SchulBrücke Europa – Erinnern für die Zukunft Europas

Projekt für Jugendliche

05. – 13. Oktober 2017

geschlossene Veranstaltung

deutsch

Der Brite Neil MacGregor, Nationalpreisträger 2015, schätzt an der deutschen Geschichtsschreibung, dass sie sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt, um daraus für die Zukunft Lehren zu ziehen, und er empfiehlt dies auch der europäischen. Der Italiener Giorgio Agamben fordert, angesichts der gegenwärtigen Krisen, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, um die letzte Chance einer friedlichen Zukunft Europas nicht zu verspielen. Dabei betont er, dass die Identität Europas, die europäischen Werte und die Zukunft Europas, sich nur über deren Vergangenheit begründen und verstehen lassen.

Mit der Arbeit an einem Zeitstrahl ermöglichen wir den Teilnehmenden einen ungewohnten und komplexen Blick auf die Geschichte Europas, welchen sie durch die eigene Auseinandersetzung mit Primärtexten von Größen der europäischen Geistesgeschichte und Informationen zu zentralen Ereignissen und Knotenpunkten der europäischen Geschichte und Gegenwart füllen. Ihre Auseinandersetzung zu ausgewählten ökonomischen und ökologischen, zu Menschenrechts- und Demokratiefragen und zur Entwicklung europäischer Werte mündet in der speziell für dieses Projekt konzipierten Methode der Abfassung von Zukunftsgeschichten. Die Teilnehmenden werden so angeregt, geschichts- und erfahrungsgesättigte Zukunftsentwürfe zu denken, zu formulieren und ihre Utopiekompetenz auf die Gestaltung der Zukunft Europas zu richten.

Veranstaltungsort

EJBW

Leitung

Dr. Frithjof Reinhardt, Thomas von der Gönna (EJBW)

Kooperation

Deutsche Nationalstiftung, Robert Bosch Stiftung GmbH

Hinweis

Seminarsprache ist Deutsch.