SOFT: The Subtle Art of Facilitation
Im Oktober 2025 fand der erste Teil unserer Fortbildungsreihe für Fachkräfte der internationalen Jugendarbeit unter dem Titel »SOFT: The Subtle Art of Facilitation« in Italien statt. Nun war es endlich soweit und der zweite Teil der Veranstaltung wurde in Weimar 06.-12.03.2026 umgesetzt.
Im Seminar hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit sich darauf zu konzentrieren, was es wirklich bedeutet, Lern- und Gruppenprozesse zu begleiten:• Unterstützung unterschiedlicher Lernbedürfnisse und Lernpräferenzen.
• Gemeinsames Gestalten eines Klimas, das selbstgesteuertes Lernen stärkt.
• Flexible Anpassung an individuelle Bedürfnisse und an die der Gruppe.
• Förderung von Zusammenarbeit und gemeinsamem Lernen.
• Lernende ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen – auch wenn es sich manchmal herausfordernd anfühlt.Unser Ziel war es, einen Raum zu schaffen, in dem diese Ideen nicht nur erkundet, sondern auch in der Praxis erlebt werden konnten. Es war eine Gelegenheit, in einem unterstützenden, dynamischen Umfeld zu reflektieren, zu üben und zu wachsen.
Das Projekt wurde in enger Kooperation mit unserem italienischen Projektpartner Terzo Millennio ETS – Laboratorio Di Umana Solidarietá und Dank europäischer Mittel umgesetzt.
Bilder: Corina Pintea, Sarah Mennuni
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 16. März 2026
Courage-Coach-Ausbildung
Vom 6. bis 8. März fand eine neue Ausbildung mit 16 engagierten Schüler*innen aus ganz Thüringen statt. Mit dabei waren die Regelschule Breitungen, das Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt, die Freie Waldorfschule Eisenach, die Oststadtschule Eisenach, das Zabel–Gymnasium Gera, die Bergschule Heilbad-Heiligenstadt und das TGS Kulturanum Jena. Die Veranstaltung war eine Kooperation mit dem Netzwerk für Demokratie & Courage – zwei Teamerinnen vom NDC begleiteten die Teilnehmenden durch das Seminar und vermittelten ihnen einen Grundlagen-Workshop zum Thema Diskriminierung und couragiertem Handeln.
Im Fokus des Seminars: Wissen über Diskriminierung und gesellschaftliche Strukturen aneignen, Perspektiven teilen und im Austausch voneinander lernen. Dabei ging es auch darum, konkrete Handlungsmöglichkeiten für Probleme an den eigenen Schulen zu finden und Courage-AGs zu stärken.
Dafür ging es am Freitagnachmittag los mit dem Austausch an Erwartungen und Wünschen fürs Wochenende. Von jahrelanger Erfahrung in aktiven Courage-AGs bis zu frisch gegründeten und motivierten Gruppen war alles dabei. Ebenso kamen die Teilnehmenden von verschiedenen Schulformen sowie aus ländlichen und städtischen Orten. Schnell wurde klar: in diesem Raum gibt es viele verschiedene Perspektiven! Beim gegenseitigen Kennenlernen halfen ein abendlicher Ausflug in die Innenstadt – und eine lange Runde »Werwolf« vor dem Schlafengehen.
Trotzdem fit ging es am Samstag mit dem Hauptteil des inhaltlichen Programms weiter. Die Gruppe setzte sich vertieft mit Diskriminierung in der Gesellschaft auseinander und nahm dabei vor allem Rassismus in den Blick. Neben Input gab es viel Raum für Erfahrungsaustausch und persönliche Eindrücke. Für den Nachmittag lag der Fokus auf dem anstehenden Workshop, den die Teilnehmenden selbst »erlernen« wollten. Denn Courage-Coach sein bedeutet, an der eigenen Schule Workshops mit jüngeren Klassen zum Thema Diskriminierung und couragiertes Handeln durchführen zu können. Ein mutiger Schritt! Dafür war eine Menge Vorbereitung nötig: Was brauche ich, um einen guten Workshop zu teamen? Wie ticken eigentlich Schüler*innen aus den fünften und sechsten Klassen? Welche Tipps und Tricks helfen beim Moderieren? Und wie gehe ich mit schwierigen Situationen um?
Die Teilnehmenden gingen couragiert selbst ans Werk und erprobten in Kleingruppen die einzelnen Parts des Workshops, der anschließend in den Schulen umgesetzt werden soll. Anschließend stellten sie sich gegenseitig die einzelnen Teile vor, während der Rest der Gruppe eine 5. Klasse simulierte. Während des gesamten Prozesses erhielten sie konstruktive Unterstützung und Feedback durch die erfahrenen Teamerinnen des NDC.
