»Zwischen Träumen und Wachen. Einblicke in das geteilte Deutschland« Multimediales Theaterstück zur DDR von Jugendlichen für Jugendliche
Die Entwicklung des interaktiven Theaterprojekts zur DDR-Geschichte mit dem Titel »Zwischen Träumen und Wachen – Einblicke in das geteilte Deutschland« geht weiter. Nach dem mehrtägigen Kick-Off-Seminar Ende März ist eine arbeitsintensive Phase gestartet:
Die Jugendlichen trafen an drei Terminen Zeitzeug*innen, mit denen Sie über den Plot des Stücks diskutierten. Sie konnten dabei auch Fragen zur möglichen Gestaltung der Charaktere im Stück stellen und weitere Eindrücke für die Entwicklung des Theaterstücks sammeln. Die Treffen mit Peter Wensierski (ab 1979 für den Evangelischen Pressedienst als westlicher Reisekorrespondent in der DDR tätig), Gesine Tettenborn (geborene Walther, DDR-Leichtathletin, die in den 1980er Jahren eine international erfolgreiche Sprinterin war) sowie Nguyen Thi Ung (Vertragsarbeiterin aus Vietnam in der DDR) gaben wichtige Hinweise für die Weiterarbeit. Für die folgenden Wochen steht nun das Schreiben an Szenen und Dialogen für das Stück an.
Nach der Premiere an der Staatlichen Gemeinschaftsschule Kaleidoskop Jena im Sommer 2027 wird das Stück bundesweit an weiteren Schulen aufgeführt. Begleitende Unterrichtsmaterialien, Filmsequenzen und moderierte Gespräche sollen die Auseinandersetzung mit den Themen des Stücks vertiefen.
Mit dem Theaterprojekt entsteht ein innovatives Bildungsformat, das historische Bildung, künstlerische Praxis und mediale Gestaltung eng miteinander verbindet. Ziel ist es, Jugendlichen einen emotionalen und zugleich reflektierten Zugang zur Geschichte der DDR zu eröffnen – jenseits klassischer Vermittlungsformen und mit einem klaren Bezug zu Fragen der Gegenwart.
Die EJBW arbeitet bei dem Projekt mit der Kaleidoskop Gemeinschaftsschule Jena, der musealis GmbH sowie der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zusammen. Es wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Bundesstiftung zur
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 03. Juni 2026
Danke für 26 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit an Herbert Nadirk vom Berufsorientierungszentrum Ahaus (NRW)
Herr Nadirk, wie kam es zur Kooperation mit der EJBW?
»Wie so vieles im Leben Zufall ist, ist es auch der erste Kontakt zur EJBW im Jahr 2001. Eine gute Freundin berichtete von einer neuen Bildungseinrichtung an der Jenaer Straße und somit starteten wir unsere Anfrage für die Durchführung einer Gedenkstättenwoche in Weimar. Auch wenn die ersten Jahre in Eigenregie organisiert waren, überzeugte uns die EJBW mit ihrem pädagogischen Konzept, ihrer gastfreundlichen Art und ihrem ganzen Standing. So ist es auch bis heute geblieben unabhängig von den wechselnden Menschen, die sich für uns verantwortlich zeigten, uns betreut und umsorgt haben und letztlich auch ein Stück weit Freunde geworden sind, auch wenn man sich nur einmal im Jahr für eine Woche sieht. Herzlichkeit, Empathie und Professionalität sind eine gute Beschreibung, was uns jetzt seit 26 Jahren verbindet. Wer weiß, was noch kommt.«
Wir bedanken uns herzlich bei Herbert Nadirk und wünschen alles Gute für den wohlverdienten Ruhestand. Zudem freuen wir uns, dass die Kolleginnen der Berufsorientierungszentren Ahaus und Bocholt den Staffelstab übernehmen und der EJBW weiterhin die Treue halten.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 01. Juni 2026
»RegenerAction: Youth, Creativity and Sustainable Futures« in Presicce-Acquarica (Italien)
Vom 8. bis 14. Mai 2026 nahm Markus Rebitschek, Bildungsreferent für Internationale Jugendarbeit am Seminar »RegenerAction: Youth, Creativity and Sustainable Futures« in Presicce-Acquarica (Lecce, Italien) teil. Die Veranstaltung wurde vom langjährigen Projektpartner Terzo Millennio – Laboratorio di Umana Solidarietà APS organisiert und brachte Fachkräfte der internationalen Jugendarbeit aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen.
Ziel des Seminars war es, die Kompetenzen von Multiplikator*innen zu stärken, um junge Menschen bei umweltbezogenem Engagement mit kreativen, partizipativen und nachhaltigen Ansätzen zu unterstützen. Gleichzeitig standen der Ausbau strategischer Partnerschaften sowie die Entwicklung langfristiger Kooperationen im Bereich der internationalen Jugendarbeit im Mittelpunkt.
