Democracy in Action: Youth Work Matters! Tagungsdoku erschienen
Die internationale Konferenz »Democracy in Action – Youth Work Matters« (3.–5. Dezember 2025, Straßburg) widmete sich der Frage, wie Jugendarbeit demokratische Räume unter zunehmendem Druck schützen kann. Über 80 Teilnehmende aus 28 Ländern tauschten Erfahrungen aus und entwickelten gemeinsame Strategien. Auch die EJBW war aktiv beteiligt, unter anderem durch Beiträge von Markus Rebitschek. Im Fokus standen der globale demokratische Rückbau, internationale Solidarität und konkrete Handlungsmöglichkeiten. Workshops und Diskussionen zeigten, wie stark demokratische Freiräume weltweit eingeschränkt werden. Besonders hervorgehoben wurde ein Workshop zur Situation in Serbien sowie Praxisbeispiele aus Belarus. Die Beiträge machten deutlich, wie wichtig internationale Vernetzung und solidarisches Lernen sind. Jugendarbeit wurde als zentraler Schlüssel zur Stärkung demokratischer Prozesse betont.
Ausführlicher Konferenzbericht ›
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 01. April 2026
Multimediales Theaterstück zur DDR von Jugendlichen für Jugendliche
Ende März fand ein mehrtägiges Kick-Off-Seminar mit Jugendlichen aus Jena statt, die an der Entstehung eines interaktives Theaterprojekts zur DDR-Geschichte mit dem Titel »Zwischen Träumen und Wachen – Einblicke in das geteilte Deutschland« arbeiten. Nach dem Start in der Schule war die Gruppe für drei weitere Tage in der EJBW.
Die Jugendlichen arbeiteten an der Grundidee des Stücks, entwickelten Figuren, machten sich Gedanken über die theatralische Verdichtung und erprobten erste Szenarien. In gesondert erstellten Materialkoffern bekamen Sie zum einen Dokumente, Fotos, Textauszüge, Interviewmaterial und Arbeitsaufträge, zum anderen aber auch biografisch aufgeladene Gegenstände, die den Zugang zu den Figuren sinnlich und anschaulich machen sollen.
Am letzten Tag des Seminars führten sie außerdem ein Zeitzeugengespräch mit Holm Kirsten durch, der in den 80er Jahren als einer der »Sprayer von Weimar« von der Staatssicherheit verfolgt worden war. Die Arbeit an dem Theaterstück wird in den nächsten Monaten sukzessive weitergeführt.
Nach der Premiere an der Staatlichen Gemeinschaftsschule Kaleidoskop Jena im Sommer 2027 wird das Stück bundesweit an weiteren Schulen aufgeführt. Begleitende Unterrichtsmaterialien, Filmsequenzen und moderierte Gespräche sollen die Auseinandersetzung mit den Themen des Stücks vertiefen.
Mit dem Theaterprojekt entsteht ein innovatives Bildungsformat, das historische Bildung, künstlerische Praxis und mediale Gestaltung eng miteinander verbindet. Ziel ist es, Jugendlichen einen emotionalen und zugleich reflektierten Zugang zur Geschichte der DDR zu eröffnen – jenseits klassischer Vermittlungsformen und mit einem klaren Bezug zu Fragen der Gegenwart.
Die EJBW arbeitet bei dem Projekt mit der Kaleidoskop Gemeinschaftsschule Jena, der musealis GmbH sowie der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zusammen. Es wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Rahmen des Programms »Jugend erinnert«, Förderlinie SED-Unrecht.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 01. April 2026
Der Frühling ist da – und mit ihm unser neuer Newsletter!
Entdecke frische Ideen, inspirierende Kooperationen und spannende Geschichten darüber, wie wir gemeinsam Demokratie stärken können.
Diese Ausgabe steht ganz im Zeichen von Vernetzung, Wirkung und neuen Impulsen – verpasse nicht, was unsere Community gerade bewegt.
Jetzt lesen und Teil der Bewegung werden!
Hier geht’s direkt zum Newsletter.auf Facebook teilen · veröffentlicht am 31. März 2026
ESK Jahrestreffen in Bonn & 30 Jahre EU Youth Volunteering
Auch in diesem Jahr war die EJBW beim Jahrestreffen der Träger im Europäischen Solidaritätskorps (ESK) in Bonn vertreten. Für uns nahm Markus Rebitschek, Bildungsreferent für die Internationale Jugendarbeit teil und brachte sich aktiv in Austausch, Begegnung und Vernetzung innerhalb der ESK-Community ein. Das jährliche Treffen bietet eine wichtige Plattform, um aktuelle Entwicklungen im EU-Programm zu diskutieren, Erfahrungen zu teilen und gemeinsame Perspektiven zu entwickeln.
