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Pressemitteilungen

  • Kohle für coole Idee - Von dir gedacht, für alle gemacht

    Weimarer Jugendforum geht in die zweite Runde

    Auch in diesem Jahr können Kinder und Jugendliche von neun bis 21 Jahre ihre eigenen Ideen umsetzen und dafür Geld erhalten. Alle Projektideen sind willkommen, die ein tolerantes Miteinander, Integration oder Begegnung ermöglichen. Das können ein Fest der Vielfalt, ein Filmprojekt, eine Demo, eine Umweltaktion und vieles mehr sein.

    Vom 2. bis 5. Oktober findet täglich von 9.30 bis 17.00 Uhr eine offene Werkstatt des Weimarer Jugendforums statt. Hier können Kinder und Jugendliche mit ihren Projektideen im Kinderbüro im mon ami beraten werden. Die Teilnehmenden werden dabei unterstützt, ihre Ideen weiterzuentwickeln, einen Projektplan aufzustellen und diesen am Ende der Ferien zu präsentieren.
    Wer in den Herbstferien nicht da ist, kann bereits am 28.September von 15.30 bis 17.30 Uhr mit seiner Projektidee ins Kinderbüro kommen.
    Alle Kinder und Jugendlichen Weimars sind aufgefordert, am 06. Oktober von 9.00 bis 12.00 Uhr die Projekte kennenzulernen und darüber abzustimmen, welche Aktionen finanziell gefördert werden. Das Weimarer Jugendforum findet im Rahmen des »Festivals der Möglichkeiten« im mon ami statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
    Das Jugendforum bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich in der Stadt zu engagieren. Dabei übernehmen sie Verantwortung für sich und für andere.

    Weitere Informationen unter www.kinderbuero-weimar.de
    Das Weimarer Jugendforum wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« und vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Thüringer Landesprogramms »denkbunt – für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit«

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 26. September 2017

  • Auf dem Weg zur Zivilgesellschaft

    10. September 2017 – 4. Bürgerfest des Thüringer Geschichtsverbund

    Ende der 1980er Jahre ächzt die DDR. Die Führungsriege ist alt, die sozialistische Utopie aufgebraucht und die Hoffnung vieler auf eine glückliche Zukunft dahin. Zugleich engagieren sich einige Menschen in Umwelt-, Friedens- und Menschenrechtsgruppen, um ihre Zukunft mitzugestalten. 1987 stürmt das MfS die Umweltbibliothek und die Arbeit dieser Gruppen wird auf einmal für die Öffentlichkeit wahrnehmbar. Mit der Charta 77 in der ČSSR ist da bereits ein Grundstein für die 0st(mittel)europäische Demokratieentwicklung gelegt.

    Am 10. September 2017 ab 14 Uhr lädt der Thüringer Geschichtsverbund zusammen mit der Stadt Erfurt in und um die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße zum 4. Bürgerfest ein. Unter dem Thema »Auf dem Weg zur Zivilgesellschaft« stellen die Vereine, Gedenkstätten, Grenzlandmuseen, Archive und Beauftragten des Geschichtsverbundes auf einem »Marktplatz« ihre Arbeit und Projekte vor. Beim Quiz Contest um 15:15 Uhr fragen wir mit einem Augenzwinkern nach den Ideen der oppositionellen Bewegungen und den Geist der sie damals trug. Die Kinder können sich einen ganzen Tag lang durch die Geschichte rätseln und bei der Märchenfrau Verenika spannenden Geschichten lauschen.

    Es gibt Führungen durch das Haus und in einer Podiumsdiskussion um 16 Uhr wird der Moderator Henry Bernhard (Deutschlandradio) mit seinen Gäste Dr. Jens Gieseke (Historiker), Angelika Schön (Bürgerrechtlerin), Dr. Aribert Rothe (Jugendpfarrer i.R.) und Aram Radomski (Fotograf) über das Erwachen der Zivilgesellschaft in der DDR sprechen.

    Getanzt wird ab 18:30 Uhr! Die Band FREDDY FISCHER & HIS COSMIC ROCKTIME BAND bietet einen spannenden Mix aus Funk und Disko. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. Der Eintritt für den Tag und das Konzert ist frei.

    Kathrin Schwarz
    Veranstaltungen & Öffentlichkeitsarbeit

    STIFTUNG ETTERSBERG
    Europäische Diktaturforschung Aufarbeitung der SED-Diktatur
    Fon: +49 361 – 219 212 14
    Fax: +49 361 – 219 212 20
    Mail: schwarz@stiftung-ettersberg.de
    stiftung-ettersberg.de

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 01. September 2017

  • Lokaler Aktionsplan Weimar fördert weitere Projekte in den Stadtteilen

    Der Lokale Aktionsplan Weimar (LAP) fördert in diesem Jahr noch einmal sechs Demokratieprojekte mit einer Summe von rund 15.000 Euro. Seit Anfang 2017 wurden insgesamt 16 Vorhaben mit etwa 60.000 Euro unterstützt. Darüber hinaus sind weiterhin Anträge für Mikroprojekte möglich.

    Bei der Entscheidung über die aktuellen Projektanträge legte der Begleitausschuss vor allem Augenmerk auf die Stadteile Weimar Nord, Weimar Schöndorf und Weimar West.

    Rund 8.000 Euro erhält der Verein cultures interactive e.V. mit dem Projekt »Weimar on stage«. Dabei sind Schulprojekttage am Förderzentrum in Weimar Nord und an einer Schule in Schöndorf geplant. Schüler und Schülerinnen sollen sich mit den Themen »Vorurteile und Toleranz« auseinandersetzen. In jugendkulturellen Workshops, unter anderem in den Bereichen HipHop, Electro, Skateboarding, Radio und Video, können politische Themen und Haltungen künstlerisch und medial dargestellt werden.

    Der Jugendclub Nordlicht Weimar e.V. wird mit 4.500 Euro für das Projekt »Hotchpotch« gefördert. Der Jugendclub plant, einen Teil seines Außenbereichs umzugestalten. Dabei sollen Kinder und Jugendliche, die den Club besuchen, und Menschen, die in Weimar Nord leben, an der Ideenfindung, Bedarfsanalyse, Projektplanung und Umsetzung aktiv beteiligt werden. Am Ende soll ein »Hotchpotch« entstehen, ein Treffpunkt für die Bürger und Bürgerinnen des Ortsteils – ungeachtet von Herkunft und Alter.

    Zudem wurden Mikroprojekte mit einer Summe von rund 1.000 Euro gefördert. Es können weiterhin Anträge für Kleinstprojekte im Rahmen bis 500 Euro beim LAP gestellt werden!

    Antragsformulare für Mikroprojekte finden Sie unter: http://stadt.weimar.de/stadtverwaltung/tolerantes-weimar/projekte-foerderrichtlinien/

    Die Projektanträge sind bei der Koordinierungs- und Fachstelle per E-Mail und Post (mit Unterschrift im Original) einzureichen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 27. Juli 2017

  • Ulrich Grober liest im Rahmen der SchulBrücke Weimar

    Vom Wert der Nachhaltigkeit: Am 12. Juni 2017 um 19:30 Uhr findet eine Autorenlesung im Reithaus statt. Grober stellt sein neu erschienenes Buch »Der leise Atem der Zukunft« vor

    Alle reden von »Werten« und Wertegemeinschaft. Doch eine wirkliche Klärung der Wertewelt, die wir angesichts der globalen Krisen so dringend bräuchten, findet so gut wie nicht statt. Stattdessen herrscht der Tunnelblick. Die unverhältnismäßige Fokussierung auf einzelne, isoliert gesehene Probleme schürt die bestehenden Ängste. Fundamentalisten jeglicher Couleur beuten sie aus, um sich gegenseitig und uns allen das Leben zur Hölle zu machen.

    »Der leise Atem der Zukunft« von Ulrich Grober plädiert dafür, einen Schritt zurückzutreten und das Blickfeld neu zu öffnen. Nachhaltigkeit ist eine mindestens ebenso starke Realität in unserer Gesellschaft wie die Krise. Sie ist zuerst ein ethisches Prinzip. So wie die menschliche Würde ist auch die Integrität der natürlichen Lebensgrundlagen unantastbar. Es lohnt sich, unsere Aufmerksamkeit auf das zu richten, was heute schon eine wünschenswerte und lebbare Zukunft enthält: eine Kultur der Empathie, Entschleunigung, Selbstbeschränkung – des guten Lebens.

    Auf seiner Reise durch das Land erkundet Ulrich Grober »Landmarken« eines solchen Wertewandels und entwirft »eine neue Art von Heimatkunde«, schreibt die FAZ.

    Die Lesung gehört zum Rahmenprogramm der aktuell stattfindenden SchulBrücke Weimar, einem einwöchigen Jugendprojekt der EJBW. Im Juni und September 2017 treffen sich Jugendliche aus verschiedenen europäischen Ländern für acht Tage in Weimar, um gemeinsam nach Lösungen für ökonomische, ökologische oder genderspezifische Probleme suchen. Sie thematisieren Fragen zum guten Leben und knüpfen dabei an den Suchprozessen der Weimarer Klassik an. Das Projekt dient den Jugendlichen dazu, sich mit europäischen Zukunftsfragen im Kontext der Weimarer Klassik auseinanderzusetzen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 10. Juni 2017

  • Pilot-Trainingsseminar und anschließendes Expert*innen-Treffen zum Thema »No Hate Speech« in der EJBW

    Gestern startete in der EJBW das Seminar »Combatting Hate Speech through International Youth Work« mit Teilnehmenden aus verschiedenen Europäischen Ländern

    Um gegen Hass und Diskriminierung im Internet vorzugehen, hat der Europarat im März 2013 die »No Hate Speech Movement« ins Leben gerufen. Ziel war bzw. ist es, sich offensiv gegen Hetze zu positionieren, Gegenstrategien zu entwickeln und Betroffene zu unterstützen. Am 22. Juli 2016 startete nun auch die deutsche Kampagne, gefördert durch das BMFSFJ. Mit der Veranstaltung »Combatting Hate Speech through International Youth Work« möchten IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. und die Mitinitiator*innen dem Bedarf nach Qualifizierungsangeboten im Feld der Internationalen Jugendarbeit begegnen und einen aktiven Beitrag zum »No Hate Speech Movement« leisten.

    Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung von Fachwissen, das Erproben von methodischen Tools und Good-Practise-Ansätzen (On- und Offline) rund um das Thema Menschenrechtsbildung und No Hate Speech im Besonderen. Darüber hinaus soll es genügend Raum geben, um bereits bestehende Projektideen möglichst im Tandem mit den Partnern und auf Augenhöhe weiterzuentwickeln. Das Pilot-Trainingsseminar basiert auf Bookmarks, dem Handbuch zur Bekämpfung von Hassreden durch Menschenrechtsbildung und Inputs deutscher Expert*innen bzw. Organisationen.

    »Im Nachgang der gesamten Veranstaltung soll als Produkt ein tragfähiges Konzept entwickelt werden, das interessierten NGOs in Deutschland und Europa als Grundlage für eigene Trainings dient. Es soll Jugendliche dazu befähigen, über On- und Offline-Aktivitäten Haltung zu beziehen und internationalen Austausch zu stärken«, so Markus Rebitschek, Bildungsreferent für Internationale Jugendarbeit an der EJBW.

