inhaltliche Vorbereitung des Sommercamps in Kroatien im August 2018 auf dem Programm. Es wurden sechs Arbeitsgruppen zusammengestellt, welche Workshops und Begleitprogramm für jeweils zwei Tagesthemen des zweiwöchigen Sommercamps in Form von Modulen vorbereiten.

    »Modul 1« fokussiert auf die Verflechtungen zwischen ideologischer Ordnung und Geschichtsrepräsentationen. Während Arbeitsgruppe 1 vor allem die museale Repräsentationen der Vergangenheit kritisch hinterfragt, konzentriert sich Arbeitsgruppe 2 auf Denkmäler und Straßennamen sowie ideologisch motivierte Straßenumbenennungen, umbruchsbegleitende Beseitigungen von Denkmälern und ihrer Wiedereinrichtungen. »Modul 2« widmet sich den totalitären und autoritären Herrschaftsformen in Europa im 20. Jahrhundert. Dabei fokussiert Arbeitsgruppe 3 auf die ideologisch motivierte Gewalt im Kontext des 2. Weltkriegs. Das Thema wird durch Besuche der Gedenkstätten Jasenovac (ehemaliger Konzentrationslager) und Lipa (ein im Rahmen von so genannten »Vergeltungsmaßnahmen« zerstörtes Dorf) aufgegriffen und im breiteren europäischen und globalen Kontext des Zweiten Weltkriegs gestellt.

    Arbeitsgruppe 4 setzt indes den Schwerpunkt auf das Thema Nachkriegsdiktaturen. Das Themenfeld ideologisch motivierter Willkür und Gewalt nach 1945 wird durch den Besuch des ehemaligen Umerziehungslagers auf der Adriainsel Goli (Goli otok) aufgegriffen. Demgegenüber wird das positive (Selbst)Bild der jugoslawischen Nachkriegsdiktatur durch den Besuch des Museums auf der Insel Brijuni (ehemalige Sommerresidenz Titos) thematisiert. »Modul 3« beschäftigt sich mit Zeitgeschichte und zeitgenössischen Herausforderungen in Kroatien und darüber hinaus.
    Gruppe 5 widmet sich dabei dem Zusammenbruch der staatssozialistischen Ordnung und der Gewalt im Transformationskontext sowie der gegenwärtigen Aufarbeitung der Gewalterfahrung in Kroatien und anderen post-jugoslawischen Ländern. Die Bedeutung des Kriegserbes für die Erstellung einer friedlichen Nachkriegsordnung in Vukovar wird indes vor Gruppe 6 hinterfragt, welche die Dynamiken und Perspektiven einer schrumpfenden Kleinstadt in den Blick nimmt. Darüber hinaus wird Gruppe 6 gemeinsame Aktivitäten mit Vertretern lokaler Jugendorganisation in Vukovar konzipieren sowie die Gespräche mit Teilnehmenden des Projektes »In Between?« des Europäischen Netzwerks Erinnerung und Solidarität (ENRS) in Rijeka moderieren.

    Die Leitung der Veranstaltung in Puszczykowo hatten Boris Stamenic und Markus Rebitschek (EJBW), welche auch für das Gesamtprojekt verantwortlich sind.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 28. Mai 2018