Ein besonderer Höhepunkt war in diesem Jahr die Feier zum 30–jährigen Bestehen der EU-Freiwilligendienste. In Kooperation mit der Regionalvertretung der Europäischen Kommission wurde am Abend des 18. März 2026 zur Jubiläumsveranstaltung »30 Jahre EU Youth Volunteering« in die Rooftop Lounge am Bundeskanzlerplatz eingeladen. Über den Dächern Bonns kamen Vertreter*innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Programmpraxis zusammen, um die Bedeutung und Wirkung europäischer Freiwilligendienste zu würdigen.
Für die EJBW war dieser Anlass besonders bewegend: Unsere ehemalige Freiwillige Sofiia stand mit ihrer persönlichen Geschichte im (digitalen) Rampenlicht und zeigte eindrucksvoll, welche nachhaltigen Spuren internationale Freiwilligendienste hinterlassen können.
In einer persönlichen Botschaft gratulierte sie allen Beteiligten im ESK und vor allem dem Team der EJBW zum Jubiläum und erinnerte an ihre eigene Zeit als Teilnehmerin einer Studienreise im Jahr 2015 zum Thema »Non-Formal Education in Ukraine and Germany« und vor allem ihren darauffolgenden Freiwilligendienst 2017/18 in der EJBW. Diese Erfahrungen haben ihren weiteren Weg maßgeblich geprägt.
Heute arbeitet Sofiia für das Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) zur Stärkung von Zivilgesellschaft und Jugendarbeit in der Ukraine. Für uns unterstreicht diese Entwicklung einmal mehr die Bedeutung internationaler Begegnung, des europäischen Freiwilligendienstes, außerschulischer Bildung und langfristiger Zusammenarbeit.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 31. März 2026
Vernetzungstreffen Ostthüringen in Gera
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus fand am 25. März in Gera ein inspirierendes Vernetzungstreffen von »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« für engagierte Schülerinnen und Pädagoginnen aus Ostthüringen statt. In offener und wertschätzender Atmosphäre bot die Veranstaltung Raum für Austausch, neue Kontakte und frische Impulse durch zwei Workshops.
Der Tag begann mit einem lockeren Austauschformat bei Kaffee und Limo. Hier wurden bekannte Gesichter wiedergetroffen und neue Kontakte geknüpft wurden. Eine Mitmach-Pinnwand machte sichtbar, welche Projekte, Fragen und Herausforderungen die Schulen aktuell beschäftigen. Insgesamt kamen Perspektiven aus sieben Schulen aus Gera, Jena und Neustadt/Orla zusammen.
Ein Highlight war dabei die Anwesenheit der »Omas gegen Rechts« aus Gera! Sie unterstützten uns netterweise zu dritt bei der Durchführung vor Ort. Dadurch gab es nicht nur einen Austausch der Schulen untereinander, sondern zusätzlich altersübergreifende Begegnungen von Klasse 7 bis zu den »Omas«. Vielen Dank für euren Support!
Am Nachmittag wurde in zwei Workshops inhaltlich weitergearbeitet: Ein Angebot richtete sich an Pädagog*innen und führte in die Methode des Forum-Theater ein. Als rollen- und schauspielerische Methode für die Bildungsarbeit erprobten die Teilnehmenden, wie sich damit diskriminierende Alltagssituationen reflektieren und neue Handlungsoptionen entwickeln lassen. Parallel beschäftigten sich die Schüler*innen in einem interaktiven Workshop mit Rassismus und Diskriminierung. Durch Übungen, Austausch und Perspektivwechsel wurden sie darin gestärkt, Empathie zu entwickeln und Zivilcourage im Schulalltag zu zeigen.
So entstanden im Laufe des Tages Ideen, wie Schulen aktiv gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung vorgehen und demokratische Werte stärken können. Das Treffen setzte ein starkes Zeichen für Vielfalt, Engagement und gelebte Solidarität im schulischen Kontext. Ein großer Dank gilt der Häselburg Gera und ihrem Team, die diesen gelungenen Tag ermöglicht haben.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 25. März 2026
Um den Gebrauch unserer Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