    Am 9. Juni wird der Kreis um Expert*innen aus Politik und Zivilgesellschaft erweitert. Ziel des Treffens ist es, Ergebnisse aus dem Training zu reflektieren und Empfehlungen zur Nachahmung für Akteure aus den Bereichen Politik, Bildung und Medien zu formulieren. Zu Gast sind unter anderem Madeleine Henfling (stellvertretende Parlamentarische Geschäftsführerin (Bündnis90/Die Grünen) und Sprecherin für Wissenschaft, Kultur, Medien, Netzpolitik, Datenschutz, Europa und Strategien gegen Rechtsextremismus), Sina Laubenstein (Journalistin, Social Media-Expertin und Leiterin des »No Hate Speech Movement DE« der Neuen Deutschen Medienmacher). Außerdem werden Menno Ettema (Koordinator der »No Hate Speech Campaign« des Europarats und Johannes Baldauf, Leiter des Projekts »de:hate – Monitoring und Analyse zu digitalen Phänomenen« der Amadeu Antonio Stiftung) erwartet.

    Pressevertreter*innen sind dazu herzlich eingeladen!

    Die Veranstaltung wird ermöglicht durch das Zusammenwirken von Europarat, IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., Neue deutsche Medienmacher e.V. als Koordinierungsstelle für die deutsche »No Hate Speech« Kampagne und der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW).

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 07. Juni 2017

  • Politische Bildung in der postfaktischen Gesellschaft

    Am 22. und 23. Juni 2017 beschäftigen sich Fachkräfte und Wissenschaftler*innen in Weimar mit den Problemen der non-formalen Bildungsarbeit in »Postfaktischen Zeiten«

    Unter dem Titel »Politische Bildung in der postfaktischen Gesellschaft« lädt die EJBW Ende Juni Multiplikator*innen aus dem pädagogischen Bereich zum fachbezogenen Austausch am »Lernort Weimar« ein. Im Mittelpunkt der Tagung stehen brisante Fragen von aktueller Bedeutung:

    »Wie erreichen wir die, die Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen wollen?«, lautete der Untertitel einer Diskussionssendung auf Deutschlandradio Kultur im Oktober 2016. Im Prinzip handelt es sich hier um eine alte Frage, die sich in Bezug auf politische Bildungsarbeit immer wieder stellt. Doch scheint sich mit der Wahl von Donald Trump, mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU, dem so genannten »Brexit«, oder auch den populistischen Entwicklungen in Deutschland & Europa eine neue Qualität anzubahnen.
    Die für einen demokratischen Diskurs notwendigen Argumente und Belege treten in den Hintergrund und werden durch gefühlte Stimmungen und emotionale Zustände ersetzt. Es zählt mehr, was ich fühle und weniger, was ich weiß. Doch was hat das mit politischer Bildung zu tun? Geht es hier nicht auch darum, Emotionalität zu erzeugen, um Aktivität zu erreichen? Was heißt überhaupt ein postfaktisches Zeitalter?

    Im Rahmen der Fachkonferenz soll es darum gehen, Antworten zu finden. In einem Mix aus Inputs durch »keynote speakers«, Diskussionen und Expert*innenworkshops werden sowohl historische Entwicklungen der politischen Bildung als auch innovative Konzepte vorgestellt. Dabei soll der »Lernort Weimar«, der zumindest in Deutschland ein Symbol der Aufklärung ist, als Inspiration dienen.
    Unter den Referent*innen sind sowohl Wissenschaftler*innen aus dem Hochschulbereich als auch Praktiker*innen der schulischen und außerschulischen (Jugend-) Bildung, die bundesweit tätig sind.

    Das Seminar richtet sich an Lehrer*innen und pädagogische Mitarbeiter*innen unterschiedlicher Fachrichtungen, außerschulische Multiplikator*innen, Wissenschaftler*innen und Interessierte. Gefördert wird die Veranstaltung u. a. aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP).

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 02. Juni 2017

  • Einladung zur Abschiedsfeier von Moritz Kilger

    Am 18. Mai 2017 verabschiedet die EJBW ihren bisherigen Leiter

    Aus Anlass des Ausscheidens von Moritz Kilger veranstaltet die EJBW am Donnerstag, den 18. Mai 2017 eine kleinere Feier für Mitarbeitende und Wegbegleiter*innen der letzten Jahre. Die Festivität findet im Seminarraum BERLIN der EJBW, Jenaer Str. 2-4, 99425 Weimar, von 16:00 bis 20:00 Uhr statt. Medienvertreter*innen sind ebenfalls herzlich eingeladen.
    Dr. Moritz Kilger verlässt die EJBW nach fast fünf Jahren erfolgreicher Arbeit Ende Juni 2017. Er wurde zum Vorstand der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« gewählt und nimmt in Berlin am 1. Juli 2017 seine Arbeit auf. Der Stiftungsvorstand wird sich ausreichend Zeit für eine gute Nachfolgeregelung nehmen. Über das Bewerbungsverfahren und die Nachbesetzung der Leiter*in-Stelle wird zum späteren Zeitpunkt informiert.

    Während seiner Amtszeit hat Moritz Kilger das Bild der Stiftung entscheidend geprägt und die EJBW strategisch, strukturell und kulturell neu ausgerichtet. Dabei standen für ihn die Mitarbeitenden und das Wohl der EJBW immer im Vordergrund. Zudem hat er sich als Leiter immer wieder mit Engagement in die pädagogische Arbeit eingebracht, beispielsweise durch das Einrichten des Arbeitsschwerpunktes
    »Wohlstand ohne Wachstum«.

    Das Team der EJBW bedauert sein Ausscheiden: »Ich finde es sehr schade, dass Moritz Kilger unsere Einrichtung verlässt. Er hat uns als Leiter sehr motiviert, eigenverantwortlich zu handeln, ohne dabei Angst vor Fehlern zu haben. Er hat uns stets in unserer Arbeit bestärkt und hatte immer ein offenes Ohr für Probleme bzw. »Herausforderungen«, wie er sie nannte«, so Monic Zillger, Buchhalterin.

    Für Interviewanfragen steht Dr. Moritz Kilger bis zum 18. Mai 2017 gerne zur Verfügung.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 15. Mai 2017

  • Pädagogik und Postkolonialismus – Neues Thema im Programm der EJBW

    Zu dieser vielschichtigen Thematik finden das Vorbereitungstreffen und die Gruppenleiter*innenausbildung vom 28.April bis 04.Mai in Berlin und Weimar statt

    Heute startet in Berlin das Vorbereitungstreffen und die Gruppenleiter*innenausbildung für Jugendliche aus Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien und Deutschland im Rahmen des Projektes »Revealing Colonialism«. Ab dem 30. April geht die Veranstaltung in Weimar weiter.

    Schwerpunkte der Veranstaltung in Berlin und Weimar sind die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Pädagogik & Kolonialismus sowie die Planung einer gemeinsamen Jugendbegegnung im September in Portugal, d.h. die inhaltliche als auch organisatorische Umsetzung des Jugendaustauschs gemeinsam mit den Vertreter*innen der Partnerorganisationen und den zukünftigen beteiligten Jugendlichen (Gruppenleiter*innen).

    Eine Woche lang beschäftigen sich junge Erwachsene und Fachkräfte mit folgenden Fragen: Warum spielt der europäische Kolonialismus noch heute eine so wichtige Rolle, dass wir ihn noch heute bei der Betrachtung von globalen Machtstrukturen beachten müssen?

    Der europäische Kolonialismus ist einzigartig, was die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Veränderungen angeht, die im Zuge dieser Epoche weltweit entstanden sind. Die Beziehungen zwischen globalem Norden und globalem Süden sind bis heute fundamental geprägt von einer gemeinsamen Vergangenheit der Kolonisierung. Die in Europa sehr unterschiedlich behandelten Kapitel der Verstrickungen der am Projekt beteiligten Länder in den transatlantischen Sklavenhandel sowie in koloniale Eroberungen soll mit dem Vorhaben eine kritische, öffentliche Auseinandersetzung finden. Insbesondere angesichts von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind aktuelle Herausforderungen für diesbezügliche Öffentlichkeitsarbeit, Bildung und Entwicklungspolitik zu diskutieren sowie Handlungsansätze für verschiedene Akteure aufzuzeigen.

    Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt »Revealing Colonialism« darauf ab, Wissen über Postkolonialität und ihre Rolle in der politischen (Jugend)Bildung zu erarbeiten und zu vermitteln.

    »Die Aktualität des Themas zeigen nicht allein Bemühungen für Straßenumbenennungen, um koloniale Geschichte zu reflektieren, oder Kritiken am Rückgriff auf kolonial-rassistische Vorstellungen in Werbespots für Produkte. Sondern auch Diskussionen über Sprache in Kinderbüchern, die gerade vor einiger Zeit erneut und erbittert zwischen den Gegenpolen ›Zensur durch politische Korrektheit‹ und ›Verletzung durch rassistische Sprache‹ geführt wird« so Markus Rebitschek, Bildungsreferent für internationale Jugendarbeit an der EJBW.

    Das Projekt »Revealing Colonialism« ist ein Folgeprojekt einer Reihe von internationalen Fachkräftemaßnahmen mit dem Titel »Außerschulische Bildung und Diversität in der Europäischen Jugendarbeit«, umgesetzt im Rahmen des Programms Erasmus+ in den Jahren 2015 und 2016. Das Projekt wird durchgeführt mit finanzieller Unterstützung des Programms Erasmus+ der Europäischen Kommission sowie Mitteln aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP).

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 03. Mai 2017

  • Ein engagierter Leiter geht

    Moritz Kilger verlässt die EJBW zum 19. Mai 2017

    Nach fast fünf Jahren erfolgreicher Arbeit als Leiter verlässt Dr. Moritz Kilger zum 19. Mai 2017 die EJBW. In dieser Zeit hat er das Bild der Stiftung entscheidend geprägt und die EJBW strategisch, strukturell und kulturell neu ausgerichtet. Dabei standen für ihn die Mitarbeitenden und das Wohl der EJBW immer im Vordergrund.

    In den zurückliegenden Jahren ist die EJBW einen grundlegenden Wandel durchlaufen, um ihrem Auftrag als Jugendbildungsstätte bestmöglich gerecht werden zu können. Ein besonderes Augenmerk von Moritz Kilger galt der Organisationsentwicklung: Stärkung der wirtschaftlichen Basis, Erneuerung des pädagogischen Profils, Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation, Aufbau einer professionellen Öffentlichkeitsarbeit, Qualitätsentwicklung im Bereich Gästeservice, Stärkung der Teamkultur, um nur einige Projekte zu nennen.

    Als Leiter hat sich Moritz Kilger immer wieder mit Engagement in die pädagogische Arbeit eingebracht, beispielsweise durch das Einrichten des Arbeitsschwerpunktes »Wohlstand ohne Wachstum«.

    Das Team der EJBW bedauert sehr das Ausscheiden des Leiters. »Ich finde es sehr schade, dass Moritz Kilger unsere Einrichtung verlässt. Er hat uns als Leiter sehr motiviert, eigenverantwortlich zu handeln, ohne dabei Angst vor Fehlern zu haben. Er hat uns stets in unserer Arbeit bestärkt und hatte immer ein offenes Ohr für Probleme bzw. »Herausforderungen«, wie er sie nannte«, so Monic Zillger, Buchhalterin.

