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  • Pilot-Trainingsseminar und anschließendes Expert*innen-Treffen zum Thema »No Hate Speech« in der EJBW

    Gestern startete in der EJBW das Seminar »Combatting Hate Speech through International Youth Work« mit Teilnehmenden aus verschiedenen Europäischen Ländern

    Um gegen Hass und Diskriminierung im Internet vorzugehen, hat der Europarat im März 2013 die »No Hate Speech Movement« ins Leben gerufen. Ziel war bzw. ist es, sich offensiv gegen Hetze zu positionieren, Gegenstrategien zu entwickeln und Betroffene zu unterstützen. Am 22. Juli 2016 startete nun auch die deutsche Kampagne, gefördert durch das BMFSFJ. Mit der Veranstaltung »Combatting Hate Speech through International Youth Work« möchten IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. und die Mitinitiator*innen dem Bedarf nach Qualifizierungsangeboten im Feld der Internationalen Jugendarbeit begegnen und einen aktiven Beitrag zum »No Hate Speech Movement« leisten.

    Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung von Fachwissen, das Erproben von methodischen Tools und Good-Practise-Ansätzen (On- und Offline) rund um das Thema Menschenrechtsbildung und No Hate Speech im Besonderen. Darüber hinaus soll es genügend Raum geben, um bereits bestehende Projektideen möglichst im Tandem mit den Partnern und auf Augenhöhe weiterzuentwickeln. Das Pilot-Trainingsseminar basiert auf Bookmarks, dem Handbuch zur Bekämpfung von Hassreden durch Menschenrechtsbildung und Inputs deutscher Expert*innen bzw. Organisationen.

    »Im Nachgang der gesamten Veranstaltung soll als Produkt ein tragfähiges Konzept entwickelt werden, das interessierten NGOs in Deutschland und Europa als Grundlage für eigene Trainings dient. Es soll Jugendliche dazu befähigen, über On- und Offline-Aktivitäten Haltung zu beziehen und internationalen Austausch zu stärken«, so Markus Rebitschek, Bildungsreferent für Internationale Jugendarbeit an der EJBW.

    Am 9. Juni wird der Kreis um Expert*innen aus Politik und Zivilgesellschaft erweitert. Ziel des Treffens ist es, Ergebnisse aus dem Training zu reflektieren und Empfehlungen zur Nachahmung für Akteure aus den Bereichen Politik, Bildung und Medien zu formulieren. Zu Gast sind unter anderem Madeleine Henfling (stellvertretende Parlamentarische Geschäftsführerin (Bündnis90/Die Grünen) und Sprecherin für Wissenschaft, Kultur, Medien, Netzpolitik, Datenschutz, Europa und Strategien gegen Rechtsextremismus), Sina Laubenstein (Journalistin, Social Media-Expertin und Leiterin des »No Hate Speech Movement DE« der Neuen Deutschen Medienmacher). Außerdem werden Menno Ettema (Koordinator der »No Hate Speech Campaign« des Europarats und Johannes Baldauf, Leiter des Projekts »de:hate – Monitoring und Analyse zu digitalen Phänomenen« der Amadeu Antonio Stiftung) erwartet.

    Pressevertreter*innen sind dazu herzlich eingeladen!

    Die Veranstaltung wird ermöglicht durch das Zusammenwirken von Europarat, IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., Neue deutsche Medienmacher e.V. als Koordinierungsstelle für die deutsche »No Hate Speech« Kampagne und der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW).

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 07. Juni 2017