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  • Die EJBW führt Bundesmodellprojekt »Seminarleiter*innen-Ausbildung von und mit Geflüchteten« durch

    Die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar setzt sich für Bildung gegen Vorurteile – für ein besseres Miteinander in der Gesellschaft. Das Modellprojekt der EJBW erhält Zuschlag unter 600 Projektvorschlägen bundesweit.

    Am kommenden Wochenende, dem 21. und 22. Mai, treffen sich 35 junge Deutsche und Ausländer*innen in der »Europäischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar« (EJBW), um sich zu Seminarleiter*innen ausbilden zu lassen. Sie werden gemeinsam Workshops der politischen Bildung erarbeiten und diese dann an Schulen in Weimar und Thüringen anbieten. Damit beginnt ein Bundesmodellprojekt, dessen Ziel es ist, für mehr Anerkennung und Verständnis gegenüber Zuwander*innen zu werben. Stereotypen, Vorurteilen und Desinformation soll entgegen getreten werden.

    Auf dieses Treffen werden sieben weitere gemeinsame Ausbildungs-Wochenenden zu Themen der non-formalen politischen Bildung folgen. Migrant*innen und Deutsche bilden jeweils Teams, die gemeinsam einen Seminarbaustein gestalten. Themen der Bildungsangebote sind die folgenden: Christentum und Islam, gesellschaftliche Werte, (Zeit-)Geschichte in Deutschland und im Nahen Osten, Stereotype und Vorurteile, Geschlechterrollen, Familie, Traditionen und Bräuche, Sexualität und gesellschaftliche Vielfalt etc. Von den Workshops können auch Institutionen in und um Weimar profitieren: sie können ein Trainer*innen-Paar für einen Workshop anfragen.

    Ziel ist es, »eine Begegnung auf Augenhöhe zwischen Geflüchteten und Deutschen, die gemeinsam Workshops konzipieren, umsetzen und dabei viel über die jeweils anderen lernen, herzustellen«, so wünscht es sich Eric Wrasse, pädagogischer Leiter der EJBW. »Wir brauchen jetzt dringender denn je derart ausgebildete Menschen, die Brückenbauer*innen zwischen Deutschen und Geflüchteten sind«, ergänzt er.

    Es handelt sich bei diesem Training um ein Modellprojekt, das bisher einmalig in Deutschland ist und sich gegenüber 600 anderen Projektanträgen durchgesetzt hat. Gefördert wird es aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 19. Mai 2016