    Dr. Moritz Kilger wurde zum Vorstand der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« gewählt und nimmt in Berlin am 1. Juli 2017 seine Arbeit auf. Der Stiftungsvorstand wird sich ausreichend Zeit für eine gute Nachfolgeregelung nehmen. Über das Bewerbungsverfahren und die Nachbesetzung der Leiter*in-Stelle wird zum späteren Zeitpunkt informiert.

    Die kleine Abschiedsfeier von Moritz Kilger für Mitarbeitende und Wegbegleiter*innen der letzten Jahre findet am Donnerstag, den 18. Mai 2017 statt, zu der auch Medienvertreter*innen herzlich eingeladen sind. Die Abschiedsfeier findet in der EJBW, im Seminarraum BERLIN, Jenaer Str. 2-4, 99425 Weimar, von 16:00 bis 20:00 Uhr statt.
    Für Interviewanfragen steht Moritz Kilger bis zum 18. Mai 2017 gerne zur Verfügung.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 12. April 2017

  • Bildungsprojekt zu Menschenbildern: 250 Jugendliche aus Belgien in Weimar

    Im Rahmen des Projektes »snapshot« zu historisch-politisch-kultureller Bildung arbeiten die Klassik Stiftung Weimar, die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) eng mit der Stadt Leuven zusammen.

    Vom 12. bis 31. März sind 250 Jugendliche aus der Stadt Leuven im flämischen Teil Belgiens zu Gast in Weimar. Sie nehmen am Bildungsprojekt »snapshot« teil. Darin geht es um die Frage, wie in verschiedenen Epochen Menschenbilder das Zusammenleben beeinflusst haben – und was dies für die Gestaltung unserer Gegenwart und Zukunft bedeuten kann.

    Erstmals findet das Bildungsprojekt in diesem Jahr an drei Wochen statt. Beim zehnjährigen Jubiläum 2015 begleitete eine Delegation der Stadt Leuven die Schüler*innen in Weimar. Sie war von dem Programm und den Rückmeldungen der Teilnehmenden so begeistert, dass der Wunsch entstand, noch mehr Jugendlichen die Fahrt nach Weimar zu ermöglichen. Die Klassik Stiftung Weimar, die Gedenkstätte Buchenwald und die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar, die das Programm in einer engen Kooperation gemeinsam durchführen, kamen dieser Bitte gern nach. So kommen nun Jugendliche aus insgesamt neun Schulen nach Weimar. »Die Teilnahme am »snapshot«-Projekt gibt Jugendlichen eine hervorragende Möglichkeit, einerseits in Kontakt mit den Schüler*innen anderer Schulen aus Leuven zu kommen und die oft vorhandenen Vorurteile gegenüber einander abzubauen, und anderseits viel über die Geschichte von Weimar mit ihren Licht- und Schattenseiten zu lernen«, erläutert Sarah De Cock, Lehrerin der Schule De Ring Leuven.

    Durch alle Programmpunkte zieht sich wie ein roter Faden die Frage nach dem Menschenbild in unterschiedlichen Gesellschaften: Welche Vorstellungen über den Wert des Menschen sind vorherrschend zu Zeiten Goethes und der Aufklärung, welche Folgen hat die nazistisch-rassistische Hierarchisierung in »Über-« und »Untermenschen« und wie wird aktuell trotz aller Menschenrechtskonventionen die Ein- und Ausgrenzung von Einzelnen und ganzen Minderheiten begründet? Wie lassen sich Menschenbilder und ihre Auswirkungen ablesen am Verhältnis der Gesellschaft zu Natur, Kunst, Bildung oder Stadtgestaltung? Im »snapshot«-Programm werden diese Fragen exemplarisch anhand der Geschichte Weimars erschlossen und aktualisiert.

    Für den Teilnehmer Lucas Segers (19) ist es im Seminar »höchst spannend zu sehen, wie sich in unterschiedlichen Epochen von der Weimarer Klassik, dem Bauhaus bis hin zur Nazi-Zeit das Bild vom Menschen änderte«. Er betont: »Ich bin der Meinung, wir sollten es schätzen lernen, Menschenrechte zu haben, die mühsam erkämpft wurden. Und wir sollten dafür auch weiter kämpfen. Wir sollten einander mehr respektieren und uns so, wie wir sind, akzeptieren, ohne zu denken, dass jemand besser als andere ist«.

    Die Jugendlichen stellen sich dem Thema mit viel Engagement und Eigeninitiative. Mit Mitteln von Grafik, Video, Fotografie, Theater, Tanz oder auch Plastik werden die Ergebnisse und Eindrücke des Programms festgehalten, präsentiert und schließlich zur weiteren Dokumentation nach Leuven mitgenommen.

    »Die Zusammenarbeit in diesem Projekt der historisch-politisch-kulturellen Bildung bedeutet für die drei beteiligten Einrichtungen einen erheblichen gemeinsamen Erfahrungsschatz, der zu weiteren Kooperationen geführt hat und in seiner Bedeutung kaum überschätzt werden kann«, so sind sich Elke Kollar (Klassik Stiftung Weimar), Daniel Gaede (Gedenkstätte Buchenwald) und Frank König (EJBW) einig. Sie sind für die Konzeption, Planung und Durchführung des Projekts zuständig, das auch mit Schulen aus Ehingen, Modena und Bologna durchgeführt wird.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 22. März 2017

  • Junge Trainer*innen aus Syrien und Serbien unterrichten Jugendliche aus Weimar und Rom

    Workshops für Jugendliche an der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte in Weimar

    Sechs junge Trainer*innen aus Syrien und Serbien, die im Sommer-Herbst 2016 zu Multiplikator*innen der politischen Bildung im Rahmen des Bundesmodellprojektes der EJBW »Seminarleiter*innen-Ausbildung von und mit Geflüchteten« ausgebildet wurden, bieten am morgigen Donnerstag im Reithaus der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte (EJBW) Workshops der politischen Bildung an. Daran nehmen 45 Schüler*innen der Freien Waldorfschule Weimar und des Liceo Scientifico Morgagni aus Rom teil.

    »Es ist eine einmalige Gelegenheit für die Jugendlichen, aus erster Hand etwas über die politische Situation in Syrien, die Flucht aber auch über die arabische Kultur und Sprache und den so kontrovers diskutierten Islam zu erfahren. Sie können alle Fragen, die sie an Geflüchtete haben, direkt stellen« erläutert Eric Wrasse, pädagogischer Leiter der EJBW, das Projekt. Junge Menschen aus Syrien und Deutschland beschäftigten sich während ihrer Ausbildung in der EJBW mit den Grundlagen der außerschulischen politischen Bildung und entwickelten gemeinsame Workshop-Angebote für diverse Zielgruppen. Diese bieten sie heutzutage Trägern der Jugendhilfe und Schulen an. In den Workshops wird mit interaktiven Methoden und Materialien wie Fotos, Videos und Alltagsgegenstände gearbeitet. Dazu gehört auch ein Video, das ihre Ankunft im Schlauchboot auf der griechischen Insel Samos zeigt.

    Im Mittelpunkt der Begegnung steht der Austausch zu den Themen Migration und Menschenrechte in Deutschland, Italien und Europa. Tausende von Menschen versuchen jährlich aus Nordafrika und dem Mittleren Osten nach Europa zu fliehen. Deutschland und Italien verbindet dieses Thema. Warum fliehen die Menschen? Was erleben sie auf der Flucht? Welche Kultur und Religion bringen sie mit, wie erleben sie Deutschland und Italien? Wie soll Europa mit dem Thema Migration umgehen? Achtet Europa die Menschenrechte, wenn es um Migrant*innen geht? Die Teilnehmenden werden sich über ihr Verständnis zu diesen Fragen austauschen und in verschiedenen Workshops mit Geflüchteten dazu ins Gespräch kommen.

    Die Workshops der jungen Trainer*innen befassen sich mit den folgenden Themen: »Journey of Death – die Geschichten einer Flucht«, »Muslimische Frauen« »Situation der Roma in Serbien«, »Islam und Islamophobie«, »Politische Situation in Syrien«.
    Die Workshops finden im Rahmen eines Seminars zum Thema »Menschenrechte: Flucht und Asyl« statt, das die EJBW alljährlich als deutsch-italienische Jugendbegegnung organisiert.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 23. Februar 2017

  • Ausstellungseröffnung „Weiße Wölfe – eine grafische Reportage über rechten Terror“

    Die Ausstellung wird als ein Kooperationsprojekt des LAP Weimar, der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen, des Bürgerbündnis gegen Rechts, der EJBW, des JournalistInnenkollektivs correctiv sowie der Stadt Weimar am 13. Februar eröffnet.

    Warum fahren Nazis aus Thüringen ausgerechnet nach Dortmund, um dort einen Türken zu ermorden? Auf der Suche nach einer Antwort hat Autor David Schraven zusammen mit dem Zeichner Jan Feindt eine grafische Reportage entwickelt. Anhand der Biographie eines Dortmunder Jugendlichen, der immer tiefer in eine Welt aus Hass und Rassenwahn abtaucht, deckt die Reportage »Weiße Wölfe« die internationalen Verflechtungen rechtsradikaler Terrorgruppen auf.

    Die Stadt Dortmund tief im Ruhrgebiet hat eine der vitalsten Neonazi-Szenen Deutschlands. Gewalttäter haben hier Familien aus ihren Häusern vertrieben. Sie haben im Laufe der Jahre mehrere Menschen umgebracht. Heute ziehen sie mit Fackeln vor Flüchtlingsheime und schicken Journalisten Todesanzeigen. In der Reportage »Weiße Wölfe« enthüllen Autor David Schraven und Zeichner Jan Feindt ihre Ideologie. Und zeigen: Es sind regionale Gruppierungen wie jene in Dortmund, die Anschläge nach Art des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) erst möglich machen.

    Die Ausstellungseröffnung wird vom Lokalen Aktionsplan Weimar (LAP) organisiert und findet am 13. Februar 2017 von 18:00 bis 20:00 Uhr im Haus 1 der Stadtverwaltung Weimar in der Schwanseestraße 17 statt. Zur Ausstellungseröffnung laden wir alle Medienvertreter*innen herzlich ein!

    Zur Eröffnung der Ausstellung werden deren Autor David Schraven, Matthias Quent (Institut für Zivilgesellschaft und Demokratie, Jena) und Steffen Dittes (Mitglied des Thüringer Landtages, NSU-Untersuchungsausschuss) in einem offenen Gespräch über die Thematik und ihre Ansätze sprechen und für Fragen zur Verfügung stehen.

    Die Ausstellung ist vom 13.02. bis zum 31.03.2017 montags-donnerstags von 8:00-17:00 und freitags von 8:00-14:00 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

    Ausstellungskataloge können über correctiv direkt bestellt bzw. bei der Eröffnung erworben werden.

    Weitere Informationen über die Ausstellung finden Sie auf der Website der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 08. Februar 2017

  • Internationale Lehrkräfte der SchulBrücken-Programme in Weimar

    Die erste LehrerBrücke – ein Projekt der Deutschen Nationalstiftung, der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar – startet morgen in der EJBW.

    Vom 9. bis 12. Februar 2017 treffen sich über 25 Lehrer*innen aus ganz Europa – von Petrosawodsk bis Meran, von Paris bis Warschau – zur ersten europäischen LehrerBrücke in Weimar. Die EJBW schafft damit nach über 15 Jahren eines überaus erfolgreichen internationalen Projektes, erstmals die Möglichkeit für Lehrer*innen aus den angesehenen Projekten SchulBrücke Weimar und SchulBrücke Europa, sich zu begegnen, auszutauschen und an gemeinsamen Ideen zu arbeiten.