Markus Rebitschek beteiligte sich intensiv an den inhaltlichen Arbeitsphasen und Austauschformaten zu Themen wie Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Transformation und Postwachstum (Degrowth). Im Rahmen der Veranstaltung wurden gemeinsam neue Projektideen und langfristige Folgeprojekte entwickelt, die sich insbesondere an Jugendliche und Fachkräfte der internationalen Jugendarbeit richten. Die Gespräche und Workshops verdeutlichten die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit für die Entwicklung zukunftsfähiger Bildungsangebote und nachhaltiger europäischer Netzwerke.
Ein besonderer Dank gilt dem Team von Terzo Millennio für die herzliche Gastfreundschaft, die professionelle organisatorische Umsetzung sowie die hohe inhaltliche Qualität des Seminars. Die offene und inspirierende Atmosphäre vor Ort bot ideale Voraussetzungen für intensives gemeinsames Lernen, kreativen Austausch und die Planung zukünftiger Kooperationen.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 21. Mai 2026
»European Academy on Youth Work« in Kranjska Gora (Slowenien)
Vom 5. bis 8. Mai 2026 nahm Markus Rebitschek, Bildungsreferent »Internationale Jugendarbeit« an der »European Academy on Youth Work«, EAYW im slowenischen Kranjska Gora teil. Die internationale Fachveranstaltung brachte rund 200 Expert*innen aus Praxis, Forschung und Jugendpolitik zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Zukunftsfragen und innovative Ansätze der europäischen Jugendarbeit zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Themen wie gesellschaftlicher Wandel, Resilienz, demokratische Herausforderungen sowie die Zukunftsfähigkeit der Youth Work in Europa.
Im Rahmen der Academy beteiligte sich Markus Rebitschek aktiv an Diskussionen, Austauschformaten und Peer-Learning-Prozessen. Dabei stellte er die Arbeit der EJBW sowie insbesondere den Bereich »Internationale Jugendarbeit« vor. Besonderes Interesse galt den langjährigen internationalen Kooperationen der EJBW und deren nachhaltiger Umsetzung mithilfe der Erasmus+-Akkreditierung. Die Gespräche vor Ort verdeutlichten, wie wichtig stabile europäische Partnerschaften, langfristige Netzwerke und flexible Bildungsangebote für ein widerstandsfähiges und zukunftsorientiertes Arbeitsfeld sind.
Die EAYW versteht sich als Plattform für Innovation, Wissenstransfer und gemeinsames Lernen innerhalb der europäischen Jugendarbeit. Entsprechend bot die Veranstaltung zahlreiche Impulse für die Weiterentwicklung internationaler Bildungsarbeit und bestätigte zugleich die Bedeutung einer starken europäischen Zusammenarbeit in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit und Transformation.
Für die EJBW war die Teilnahme eine wertvolle Gelegenheit, bestehende Kooperationen zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und die eigene Expertise im Bereich internationaler Jugendbildung in europäische Debatten einzubringen.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 18. Mai 2026
Internationaler Fachkräfteaustausch »4Z. Between us – Learning as a relational practice« – Auftakt in Tauchen (Österreich)
Vom 10. bis 16. April 2026 fand im österreichischen Tauchen bei der Partnerorganisation Blue Whale Education Center der Auftakt des internationalen Fachkräfteaustauschs »4Z. Between us – Learning as a relational practice« statt.
Im Mittelpunkt des Trainings stand die Frage, wie Lernen als ein zutiefst zwischenmenschlicher, relationaler Prozess verstanden und gestaltet werden kann.
Ausgehend von der Annahme, dass Lernen nicht isoliert geschieht, sondern im Austausch mit anderen entsteht, beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit Beziehungen als zentralem Raum für Entwicklung, Bedeutung und Transformation. Dabei wurden sowohl individuelle Prägungen wie Werte, Bedürfnisse und Erfahrungen als auch deren Einfluss auf Lern- und Lehrprozesse reflektiert.
Durch Dialog, Co-Kreation und gemeinsames Experimentieren wurde Lernen nicht als bloße Wissensvermittlung, sondern als ein Prozess verstanden, der auf Vertrauen, Neugier und gegenseitiger Präsenz basiert. Ein besonderer Fokus lag darauf, wie Sicherheit und Risiko im Lernkontext zusammenwirken können und wie Unterschiede sowie Konflikte als wertvolle Lernchancen genutzt werden können.
In einer Zeit, die von schnellen Antworten und oberflächlichem Lernen geprägt ist, setzte das Training bewusst auf Entschleunigung und die Förderung echter menschlicher Verbindungen.
Der zweite Teil der Veranstaltung wird im Juli 2026 in Weimar stattfinden.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 06. Mai 2026
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