Und so startet ein neuer »Jahrgang« an Courage-Coaches seine Arbeit an den Schulen! Die Rückmeldungen zum Wochenende fielen überwältigend positiv aus: Neben Austausch, Lernen und dem Ausprobieren mutiger Schritte hatten Alle zusammen auch eine große Menge Spaß.
Liebe Courage-Coaches, DANKE für euren Einsatz und eure Zeit! Es war inspirierend, mit euch zusammenzuarbeiten. Die nächste Möglichkeit gibt es dann Ende des Jahres – vom 6. bis 8. November findet die nächste Schulung statt.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 06. März 2026
Stipendien 2026/2027: Jetzt für FranceMobil und mobiklasse.de bewerben
Das Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW) vergibt gemeinsam mit seinen Partnern auch für das Schuljahr 2026/2027 wieder Stipendien für die beliebten Programme FranceMobil und mobiklasse.de.
Gesucht werden motivierte junge Erwachsene aus Frankreich und Deutschland, die Lust haben, an Schulen im Nachbarland zu arbeiten und Kinder sowie Jugendliche spielerisch für Sprache, Kultur und internationale Mobilität zu begeistern.
Mit Sprache und Kultur begeistern – ein Schuljahr im Nachbarland
Als Lektorin oder Lektor von FranceMobil bzw. mobiklasse.de besuchen Sie Schulen im jeweiligen Partnerland und gestalten interaktive, kreative Aktivitäten rund um die französische oder deutsche Sprache und Kultur. Gleichzeitig informieren Sie über Austauschprogramme und machen Mut, eigene Auslandserfahrungen zu sammeln.
Die Programme leisten damit einen wichtigen Beitrag zur deutsch-französischen Zusammenarbeit, zur interkulturellen Bildung und zur Förderung europäischer Mobilität.
Wer kann sich bewerben?
- FranceMobil: junge Menschen aus Frankreich
- mobiklasse.de: junge Menschen aus Deutschland
Die Bewerbung erfolgt über ein Online-Bewerbungsformular:
- Für FranceMobil bitte die französische Sprachversion wählen
- Für mobiklasse.de bitte die deutsche Sprachversion wählen
Bewerbungsfrist
Bewerbungsschluss: 31. März 2026
Jetzt bewerben und Teil des Programms werden
Alle Informationen zu den Voraussetzungen, dem Stipendium und dem Bewerbungsverfahren finden Sie in den offiziellen Ausschreibungen für das Schuljahr 2026/2027 auf den jeweiligen Programmseiten.auf Facebook teilen · veröffentlicht am 25. Februar 2026
VOLU.M.E Mentoring: Design to Align (II) | 16.-22.02.2026| Weimar (EJBW)
Nach einer gemeinsamen Woche auf Zypern im Herbst 2025 traf sich Seminargruppe, bestehend aus Jugendarbeiter*innen, Mentor*innen und Koordinator*innen von Freiwilligenprojekten aus ganz Europa in Weimar, um weiter am Thema »Mentoring« im Europäischen Solidaritätskorps (ESK) zu arbeiten.
Im Mittelpunkt stehen die Auseinandersetzung mit der Rolle von Mentor*innen in internationalen Freiwilligendiensten (wie dem Europäischen Solidaritätskorps, ESK) und die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von Mentoring innerhalb der teilnehmenden Organisationen. Ziel ist es, bestehende Mentoringprozesse zu analysieren und passgenaue Entwicklungswege zu gestalten, die den jeweiligen Kapazitäten von Organisation, Mentor*innen, Freiwilligen und den Projekten gerecht werden.
Ein besonderer Fokus liegt darauf, Koordinator*innen und Mentor*innen derselben Organisation einzubeziehen, um ein abgestimmtes Verständnis und eine nachhaltige Umsetzung von Mentoringprozessen zu fördern.
12 Jahre VOLU.M.E – eine Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit: seit der ersten Veranstaltung im Jahr 2014 ist die VOLU.M.E-Reihe kontinuierlich gewachsen:
- 25 internationale Aktivitäten in ganz Europa
- über 600 Teilnehmende
- mehr als 70 Partnerorganisationen
Das Netzwerk hat in dieser Zeit unzählige Lernerfahrungen, neue Partnerschaften und innovative Ansätze für Freiwilligenarbeit und Mentoring hervorgebracht. »Design to Align« ist ein Projekt des europäischen Netzwerks »The Constellation«, bestehend aus:
- EJBW (Weimar, Deutschland)
- Politistiko Ergastiri Ayion Omoloyioton (Lefkosia, Zypern)
- Pro Vobis (Cluj-Napoca, Rumänien)
- Cluj-Napoca Volunteer Centre Centre (Cluj-Napoca, Rumänien)
- Terzo Millennio (Lecce, Italien)
- Hors Pistes (Marseille, Frankreich)
- La Víbria Intercultural (Terrassa, Spanien)
- Team for Youth (Baia Mare, Rumänien)
- Esplora (Itri, Italien)
Gefördert von der Europäischen Union.