    Verbunden ist dieses Modellprojekt mit einem Empfang beim Oberbürgermeister der Stadt Weimar, der gleichzeitig Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Nationalstiftung ist. Am 10. Februar 2017 um 14:00 Uhr wird Stefan Wolf internationale Lehrkräfte im Rathaus begrüßen und sich mit Ihnen über europapolitische und tagesaktuelle Themen austauschen.

    Die erste LehrerBrücke geht Spuren nach, die Persönlichkeiten aus den verschiedensten Ländern Europas in Weimar hinterlassen haben. Damit soll veranschaulicht werden, inwiefern das »Provinznest« Weimar immer wieder zu einem zentralen Knotenpunkt im europäischen Kommunikationsgeflecht und damit als Ort europaweit wahrgenommen wurde. Diese geographisch-historische Folie dient dazu, sich kritisch mit den Inhalten der Europa-Debatten, die von Weimar aus immer wieder angestoßen wurden, auseinanderzusetzen. Dabei geht es im Besonderen um das Zukünftige im Vergangenen, welches das kulturelle Erbe auszeichnet. Flüchtlingskrise und Brexit verdeutlichen die Dringlichkeit der Frage, welches Europa wir wollen und in welchem Verhältnis dies zum Wohle und Wollen der Menschen steht. Das Seminar entwickelt mit den Teilnehmenden Ideen und Argumente für einen klugen Diskurs um die Zukunft Europas und soll Anregungen aus Weimar dafür beisteuern.

    »Die aktuellen Geschehnisse verdeutlichen einmal mehr wie wichtig der internationale Erfahrungsaustausch, insbesondere über europäische Grenzen hinweg, heutzutage ist und so freuen wir uns über den Start des neuen Projektes mit den internationalen Lehrkräften, die frische Ideen und Impulse an ihre Schüler*innen weitergeben können«, so Thomas von der Gönna, einer der Leiter der LehrerBrücke und Bildungsreferent für europapolitische Bildung in der EJBW.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 08. Februar 2017

  • Ab jetzt Fördermittel für Weimarer Projekte beantragen

    Der Begleitausschuss des Lokalen Aktionsplans (LAP) Weimar gewährt im Jahr 2017 finanzielle Mittel für Projekte von Trägern, die in der Stadt Weimar diverse Aktionen, Veranstaltungen oder ein Jugendforum umsetzen.

    Schwerpunkt der Förderung im Rahmen des Lokalen Aktionsplans Weimar in diesem Jahr sind Projekte zum Umgang mit Rechtsextremismus und Rechtspopulismus, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Integration und Inklusion von Migrant*innen sowie Menschenrechten und Menschenrechtsbildung.

    Förderanträge können aber auch für Projekte mit anderen Inhalten gestellt werden, so im Bereich Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus sowie Auseinandersetzung mit Rassismus und anderen gruppenbezogenen Phänomen der Menschenfeindlichkeit in der DDR und einigen mehr. Die Öffnung für das DDR-Thema resultiert aus der sehr lückenhaften Forschung zu diesem Thema und einer Podiumsveranstaltung hierzu im letzten Jahr im DNT Weimar.

    Anträge sind möglich für Mikroprojekte bis 500,00 EUR und Projekte ab 500,00 EUR.

    Für die Umsetzung des Jugendforums in Weimar steht ein Jugendfonds zur Verfügung, für den sich Träger ebenfalls bewerben können. Das Jugendforum soll die Beteiligung von jungen Menschen stärken und von Jugendlichen selbst organisiert und geleitet werden. Grundlegend sind die partizipative Ausrichtung sowie die repräsentative und breite Vertretung von unterschiedlichen lokalen Jugendszenen.

    Der Lokale Aktionsplan Weimar wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« und vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Thüringer Landesprogramms »denkbunt – für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit«. Träger der Koordinierungsstelle ist die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte
    Weimar.

    Antragsberechtigt sind grundsätzlich nichtstaatliche Organisationen.
    Die vollständige Ausschreibung und Projektanträge finden Sie auf der Webseite der Stadt Weimar.

    Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Ausschreibung des LAP Weimar.

    Die Projektanträge sind bei der Koordinierungs- und Fachstelle per E-Mail und Post (mit Unterschrift im Original) spätestens bis zum 3. März 2017 einzureichen unter

    Koordinierungs- und Fachstelle des LAP Weimar
    bei der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar
    Jenaer Str. 2/4
    99425 Weimar
    und
    wiesner@ejbweimar.de

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 31. Januar 2017

  • Grenzen im Kopf überwinden

    Am 08. November 2016 findet das 3. Landestreffen »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« im Reithaus der EJBW statt.

    Zum dritten Landestreffen des Thüringer Netzwerkes »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« zum Thema »Grenzen im Kopf?« kommen ca. 130 Schüler*innen sowie Lehrkräfte aus ca. 30 Thüringer Courage-Schulen am 08. November in der EJBW zusammen. Aktive Kinder und Jugendliche engagieren sich gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit an ihren Schulen und wollen ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung und für ein vielfältiges Miteinander setzen.

    Das Programm des 3. Landestreffens wird bereits am Montag, den 07. November um 19:30 Uhr, eröffnet. Die öffentliche Lesung des Buches »Wolfgang Nossen – Der Mann der Tacheles redet« mit Autorin Kerstin Möhring und mit Wolfang Nossen finden in der EJBW, Jenaer Str. 2, Seminarraum »Berlin« statt, zu der interessierte Bürger*innen aus Weimar und Umgebung herzlich eingeladen sind. Es bedarf keiner Anmeldung und die Teilnahme ist kostenfrei.
    Am 08. November stellen von 9:00 bis 16:00 Uhr die Kooperationspartner, wie die »Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V.«, Stiftung Ettersberg/Gedenkstätte Andreasstraße, »Spirit of Football e.V.« sowie Fachreferent*innen und Theaterpädagog*innen in unterschiedlichen Workshops zur Flüchtlingsthematik, Rechtsextremismus und Islam ihre Angebote den Teilnehmenden vor. Es wird in den Workshops Theater gespielt, geübt richtig zu argumentieren, viel gestaltet und versucht, eigene Grenzen kennenzulernen. Zum ersten Mal im Rahmen des Landestreffens SoR-SmC bieten die Absolvent*innen des Modellprojektes der EJBW »Seminarleiter*innen-Ausbildung von und mit Geflüchteten« den Workshop zum Thema »Journey of Death – Die Geschichte einer Flucht« an. Somit haben Schüler*innen die Möglichkeit, mit direkten Akteuren zu diskutieren und sich auszutauschen.

    Eine Ausstellung »Angsträume – Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen« sowie unterschiedliche Projektbeispiele aus den Courageschulen und Angebote von Kooperationspartner für Thüringer Schulen werden im Reithaus vorgestellt. Dabei wird es möglich, mit der Landeskoordination Thüringen ins Gespräch zu kommen und vor Ort Kontakte zu knüpfen.

    »Das Landestreffen macht Mut, dass es an Thüringer Schulen so viele engagierte Schüler*innen und Pädagog*innen gibt, die sich für Vielfalt und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit einsetzen«, so Konstanze Ilmer, eine der Organisatorinnen des Landestreffens und Landeskoordinatorin »Schule ohne Rassismus –Schule mit Courage«. Auch ihre Kollegin Arlett Symanowski betont: »Das Landestreffen bietet eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Schulen zu vernetzen. Es motiviert zum Ausprobieren, und die erlebten Aktionen machen dazu noch viel Spaß«.

    Den Mittelpunkt des Landestreffens stellt in diesem Jahr eine Flashmob-Aktion mit bunten Regenschirmen dar. Die Abschlussaktion beginnt vor dem Reithaus und geht Richtung Schillerstraße. Medienvertreter*innen und alle Interessenten sind dazu herzlich eingeladen. Beginn der Flaschmob-Aktion ist um 15:00 Uhr vor dem Reithaus, dann wird über die Schillerstraße zum Theaterplatz gelaufen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 02. November 2016

  • Buchlesung und Gespräch mit Wolfgang Nossen und Autorin Dr. Kerstin Möhring „Der Mann der Tacheles redet: Wolfgang Nossen“

    Am 7. November 2016 um 19:30 Uhr im Reithaus der EJBW

    Die Landeskoordination »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« lädt Jugendliche und Erwachsene aus Weimar und Umgebung zur Buchlesung und zum Gespräch mit Wolfgang Nossen und Autorin Dr. Kerstin Möhring »Der Mann der Tacheles redet: Wolfgang Nossen« am 7. November 2016 um 19:30 Uhr ins Reithaus der EJBW herzlich ein.

    Kurz zu Wolfgang Nossen und zum Buch »Der Mann der Tacheles redet: Wolfgang Nossen«:

    Tacheles reden, offen und freimütig seine Meinung sagen: Wenn einer das tut, dann ist es Wolfgang Nossen. Von 1995 bis 2012 engagierte er sich als Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringens. In seinen öffentlichen Reden warnte er stets vor einem aktiver werdenden Rechtsextremismus. Die Anschläge auf die Synagoge in Erfurt und die Morde der Terrorgruppe »NSU« sollten ihm in seiner Einschätzung Recht geben. Der Sohn eines jüdischen Vaters und einer zum Judentum konvertierten Mutter wurde in Breslau geboren, lebte einige Jahre in Israel und kam Anfang der 90er Jahre nach Erfurt. In einem sehr persönlichen Interview hat Kerstin Möhring mit ihm gemeinsam seinen Lebensweg nachgezeichnet. Das Buch beinhaltet zudem die wichtigsten öffentlichen Ansprachen und Vorträge Wolfgang Nossens. Abgerundet wird das Bild durch besondere Reden und Grußworte von Politikern und Weggefährten als Zeugnisse seiner öffentlichen Wahrnehmung.

    Kurz zur Lesung:

    Zuerst wird Wolfgang Nossen vorgestellt. Danach werden einige Fotos von ihm präsentiert sowie die Textpassagen von Dr. Kerstin Möhring vorgelesen. Im Anschluss können die Anwesenden Fragen stellen.

    Dauer der Lesung & des Gespräches: 60-90 Min.
    Anmeldung & Teilnahmekosten: keine.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 19. Oktober 2016

  • Modellprojekt zu Flucht und Asyl an der EJBW abgeschlossen

    30 Geflüchtete und Deutsche als Seminarleiter*innen der politischen Bildung ausgebildet
    Projektvorstellung beim Fachtag zum Thema »Inklusion und Geflüchtete« am 14.09. in der EJBW

    Am vergangenen Wochenende zertifizierte die Europäische Jugendbildungsstätte Weimar 30 junge Menschen aus Syrien, Nigeria, Indien, Nepal und Thüringen als Seminarleiter*innen der politischen Jugendbildung für die Arbeit in Schulen oder außerschulischen Einrichtungen. Darunter auch Studierende der Bauhaus Universität Weimar. Sie haben eine fünfmonatige theoretische und praktische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. In insgesamt acht Modulen und zwei Exkursionen nach Berlin und Leipzig haben sie sich das Grundlagenwissen angeeignet, um politische Bildungsarbeit mit Jugendlichen zu gestalten. Es ging um Ziele und Aufgaben außerschulischer Bildung, Organisation von Lernprozessen ebenso wie um die Haltung als Seminarleiter*in und den Umgang mit Herausforderungen bei der Arbeit mit verschiedenen Zielgruppen. Die Teilnehmenden haben sich mit Themen wie Identität, gesellschaftliche Vielfalt, Islam, Sexismus, Homophobie, gesellschaftliche Werte, Nationalsozialismus, SED-Diktatur, Demokratie und Partizipation auseinandergesetzt.

