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  • Jugendbegegnung in Weimar zum Thema »Weimarer Dreieck - Europa 2030: Schaffen wir das?«

    Heute startet die internationale Jugendbegegnung der Weimarer Partnerstädte für Jugendliche aus Frankreich, Italien, Polen und Deutschland in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar.

    Die internationale Jugendbegegnung »Weimarer Dreieck – Europa 2030: Schaffen wir das?« findet vom 23.-29. August 2016 im Rahmen des 25-jährigen Jahrestages des Weimarer Dreiecks statt, welcher u.a. mit dem Besuch der Außenminister Jean-Marc Ayrault (Frankreich), Witold Waszykowski (Polen) und Frank-Walter Steinmeier (Deutschland) am 28. August in Weimar und der Präsentation der Ergebnisse der Begegnung mit den Außenministern gefeiert wird. Im Projekt werden sich die 33 Teilnehmenden aus Weimar und aus den Weimarer Partnerstädten Blois, Zamosc und Siena intensiv mit den Themen »Nationalismus & Populismus«, »Werte«, »Lebenswelten & Zukunftsvorstellungen« auseinander setzen. Die Jugendbegegnung ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Weimar, des stellwerk Weimar e.V. – junges Theater, der EJBW und der Projektpartner aus Frankreich, Italien und Polen. Die Begegnung findet unter dem Dach der EJBW statt.

    Eine Woche lang beschäftigen sich die 16- bis 20-jährigen Jugendlichen mit folgenden Fragen:

    • Wie stehen Demokratie, Nationalismus & Populismus zueinander? Schließen sie einander aus? Bedingen sie einander?
    • Was sind eigentlich Werte? Welche Werte sind uns wichtig?
    • Wie kann eine Gesellschaft von morgen ohne Verteilungsprobleme leben?
    • Wie sieht unser Leben in Europa 2030 aus und welche Wünsche und Anforderungen haben wir an unser Leben 2030?

    »Es stellt sich verstärkt die Frage, ist das Europa in dem wir heute leben »nur« ein Europa der Banken oder doch eine Wertegemeinschaft mit dem Anspruch sozialer Gerechtigkeit und der Menschenrechte für alle seine Bewohner*innen? Besonders in Hinblick auf das Erstarken rechter Populisten in nahezu allen europäischen Ländern zeigt sich: Demokratie ist kein Selbstläufer, Werte und demokratisches Handeln müssen erworben und eingeübt werden. Die Begegnung zwischen Jugendlichen aus Frankreich, Italien, Polen und Deutschland möchte seinen Beitrag zu dieser Auseinandersetzung leisten«, so Markus Rebitschek, Bildungsreferent für internationale Jugendarbeit an der EJBW.

    Eine zentrale Rolle spielen im Programm der Jugendbegegnung die Kunstworkshops »Medienwerkstatt«, »Theater & Performance« sowie »Kunst im öffentlichen Raum (Schrift & Gestaltung)«. Die Workshops selbst werden von erfahrenen Profis aus der Kunst- und Kulturszene geleitet. Die Jugendlichen teilen sich individuell auf die Kunstworkshops auf und bereiten drei Bühnenpräsentationen für die Festveranstaltung am Sonntag vor. Präsentiert werden eine dreiminütige Tanz- und Performanceshow mit theatralen Elementen und Musik, ein dreiminütiger Kurzfilm und eine Fotoausstellung.

    Neben der Erarbeitung der Themen und Ideen in den politischen Workshops und Kunstworkshops nehmen Jugendliche auch an den Exkursionen und den gemeinsamen Freizeitaktionen teil. Die Ergebnisse des Projektes und die gefundenen Antworten auf die Frage nach einem Leben in Europa im Jahr 2030 präsentieren Jugendliche im Rahmen des Besuchs der Außenminister Jean-Marc Ayrault (Frankreich), Witold Waszczykowski (Polen) und Frank-Walter Steinmeier (Deutschland) am 28. August 2016 in Weimar. Die Präsentation gehört zum Rahmenprogramm der »Weimarer Dreieck«-Konferenz mit den drei Außenministern und findet ab 17:00 Uhr im Festsaal der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar statt. Dazu sind alle Medienvertreter*innen herzlich eingeladen sind.

    Die Jugendbegegnung findet hauptsächlich in englischer Sprache statt.

    Das Projekt wird durchgeführt mit finanzieller Unterstützung des Programms Erasmus+ der Europäischen Kommission, der Thüringer Staatskanzlei, der Sparkasse Mittelthüringen, des Auswärtigen Amts und des Deutsch-Französischen Jugendwerks OFAJ.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 23. August 2016