Bilder: Corina Pintea, Arianna Curreli, Diana Bere, Orsi Biro
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 24. Februar 2026
Jugendbeteiligung: Zuhören statt Vermuten
Youth Voices Rising: Was junge Menschen wirklich brauchen
Junge Menschen wollen mitreden und etwas verändern. Doch wie können sie dabei bestmöglich unterstützt werden? Eine neue Untersuchung aus dem Netzwerk von Generation Europe – The Academy zeigt: Während Fachkräfte häufig über strukturelle Rahmenbedingungen nachdenken, wünschen sich Jugendliche vor allem praktische Beteiligungsmöglichkeiten und konkrete Werkzeuge für eine wirksame Interessenvertretung. Genau hier setzt die Erasmus+ Kooperationspartnerschaft Youth Voices Rising an. Neun europäische Jugendorganisationen haben gemeinsam eine umfassende Bedarfsanalyse durchgeführt – sie bildet die Grundlage für die kommenden Projektaktivitäten.
Drei Perspektiven für ein besseres Verständnis
Interessenvertretung – oder Advocacy – gelingt am besten, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Doch decken sich die Angebote der Organisationen tatsächlich mit den Wünschen junger Menschen? Um diese Frage zu beantworten, hat das Team der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) Jugendliche sowie Verantwortliche aus NGOs der Jugendarbeit und Jugendhilfeträgern in mehreren europäischen Ländern befragt. Dieser Rundumblick macht sichtbar, wo Wahrnehmungen übereinstimmen – und wo sie auseinandergehen. Im Zentrum stand die Frage:
Wie können wir junge Menschen bestmöglich empowern?
Weniger Theorie, mehr Praxis
Die Botschaft vieler Jugendlicher ist klar: »Less Theory, More Action.« Sie möchten lernen: selbstbewusst vor Gruppen zu sprechen, Kampagnen zu planen und Entscheidungsträger*innen auf Augenhöhe zu begegnen. Fachkräfte sehen zusätzlich strukturelle Hürden wie fehlende Ressourcen oder Sprachbarrieren. Die Analyse zeigt: Es braucht starke unterstützende Strukturen – kombiniert mit praxisnahen Methoden, die Selbstvertrauen und Selbstständigkeit fördern.
Vom Papier direkt in die Aktion
Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die Projektpraxis ein: in ein internationales Lobbying-Training in Thessaloniki sowie ein Multiplier-Training für lokale Lobbyist*innen in Bad Liebenzell. Statt trockener Theorie setzt das Programm auf Simulationen, Public-Speaking-Übungen und reale Begegnungen mit politischen Akteur*innen. In den kommenden Monaten organisieren die Teilnehmenden lokale Lobbying-Trainings in: Deutschland, Italien, Portugal, Ungarn, Griechenland und Spanien.
Ein Werkzeug für die Community
Die Analyse zeigt exemplarisch, wie evidenzbasierte Jugendarbeit funktionieren kann. Ein zentrales Ergebnis: Junge Menschen sehen Bildungsgerechtigkeit als Top-Priorität für Advocacy – ein Schwerpunkt, der von Organisationen teils unterschätzt wird. Zudem wird deutlich: Nicht fehlendes Interesse ist das Problem, sondern häufig das Gefühl, politisch nicht ernst genommen zu werden. Wir laden alle Akteur*innen der Jugendarbeit und politischen Bildung ein, die Ergebnisse für ihre eigene Praxis zu nutzen.
Bereits zuvor ist im Rahmen von Generation Europe – The Academy das Policy Paper
»Young Voices for Youth Work« erschienen. Darin formulieren junge Menschen aus neun europäischen Ländern ihre Vision für eine nachhaltige, gut finanzierte und inklusive Jugendarbeit in Europa. Die Kooperationspartnerschaft Youth Voices Rising wird kofinanziert von der Europäischen Union.https://generationeurope.org/youthvoices/
Generation Europe – The Academy ist ein internationales Netzwerk von Organisationen der Jugendarbeit und ein Förderprogramm für europäische Zusammenarbeit. Koordiniert wird es vom Internationales Bildungs- und Begegnungswerk (IBB e.V.) in Dortmund.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 23. Februar 2026
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