    »Oft kam es zu heftigen Debatten, man merkte wie unterschiedliche Hintergründe und Verständnisse aufeinander prallen, aber das Interesse am anderen und der Respekt für die anderen ist über die Ausbildung stetig gewachsen. Es ist eine echte Gruppe von Brückenbauer*innen geworden, die sich begeistert für die Idee der politischen Bildung. Mit solchen Trainern kann Integration gelingen«, sagt Eric Wrasse, pädagogischer Leiter der EJBW, der das Projekt leitete.

    Schon als Teil der Ausbildung haben die jungen Trainer*innen eigene Workshops entwickelt mit Titeln wie »Allah, Jesus and me«, »Africa and media stereotypes«, »Kultur«, »Diversität«, »Alltagskultur in Syrien« und diese beispielsweise mit Schüler*innen aus Weimar durchgeführt. Insgesamt haben über 50 Workshops stattgefunden. Jetzt bieten sie ihre Bildungsmodule über die Webseite der EJBW an, interessierte Schulen und außerschulische Einrichtungen können die Trainer*innen darüber anfragen.

    Das Projekt wurde als Modellprojekt im Bereich »Flucht und Asyl« von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Es wird zusammen mit anderen Projekten am 14. September im Rahmen des Fachtages »Inklusion und Geflüchtete- Chancen und Herausforderungen für Jugendhilfe und politische Bildung« vorgestellt. Ziel des Fachtages ist es, im Rahmen des Diskurses über Geflüchtete sowohl zurück als auch nach vorn zu schauen. Was ist gelungen? Welche Konzepte und Haltungen waren erfolgreich? Welche Perspektiven gibt es?

    Interessierte sind herzlich eingeladen von 9:30 bis 16:00 Uhr daran teilzunehmen. Tagungsort ist die EJBW, Jenaer Str. 2-4., Raum BERLIN.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 12. September 2016

  • Jugend bewegt Europa in Thüringen

    Junge Freiwillige diskutieren mit Politiker*innen über Europa am 25. August in Weimar.

    2016 feiert der Europäische Freiwilligendienst (EFD) sein 20-jähriges Jubiläum. Im Rahmen des EFD engagieren sich pro Jahr ca. 10.000 Jugendliche in gemeinnützigen Projekten in ganz Europa. Anlässlich des Jubiläums des Europäischen Freiwilligendienstes lädt JUGEND für Europa in Zusammenarbeit mit dem Freistaat Thüringen Europäische Freiwillige und alle am Europäischen Freiwilligendienst interessierten Menschen und (Träger-) Organisationen aus dem Freistaat Thüringen herzlich zur Tagesveranstaltung »JUGEND bewegt Europa. Junge Freiwillige diskutieren mit Politiker*innen (MdEP) über Europa« am 25.08.2016 nach Weimar ein. Die Tagesveranstaltung findet in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) von 17:00 bis 20:00 Uhr statt, zu der Medienvertreter*innen und Interessierte herzlich eingeladen sind.

    Alle Beteiligten und insbesondere auch die Träger im Europäischen Freiwilligendienst haben die Möglichkeit, den Europäischen Freiwilligendienst der Kinder- und Jugendpolitik des Freistaates und der europäischen Ebene darzustellen und zugleich auch mit der Kinder- und Jugendpolitik über Freiwilligendienstformate insgesamt ins Gespräch zu kommen.

    Im Fokus der Veranstaltung stehen folgende Fragen: »Welches Europa wollen wir und wie sieht die Realität aus? Lohnt sich das Engagement junger Menschen für ein friedliches, soziales und solidarisches Europa überhaupt, wenn europäische Werte wie Solidarität oft keine Rolle mehr zu spielen scheinen?

    JUGEND für Europa und das Land Thüringen laden ein:

    • Aktive und ehemalige Freiwillige im Europäischen Freiwilligendienst, Freiwilligen Sozialen Jahr und Freiwilligen Ökologischen Jahr;
    • Trägerorganisationen im EFD und in anderen geregelten Freiwilligendiensten;
    • Jugendliche und Bürger*innen aus Thüringen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 24. August 2016

  • Jugendbegegnung in Weimar zum Thema »Weimarer Dreieck - Europa 2030: Schaffen wir das?«

    Heute startet die internationale Jugendbegegnung der Weimarer Partnerstädte für Jugendliche aus Frankreich, Italien, Polen und Deutschland in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar.

    Die internationale Jugendbegegnung »Weimarer Dreieck – Europa 2030: Schaffen wir das?« findet vom 23.-29. August 2016 im Rahmen des 25-jährigen Jahrestages des Weimarer Dreiecks statt, welcher u.a. mit dem Besuch der Außenminister Jean-Marc Ayrault (Frankreich), Witold Waszykowski (Polen) und Frank-Walter Steinmeier (Deutschland) am 28. August in Weimar und der Präsentation der Ergebnisse der Begegnung mit den Außenministern gefeiert wird. Im Projekt werden sich die 33 Teilnehmenden aus Weimar und aus den Weimarer Partnerstädten Blois, Zamosc und Siena intensiv mit den Themen »Nationalismus & Populismus«, »Werte«, »Lebenswelten & Zukunftsvorstellungen« auseinander setzen. Die Jugendbegegnung ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Weimar, des stellwerk Weimar e.V. – junges Theater, der EJBW und der Projektpartner aus Frankreich, Italien und Polen. Die Begegnung findet unter dem Dach der EJBW statt.

    Eine Woche lang beschäftigen sich die 16- bis 20-jährigen Jugendlichen mit folgenden Fragen:

    • Wie stehen Demokratie, Nationalismus & Populismus zueinander? Schließen sie einander aus? Bedingen sie einander?
    • Was sind eigentlich Werte? Welche Werte sind uns wichtig?
    • Wie kann eine Gesellschaft von morgen ohne Verteilungsprobleme leben?
    • Wie sieht unser Leben in Europa 2030 aus und welche Wünsche und Anforderungen haben wir an unser Leben 2030?

    »Es stellt sich verstärkt die Frage, ist das Europa in dem wir heute leben »nur« ein Europa der Banken oder doch eine Wertegemeinschaft mit dem Anspruch sozialer Gerechtigkeit und der Menschenrechte für alle seine Bewohner*innen? Besonders in Hinblick auf das Erstarken rechter Populisten in nahezu allen europäischen Ländern zeigt sich: Demokratie ist kein Selbstläufer, Werte und demokratisches Handeln müssen erworben und eingeübt werden. Die Begegnung zwischen Jugendlichen aus Frankreich, Italien, Polen und Deutschland möchte seinen Beitrag zu dieser Auseinandersetzung leisten«, so Markus Rebitschek, Bildungsreferent für internationale Jugendarbeit an der EJBW.

    Eine zentrale Rolle spielen im Programm der Jugendbegegnung die Kunstworkshops »Medienwerkstatt«, »Theater & Performance« sowie »Kunst im öffentlichen Raum (Schrift & Gestaltung)«. Die Workshops selbst werden von erfahrenen Profis aus der Kunst- und Kulturszene geleitet. Die Jugendlichen teilen sich individuell auf die Kunstworkshops auf und bereiten drei Bühnenpräsentationen für die Festveranstaltung am Sonntag vor. Präsentiert werden eine dreiminütige Tanz- und Performanceshow mit theatralen Elementen und Musik, ein dreiminütiger Kurzfilm und eine Fotoausstellung.

    Neben der Erarbeitung der Themen und Ideen in den politischen Workshops und Kunstworkshops nehmen Jugendliche auch an den Exkursionen und den gemeinsamen Freizeitaktionen teil. Die Ergebnisse des Projektes und die gefundenen Antworten auf die Frage nach einem Leben in Europa im Jahr 2030 präsentieren Jugendliche im Rahmen des Besuchs der Außenminister Jean-Marc Ayrault (Frankreich), Witold Waszczykowski (Polen) und Frank-Walter Steinmeier (Deutschland) am 28. August 2016 in Weimar. Die Präsentation gehört zum Rahmenprogramm der »Weimarer Dreieck«-Konferenz mit den drei Außenministern und findet ab 17:00 Uhr im Festsaal der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar statt. Dazu sind alle Medienvertreter*innen herzlich eingeladen sind.

    Die Jugendbegegnung findet hauptsächlich in englischer Sprache statt.

    Das Projekt wird durchgeführt mit finanzieller Unterstützung des Programms Erasmus+ der Europäischen Kommission, der Thüringer Staatskanzlei, der Sparkasse Mittelthüringen, des Auswärtigen Amts und des Deutsch-Französischen Jugendwerks OFAJ.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 23. August 2016

  • Lehrkräfte und Multiplikator*innen der politischen Bildung tagen am Mittwoch in Weimar zum Thema »Wohlstand ohne Wachstum. Bildungsansätze für das gute Leben im 21. Jahrhundert«

    Die EJBW lädt alle Medienvertreter*innen herzlich zur Tagung vom 17. bis 18. August ein.

    Die Tagung beschäftigt sich mit den tieferliegenden Ursachen heutiger Problemlagen und möglichen Wegen raus aus der Krise. Sie legt einen Fokus auf die Frage, was eigentlich wirklich wichtig ist, um ein »gutes Leben« führen zu können. Denn die heutige Lebensausrichtung hat den Menschen einen ständigen »Krisenmodus« beschert. Medien berichten fast täglich über vielerlei Krisen: Flüchtlingsthematik, Wirtschaftskrise, das drohende Auseinanderbrechen der EU, das Erstarken (rechts-)populistischer Strömungen, Klimakrise und das Auseinanderklaffen von Arm und Reich. Welche möglichen Wege gibt es raus aus den Krisen, wie sehen alternative Lösungsansätze aus?

    Die Inhalte der Tagung sind:

    • Wir hinterfragen kritisch das auf Wirtschaftswachstum basierende Gesellschaftssystem und wollen wissen, wo sich in der Ideengeschichte der Bruch hin zu einer rein auf materiellen Wohlstand orientierten Lebensgestaltung vollzogen hat.
    • Wir befassen uns mit Utopien und dabei insbesondere mit den Konzepten der Postwachstumsgesellschaft sowie mit Ansätzen, die danach fragen, was wir zum »Guten Leben« brauchen.
    • Die Tagung soll keine reine Fachdebatte sein, daher legt sie einen Schwerpunkt darauf, wie sich dieses komplexe Thema in konkrete Bildungsansätze übersetzen lässt, sei es in der schulischen wie außerschulischen Bildung.
    • Wir fragen uns deshalb ganz kritisch, ob und wie wir junge Menschen wirklich auf das Leben und den Beruf vorbereiten. Aus diesem Grund prüfen wir, wie wir die aktuell geltenden Lehrpläne nutzen können, um für das »Gute Leben« zu lernen. Für die Entwicklung von Lehrmaterialien und Projektideen sind eigene Workshops vorgesehen.

    Hochkarätige Referenten tragen zu »Kapitalismus vs. Demokratie in der Bildung« und zu »gutem Leben in der Postwachstumsgesellschaft« vor und diskutieren ihre Standpunkte:

    • Prof. Dr. Engartner – renommierter Sozialwissenschaftler, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Politikwissenschaft, Didaktik der Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt schulische Politische Bildung
    • Dr. Frithjof Reinhardt – Experte im Bereich »Weimarer Klassik als Ressource der politischen Bildung«, Professor für Wirtschaftsethik.

    Die Tagung wird durch die Landeszentrale für politische Bildung gefördert und ist als Fortbildung beim Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) anerkannt.

    Alle Medienvetreter*innen sind herzlich zur Tagung eingeladen.
    Beginn: 17. August 2016, um 14 Uhr
    Abschluss: 18. August 2016, 16:30 Uhr

    Dr. Kilger, Leiter der EJBW und Organisator der Tagung, steht Ihnen für Interview am 17.08 gegen 17:45 Uhr sowie am 18.08 von 9:00 bis 12:00 Uhr zur Verfügung.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 15. August 2016

  • Jugendliche aus Thüringen nehmen am zweiwöchigen Sommercamp im belarussischen Wald teil

    Internationales Workcamp der EJBW »Europe is in da‹ HOUSE« mit Jugendlichen aus Belarus, Griechenland und Deutschland startete letzte Woche in Kopyl, Belarus.

    Vom 28. Juli bis 10. August 2016 findet das Ewoca³(+) Sommercamp in einem Zeltlager im Wald in der Nähe von Kopyl, Belarus statt. Die Teilnehmer*innen aus Deutschland sind gemeinsam nach Minsk geflogen und von dort mit den Teilnehmer*innen aus Belarus und Griechenland nach Kopyl gefahren. Jeweils zehn Teilnehmer*innen aus Belarus, Griechenland und Deutschland werden neben den thematischen Inhalten zur ökologischen Nachhaltigkeit, Natur zwei Wochen hautnah erleben und ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Das Sommercamp findet in englischer Sprache statt.

    Das zweiwöchige Camp in Belarus 2016 ist ein Folgecamp vom »ewoca³(+) – for everyone!« Camp in der EJBW in Weimar letzten Sommer zum Thema der sozialen Dimension der Nachhaltigkeit »Vielfalt, Werte und Zukunft«. Das diesjährige Camp in Belarus widmet sich der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit und thematisiert folgende Leitfragen: »Wie würde eine für die Zukunft selbst erschaffene Welt aussehen?« und »Wie kann eine Gesellschaft von morgen ohne Verteilungsprobleme in Vielfalt gemeinsam (zusammen)leben?«.

    »Wir wollen, dass die Beschäftigung mit den Themen »ökologischer Fußabdruck«, »Recycling«, »Composting« und »Biodiversität« dazu beiträgt, dass Jugendliche das eigene (Konsum)Verhalten kritisch hinterfragen«, so Markus Rebitschek, Bildungsreferent der EJBW und Organisator des EWOCA-Sommercamps in Belarus. Das Camp bietet die Möglichkeit, Visionen für eine Gesellschaft zu entwickeln, die die Einwirkung alles menschlichen Handelns auf die Natur kritisch in Frage stellt und konstruktive Wege sucht, mit der Umwelt und damit miteinander zu leben.

    Im Mittelpunkt des Programms stehen das eigene Erleben und die Reflexion von Erfahrungen und die Umsetzung des Erlebten durch handwerklich-künstlerischen Handeln und dessen dokumentarische (Video)Begleitung. Es stehen praktische Workshops (Fußbodenlegen im Ruheraum des Saunagebäudes, Außenarbeiten auf der Terrasse, Gartensanierung und -gestaltung, Fahrradwerkstatt zur Reparatur von Fahrrädern aus dem nahegelegenen Dorf), Exkursionen in die Umgebung Kopyls und an den letzten drei Tagen die Besichtigung der belarussischen Hauptstadt Minsk auf dem Programm.
    Die Ergebnisse werden dann in verschiedenen Aktionen in der lokalen Community als auch »online« auf einem Blog sichtbar gemacht.

    Das Projekt wird im Rahmen des Programms Ewoca³(+) – for everyone in Kooperation zwischen »Bildung ohne Grenzen« (Dunaewa/Belarus) und »Hellenic Youth Participation« (Athen, Griechenland) durchgeführt und in 2107 mit einem Camp in Griechenland fortgesetzt.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 05. August 2016

  • 120 Jugendliche aus dem In- und Ausland treffen sich heute in Weimar für ein BarCamp

    Die zwei Jugendcamps, die diese Woche parallel in der EJBW stattfinden, nehmen heute gemeinsam an einem einmaligen Erlebnis teil – einem BarCamp für 120 Teilnehmer*innen zu den Themen Stereotype und Vorurteile, interkulturelle Kommunikation und Migrationsgründe.

    Am 4. August vom 10 bis 13 Uhr findet das BarCamp in der EJBW im Reithaussaal statt, zu der alle Medienvertreter*innen aus Weimar herzlich eingeladen sind. Das Barcamp ist ein gemeinsamer Programmpunkt und ein Highlight für das zweiwöchige Europäische Jugendcamp der EJBW »Demokratie aktiv gestalten und (er)leben« vom 28. Juli bis zum 8. August sowie für das Jugendcamp zum Thema Flucht vom 1. bis 5. August.
    Barcamp ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmer*innen zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden.
    Folgende Workshops werden heute angeboten:
    • Workshop 1 »Stereotypes & prejudices«
    • Workshop 2 »Understanding Culture and Individual Behavior«
    • Workshop 3 »Reasons for Migration«
    Teilnehmer*innen der beiden Jugendcamps können sich in den Räumen eines BarCamps untereinander und mit Tischmoderator*innen austauschen und ihre Kompetenzen erweitern.

    Jugendcamps:
    Das Europäische Jugendcamp »Demokratie aktiv gestalten und (er)leben« ist ein Projekt der EJBW mit Projektpartnern aus Armenien, Azerbaijan, Belarus, Georgien, Moldova, Russland, der Ukraine und Deutschland.
    Das Sommercamp »Welchen Weg nehmen wir? – Flucht als Thema der historisch-politischen Bildungsarbeit« ist ein Kooperationsprojekt der EJBW mit dem Anne Frank Zentrum und der Bundeszentrale für politische Bildung.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 04. August 2016

  • Jugendcamp zum Thema Flucht diese Woche in Weimar

    Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, das Anne Frank Zentrum Berlin und die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar veranstalten vom 1. bis 5. August 2016 ein Jugendcamp in Weimar. Unter dem Motto »Welchen Weg nehmen wir?« treffen sich 60 Jugendliche aus ganz Deutschland und beschäftigen sich mit dem Thema Flucht in Geschichte und Gegenwart. Unter ihnen sind vier junge Männer, die auch selbst jüngst Flucht erfahren haben.

    Bei einem Besuch der Gedenkstätte Buchenwald erfahren sie mehr über Flucht und Verfolgung im Nationalsozialismus. In Workshops diskutieren sie anschließend aktuelle Fragen der Flüchtlingspolitik und lernen Biografien Geflüchteter kennen. Darauf aufbauend entwickeln die Jugendlichen Projektideen für eigenes Engagement.

    Das Programm wurde von einem Jugendkomitee entwickelt. Eingeladen wurden Jugendliche aus dem Umkreis der beteiligten Institutionen, zum Beispiel Anne Frank Botschafterinnen und Botschafter, Young European Professionals und junge Erwachsene aus dem Netzwerk von »Dialog macht Schule«.

    Pia Steinhauer, Teilnehmerin, 17 Jahre, aus Lüneburg: »Ich finde es wichtig, über das Thema Flucht zu reden und mich darüber auszutauschen, auch weil ich mich selbst mit dem Thema konfrontiert fühle. Ich möchte beim Jugendcamp andere engagierte Menschen treffen, denn wir tragen für die Zukunft eine gewisse Verantwortung und können hier den eigenen Blickwinkel öffnen.«

    Patrick Siegele, Direktor Anne Frank Zentrum: »Auch die Geschichte der Familie Frank ist eine Geschichte über Flucht und Migration. Die Beschäftigung damit ist für die Jugendlichen eine Brücke, um über Flucht heute nachzudenken.«

    Hanna, Huhtasaari, Referentin bpb: »Die Idee des Jugendcamps ist es, engagierte Jugendliche zusammen zu bringen und Ihnen eine Plattform zu geben, um über die Themen Flucht und Migration in Geschichte und Gegenwart zu diskutieren und sich über Projektideen auszutauschen. Das Programm wurde von Jugendlichen entwickelt und wir freuen uns, dass Geflüchtete dabei sind und sie gemeinsam ihre eigenen Perspektiven und Ideen einbringen, austauschen und entwickeln können.«

    Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

    Mehr erfahren: http://www.bpb.de/veranstaltungen/format/seminar-workshop/225222/welchen-weg-nehmen-wir-ein-jugendcamp-zu-flucht-in-geschichte-und-gegenwart
    Infos zu den Jugendnetzwerken: https://www.annefrank.de/themenfelder/jugendliche-qualifizieren/aktiv-gegen-rechts/ – http://www.bpb.de/yep/ – http://www.dialogmachtschule.de/

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 03. August 2016

  • Jugend bewegt Europa in Thüringen

    Junge Freiwillige diskutieren mit Politiker*innen über Europa am 25. August 2016 in Weimar.

    2016 feiert der Europäische Freiwilligendienst (EFD) sein 20-jähriges Jubiläum. Im Rahmen des EFD engagieren sich pro Jahr ca. 10.000 Jugendliche in gemeinnützigen Projekten in ganz Europa. Anlässlich des Jubiläums des Europäischen Freiwilligendienstes lädt JUGEND für Europa in Zusammenarbeit mit dem Freistaat Thüringen Europäische Freiwillige und alle am Europäischen Freiwilligendienst interessierten Menschen und (Träger-) Organisationen aus dem Freistaat Thüringen herzlich zur Tagesveranstaltung »JUGEND bewegt Europa. Junge Freiwillige diskutieren mit Politiker*innen (MdEP) über Europa« am 25.08.2016 nach Weimar ein. Die Tagesveranstaltung findet in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) von 17:00 bis 20:00 Uhr statt.

    Alle Beteiligten und insbesondere auch die Träger im Europäischen Freiwilligendienst haben die Möglichkeit, den Europäischen Freiwilligendienst der Kinder- und Jugendpolitik des Freistaates und der europäischen Ebene darzustellen und zugleich auch mit der Kinder- und Jugendpolitik über Freiwilligendienstformate insgesamt ins Gespräch zu kommen.
    Im Fokus der Veranstaltung stehen folgende Fragen: »Welches Europa wollen wir und wie sieht die Realität aus? Lohnt sich das Engagement junger Menschen für ein friedliches, soziales und solidarisches Europa überhaupt, wenn europäische Werte wie Solidarität oft keine Rolle mehr zu spielen scheinen?

    JUGEND für Europa und das Land Thüringen laden ein:
    • Aktive und ehemalige Freiwillige im Europäischen Freiwilligendienst, Freiwilligen Sozialen Jahr und Freiwilligen Ökologischen Jahr;
    • Trägerorganisationen im EFD und in anderen geregelten Freiwilligendiensten;
    • Jugendliche und Bürger*innen aus Thüringen.

    Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Anmelden kann man sich bis zum 15.08.2016 unter www.jugendfuereuropa.de.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 27. Juli 2016

  • Die EJBW präsentiert sich neu

    Im neulich erschienenen Jahresbericht 2015 blickt die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar auf ein intensives Jahr der Stiftungsarbeit zurück. Auch die neue Website ist jetzt online und zeigt die ganze Bandbreite der Bildungsarbeit der EJBW auf.

    »Das Jahr 2015 war für die EJBW ein Jahr voller spannender pädagogischer Veranstaltungen, kreativer Kooperationen und wichtiger Meilensteine in unserer Qualitätsentwicklung«, so resümiert Moritz Kilger, Leiter der EJBW, die Arbeit der Einrichtung im vergangenen Jahr. Über 3690 Jugendliche und Fachkräfte aus dem In- und Ausland haben sich im letzten Jahr mit Kernfragen der Gegenwart, wie z.B. dem Fortbestand der EU und der Frage des gesellschaftlichen Zusammenhalts, in der Jugendbildungsstätte beschäftigt. Der Jahresbericht gibt einen Überblick über eine Vielzahl von Projekten 2015, die sich mit Demokratie und Menschenrechten befassen, und bei denen die EJBW immer wieder versucht, geflüchtete Menschen einzubinden.

    Ein besonderes Highlight war für die EJBW der Start eines Bundesmodellprojektes mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung, bei dem junge Geflüchtete zu Seminarleiter*innen der politischen Bildung ausgebildet werden und gemeinsam mit Deutschen Bildungsangebote gestalten. Es handelt sich bei diesem Training um ein Modellprojekt, das bisher einmalig in Deutschland ist und sich gegenüber 600 anderen Projektanträgen durchgesetzt hat. In einem weiteren neuen Projekt mit Geflüchteten unterstützt die EJBW gemeinsam mit einem Träger der stationären Jugendhilfe eine Gruppe unbegleiteter Minderjähriger bei ihrer Integration in Thüringen.

    Neben der Pädagogik gab es auch im Verwaltungsbereich 2015 einige Neuerungen und Veränderungen. Hier wurden die Bedingungen und Grundlagen für die Arbeit der Teams optimiert und Arbeitsabläufe effektiver gestaltet. Im Bereich Küche wurde ein Qualitätsprozess fortgesetzt: neue Geräte wurden eingesetzt, das Speiseangebot wurde erweitert und verändert. Die EJBW-Küche orientiert sich an der Zielsetzung »regional, frisch und bio« und bindet regionale Lieferant*innen an.

    Der Jahresbericht im neuen Format mit einer neuen Aufmachung, spannenden Inhalten und ansprechenden Bildern ist auf der neuen Website der EJBW unter »Aktuell« und »Presse« zu finden.

    Ein weiteres Highlight der EJBW ist der Start der neuen Webseite. Unter der bekannten Adresse präsentiert sich die Homepage der EJBW in einem neuen Corporate Design, nach langer technischer, optischer und vor allem inhaltlicher Überarbeitung, nun grundlegend modernisiert und erneuert. Neben einer visuellen Auffrischung stand vor allem die Anpassung der Inhalte an die Bedürfnisse der Zielgruppen im Fokus der Neugestaltung. Zum einen wird auf der Webseite ein facettenreiches Programm rund um den Lernort Weimar aufgezeigt, zum anderen stellt sich die EJBW als ein moderner Tagungs- und Übernachtungsort in Weimar vor.

    Die neue Webseite ist übersichtlich, klar gegliedert, vollständig mobil nutzbar und hat viele funktionale Neuerungen: eine Newsseite mit dem RSS-Dienst, userfreundlicher Downloadbereich, integrierte Social Media Plugins und vieles mehr. Prägnante Texte und eindrucksvolle Bilder verleihen der EJBW eine moderne und persönliche Note. Die EJBW wünscht viel Spaß beim Entdecken der neuen Homepage.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 23. Juni 2016

  • Die Anmeldung zur Fachtagung „Wohlstand ohne Wachstum. Bildungsansätze für das gute Leben im 21. Jahrhundert“ ist offen.

    Die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar lädt Lehrkräfte und Multiplikatoren zum Austausch vom 17. bis 18. August ins Reithaus nach Weimar ein.

    Die Tagung beschäftigt sich mit den tieferliegenden Ursachen heutiger Problemlagen und möglichen Wegen raus aus der Krise. Sie legt einen Fokus auf die Frage, was eigentlich wirklich wichtig ist, um ein »gutes Leben« führen zu können. Denn die heutige Lebensausrichtung hat den Menschen einen ständigen »Krisenmodus« beschert. Medien berichten fast täglich über vielerlei Krisen: Flüchtlingsthematik, Wirtschaftskrise, das drohende Auseinanderbrechen der EU, das Erstarken (rechts-)populistischer Strömungen, Klimakrise und das Auseinanderklaffen von Arm und Reich. Welche möglichen Wege gibt es raus aus den Krisen, wie sehen alternative Lösungsansätze aus?

    Die Inhalte der Tagung sind:

    • Wir hinterfragen kritisch das auf Wirtschaftswachstum basierende Gesellschaftssystem und wollen wissen, wo sich in der Ideengeschichte der Bruch hin zu einer rein auf materiellen Wohlstand orientierten Lebensgestaltung vollzogen hat.

    • Wir befassen uns mit Utopien und dabei insbesondere mit den Konzepten der Postwachstumsgesellschaft sowie mit Ansätzen, die danach fragen, was wir zum »Guten Leben« brauchen.

    • Die Tagung soll keine reine Fachdebatte sein, daher legt sie einen Schwerpunkt darauf, wie sich dieses komplexe Thema in konkrete Bildungsansätze übersetzen lässt, sei es in der schulischen wie außerschulischen Bildung.

    • Wir fragen uns deshalb ganz kritisch, ob und wie wir junge Menschen wirklich auf das Leben und den Beruf vorbereiten. Aus diesem Grund prüfen wir, wie wir die aktuell geltenden Lehrpläne nutzen können, um für das »Gute Leben« zu lernen. Für die Entwicklung von Lehrmaterialien und Projektideen sind eigene Workshops vorgesehen.

    Interessierte können sich noch bis zum 02.08.2016 anmelden bei Katrin Birnschein per Fax und E-Mail (Fax: 03643-827-286, birnschein@ejbweimar.de).

    Die Tagung wird durch die Landeszentrale für politische Bildung gefördert und ist als Fortbildung beim Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) anerkannt.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 20. Juni 2016

  • Ein Jugendforum in Weimar organisieren und leiten

    Der Begleitausschuss des Lokalen Aktionsplans (LAP) Weimar gewährt im Jahr 2016 finanzielle Mittel für Projekte von Trägern, die in der Stadt Weimar ein Jugendforum umsetzen.

    Für die Umsetzung des Jugendforums in Weimar steht ein Jugendfonds (6.000 Euro) zur Verfügung, für den sich Träger bewerben können. Das Jugendforum soll die Beteiligung von jungen Menschen zwischen 12 und 18 Jahren stärken und von Jugendlichen selbst organisiert und geleitet werden. Grundlegend sind die partizipative Ausrichtung sowie die repräsentative und breite Vertretung von unterschiedlichen lokalen Jugendszenen. Ziel ist die Befähigung zu demokratischem Handeln und das Erlernen der Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe. Die Entwicklung und Umsetzung eines oder mehrerer Projekte aus einem aktuell jugendrelevanten Thema sollen die Jugendlichen selbst bestimmen und übernehmen. Vorhandene Strukturen können dabei genutzt und konzeptionell weiterentwickelt werden. Die Etablierung einer nachhaltig wirksamen Struktur ist wünschenswert. Dies bedeutet, dass ein Jugendforum nicht nur für ein Jahr angelegt sein muss, sondern Strukturen aufgebaut und weiterentwickelt werden sollen.

    Die Förderung erfolgt auf der Grundlage der Leitlinie »Bundesweite Förderung lokaler Partnerschaften für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie Leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« sowie der »Fördergrundsätze des Begleitausschusses für den Lokalen Aktionsplan Weimar«.

    Entstehende Aufwendungen für die Begleitung des Jugendforums bzw. die Verwaltung des Fonds sind in angemessenem Umfang aus dem Zuschussbereich »Partizipation, Vernetzung, Öffentlichkeitsar­beit und Coaching« verwendbar. Eine Verwendung von Fondsmitteln hierfür ist nicht möglich.

    Die Mittel aus dem mit 6.000 € dotierten Jugendfonds sind zielgruppenorientiert z. B. als Mikroprojektefond durch die Jugendlichen selbst zu vergeben.

    Antragsberechtigt sind grundsätzlich nichtstaatliche Organisationen.

    Projektanträge sind auf der folgenden Seite zu finden: http://stadt.weimar.de/stadtverwaltung/tolerantes-weimar/projekte-foerderrichtlinien/
    Für die Antragstellung muss das Formular »Antrag Großprojekt« verwendet werden.

    Die Projektanträge sind bei der Koordinierungs- und Fachstelle per Mail und Post (mit Unterschrift im Original) spätestens bis zum21. Juni 2016 einzureichen unter

    Koordinierungs- und Fachstelle des LAP Weimar
    bei der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar
    Jenaer Str. 2/4
    99425 Weimar
    und
    wiesner(at)ejbweimar.de

    Die Vergabe der Zuwendungen soll im Juli 2016 erfolgen.

    Für die Anträge gilt:

    • Das Projekt darf erst nach der Antragstellung und Bewilligung beginnen.
    • Die Förderperiode bezieht sich auf das Jahr 2016 – somit müssen alle Projekte zum 31.12.2016 beendet sein.

    Hinweis: Die Koordinierungsstelle berät bei Fragen zur Antragstellung, Förderkriterien und Realisierung. Ansprechpartner: Maximilian Wiesner, + 49 3643 827-109, wiesner(at)ejbweimar.de.
    Der Lokale Aktionsplan Weimar wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« und vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Thüringer Landesprogramms »denkbunt – für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit«. Träger der Koordinierungsstelle ist die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 20. Juni 2016

  • Förderung von Demokratieprojekten und Wechsel externe Koordinierungsstelle Lokaler Aktionsplan Weimar

    Der Begleitausschuss des Lokalen Aktionsplan (LAP) Weimar hat für das Jahr 2016 Projekte mit einem Gesamtumfang von rund 60.000 € aus Bundes- und Landesfördermitteln in der Kulturstadt vergeben.

    Schwerpunkt der Förderung im Rahmen des Lokalen Aktionsplan Weimar in diesem Jahr sind Projekte zur Umsetzung der Weimarer Willkommenskultur. Dabei spiegelt sowohl die Bandbreite der Antragstellenden als auch die inhaltliche Ausrichtung der Projekte die starke Weimarer Zivilgesellschaft: Von der selbstorganisierten Gruppe »WE help« über den Sportverein KSSV Victoria Weimar-Schöndorf bis zum anerkannten Jugendhilfeträger JUL und dem Mehrgenerationenhaus Weimar-West reichen die geförderten Projektideen im Bereich Willkommenskultur. Konkret werden u.a. eine Fahrradwerkstatt, eine Textilwerkstatt, die Begegnung zwischen Geflüchteten und Einheimischen, eine Informationsreihe zum Weimarer Nachtleben und ein Sprachmittler*innen-Pool gefördert.

    Darüber hinaus wurde das Projekt »Gedenkweg Buchenwaldbahn« bewilligt, welches die Erinnerung an die Opfer des Konzentrationslagers Buchenwald mit der Errichtung eines Gedenkweges und der Sensibilisierung von Schüler*innen für die Verbrechen des Nationalsozialismus verwirklicht sowie die kritische Auseinandersetzung mit den Ereignissen im Münchner NSU-Prozess unter Einbeziehung Weimarer Schüler*innen durch Radio Lotte Weimar e.V. und das Theaterprojekt »Staatengründung« des Stellwerk Jugendtheaters.

    Ebenfalls neu ist die personelle Besetzung der externen Koordinierungsstelle: Maximilian Wiesner vertritt seit März die Stelleninhaberin Anika Keß in Ihrer Elternzeit.

    Für Fragen zum Lokalen Aktionsplan Weimar, zur Antragstellung, Hinweise oder Beratungstermine erreichen Sie die Koordinierungs- und Fachstelle: 03643 827-109, wiesner(at)ejbweimar.de.

    Der Lokale Aktionsplan Weimar wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« und vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Thüringer Landesprogramms »denkbunt – für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit«. Träger der Koordinierungsstelle ist die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 24. Mai 2016

  • Die EJBW führt Bundesmodellprojekt »Seminarleiter*innen-Ausbildung von und mit Geflüchteten« durch

    Die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar setzt sich für Bildung gegen Vorurteile – für ein besseres Miteinander in der Gesellschaft. Das Modellprojekt der EJBW erhält Zuschlag unter 600 Projektvorschlägen bundesweit.

    Am kommenden Wochenende, dem 21. und 22. Mai, treffen sich 35 junge Deutsche und Ausländer*innen in der »Europäischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar« (EJBW), um sich zu Seminarleiter*innen ausbilden zu lassen. Sie werden gemeinsam Workshops der politischen Bildung erarbeiten und diese dann an Schulen in Weimar und Thüringen anbieten. Damit beginnt ein Bundesmodellprojekt, dessen Ziel es ist, für mehr Anerkennung und Verständnis gegenüber Zuwander*innen zu werben. Stereotypen, Vorurteilen und Desinformation soll entgegen getreten werden.

    Auf dieses Treffen werden sieben weitere gemeinsame Ausbildungs-Wochenenden zu Themen der non-formalen politischen Bildung folgen. Migrant*innen und Deutsche bilden jeweils Teams, die gemeinsam einen Seminarbaustein gestalten. Themen der Bildungsangebote sind die folgenden: Christentum und Islam, gesellschaftliche Werte, (Zeit-)Geschichte in Deutschland und im Nahen Osten, Stereotype und Vorurteile, Geschlechterrollen, Familie, Traditionen und Bräuche, Sexualität und gesellschaftliche Vielfalt etc. Von den Workshops können auch Institutionen in und um Weimar profitieren: sie können ein Trainer*innen-Paar für einen Workshop anfragen.

    Ziel ist es, »eine Begegnung auf Augenhöhe zwischen Geflüchteten und Deutschen, die gemeinsam Workshops konzipieren, umsetzen und dabei viel über die jeweils anderen lernen, herzustellen«, so wünscht es sich Eric Wrasse, pädagogischer Leiter der EJBW. »Wir brauchen jetzt dringender denn je derart ausgebildete Menschen, die Brückenbauer*innen zwischen Deutschen und Geflüchteten sind«, ergänzt er.

    Es handelt sich bei diesem Training um ein Modellprojekt, das bisher einmalig in Deutschland ist und sich gegenüber 600 anderen Projektanträgen durchgesetzt hat. Gefördert wird es aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 19. Mai 2016

  • Gegen Hass und Hetze im Alltag argumentieren

    In der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar findet vom 7. bis 8. April ein Argumentations- und Handlungstraining in Kooperation mit der Landeskoordination Thüringen »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen statt.

    Populistische Hetze und menschenverachtende Parolen, aktuell vor allem gegen Geflüchtete und Helfende, tauchen nicht nur in sozialen Netzwerken, sondern immer häufiger ganz unverhohlen im öffentlichen Raum auf. Auch in Schulen, Jugendclubs und anderen Einrichtungen stoßen die dort pädagogisch Handelnden vermehrt auf emotional aufgeladene, irrationale Argumente und damit zum Teil an die Grenzen ihrer Argumentations- und Handlungsfähigkeit.

    20 pädagogische Fachkräfte wie Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Erwachsenenbildung, kommen aus ganz Deutschland in die EJBW, um in diesem Training Strategien zu erproben, wie sie im Berufsalltag menschenverachtende Einstellungen erkennen und argumentativ widerlegen können. Es werden aktuelle Abwertungs- und Feindlichkeitseinstellungen, z.B. gegenüber Geflüchteten, thematisiert und eine Grundlage geschaffen, um zukünftig auf der Basis individueller Stärke situationsangemessen, argumentationssicher und mit Überzeugungskraft reagieren zu können.

    Alle Medienvertreter*innen sind zur Veranstaltung recht herzlich eingeladen! Wir freuen uns, dass Jana Simon, eine Expertin auf diesem Gebiet und Redakteurin der »ZEIT«, ihr Kommen zugesagt hat.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 07. April 2016

  • Die Projektreihe der EJBW »Außerschulische Bildung und Diversität in der europäischen Jugendarbeit« geht in die nächste Phase

    Fachkräfte der Jugendarbeit aus 19 verschiedenen Ländern kommen zu regionalen Tagungen in Mazedonien und Bosnien & Herzegowina zusammen.

    Vom 2. – 6. April 2016 und vom 8.- 12. Juni 2016 treffen sich in Tetovo (Mazedonien) sowie Sarajevo (Bosnien & Herzegowina) Fachkräfte der Jugendarbeit aus 19 verschiedenen europäischen Ländern zu zwei regionalen Tagungen »Non-Formal Education and Diversity in European Youth Work: Subjects – Methods – Exchange«, um ihre Meinungen, Erfahrungen und Wissen zu diesem Thema auszutauschen.

    Die zwei Treffen sind Teil der auf anderthalb Jahre angelegten Projektreihe der EJBW mit dem Thema »Außerschulische Bildung und Diversität in der europäischen Jugendarbeit«.

    Zum Auftakt des Projektes hat im Sommer 2015 ein Vernetzungstreffen (Partnerkontaktseminar) in Novi Sad, Serbien stattgefunden. Daraufhin fand in Weimar im Herbst 2015 eine Fachkräftefortbildung (Trainingskurs) statt. Nun werden jeweils in Tetovo (Mazedonien) sowie Sarajevo (Bosnien & Herzegowina) zwei Tagungen zu den Themen »Diversität & Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit« sowie »Diversität und Inklusion« durchgeführt.

    Während dieser Regionaltagungen stehen folgende Fragen im Zentrum der Diskussion: Was bedeutet Diversität? Welche Rolle spielt sie in der außerschulischen politischen Bildung? Welche Ansätze und Strategien verfolgen die Organisationen vor Ort in ihrer Arbeit zu den Themen »Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit« sowie »Inklusion«. Was sind die Stärken und Schwächen in der täglichen Arbeit mit den Zielgruppen? Des weiteren werden die Tagungen dazu beitragen, dass sich Organisationen vor Ort mit den beteiligten Partnern aus 19 verschiedenen Europäischen Ländern vernetzen und Kontakte für zukünftige Partnerschaften knüpfen können.

    Der Projektleiter, Bildungsreferent der EJBW Markus Rebitschek betont die Aktualität des Themas »Diversität« und die Wichtigkeit, sich damit fachlich intensiv auseinanderzusetzen. »Als Teil der Balkanroute, der Erklärung zu so genannten »sicheren Herkunftsländern«, einer jahrelangen gewalthaften Auseinandersetzung mit den eigenen Minderheiten und stark ausgeprägten Formen von Rassismus und Homophobie in den Gesellschaften befinden wir uns mit den Tagungen im Zentrum des derzeitigen Europäischen Geschehens« so Rebitschek.

    Die Tagungen werden den Teilnehmer*innen Impulse geben, ihre Erfahrungen auszutauschen, das Expertenwissen mit den anderen zu teilen und ihre Stärken als Multiplikator*innen zu kennen. Als Abschluss der Projektreihe wird ein Auswertungsseminar im August/September in Rodowo, Polen stattfinden.

    Das Projekt resultiert aus einer Kooperation einer Projektgruppe im AdB (Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten), unterstützt vom EU-Programm »Erasmus+/Jugend in Aktion«.

    Die Medienvertreter*innen und alle, die sich für das Thema interessieren, sind herzlich eingeladen, an den Tagungen teilzunehmen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 18. März 2016

  • Syrische Geflüchtete unterrichten Schüler*innen aus Weimar und Rom

    Workshops für Jugendliche an der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte in Weimar

    Zehn Geflüchtete aus Syrien bieten am heutigen Donnerstag und Freitag im Reithaus der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte (EJBW) Workshops der politischen Bildung an. Daran nehmen achtzig Schüler*innen des Goethe-Gymnasiums Weimar und des Liceo Scientifico Morgagni aus Rom teil.

    »Es ist eine einmalige Gelegenheit für die Jugendlichen, aus erster Hand etwas über die politische Situation in Syrien, die Flucht aber auch über die arabische Kultur und Sprache und den so kontrovers diskutierten Islam zu erfahren. Sie können alle Fragen, die sie an Geflüchtete haben, direkt stellen«, erläutert Eric Wrasse, pädagogischer Leiter der EJBW, das Projekt. Die Geflüchteten haben sich intensiv auf die Workshops vorbereitet und zahlreiche Materialien wie Fotos, Videos und Alltagsgegenstände zusammengestellt. Dazu gehört auch ein Video, das ihre Ankunft im Schlauchboot auf der griechischen Insel Samos zeigt.

    Für welche Werte steht der Islam? Wie lebt man in Damaskus in der Familie und Nachbarschaft? Wer kämpft eigentlich gegen wen im Nahen Osten und wie ist der Konflikt entstanden? Warum heißt das Mittelalter in Arabien ›Goldenes Zeitalter‹? Inwiefern war die Region damals in Medizin, Wissenschaft und Philosophie führend? Warum sprechen Geflüchtete von der ›Reise des Todes‹, wenn sie über ihre Flucht aus Syrien sprechen? Wie lebt eine gläubige Muslimin? Das sind unter anderem die Themen der Workshops.

    »Ich freue mich wirklich sehr, dass ich die Möglichkeit habe, mit diesen jungen Leuten aus Deutschland und Italien zu arbeiten. Es ist eine große Verantwortung, mein Volk hier zu repräsentieren, aber ich denke es ist nötig, das zu tun« sagt Anas Alkarri, ein 26-jähriger Syrer, der mit seiner Frau und seinem zwei Monate alten Sohn seit Oktober 2015 in Weimar Nord lebt. Er wird in seinem Workshop gemeinsam mit seinem Landsmann Ali Alketranji die arabische Alltagskultur vorstellen und unter anderem zeigen, wie man in Damaskus Kaffee zubereitet und sich am Kaffeetisch mit Freunden und Familie trifft.

    Die Workshops finden im Rahmen eines Seminars zum Thema Menschenrechte statt, das die EJBW alljährlich als deutsch-italienische Begegnung organisiert.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 10. März 2016

Medienecho

  • Junge Leute stellen sich der Zukunft

    Thüringer Allgemeine vom 03.08.2017

    Was ist das Gute Leben? – Das fragten sich 60 Jugendliche aus zehn Ländern beim internationalen Sommercamp ab 5. August in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW). Im englischsprachigen Programm gab es Kunstworkshops mit Malen, Fotografieren und Comiczeichnen sowie Diskussionsrunden.

    Diese und noch weitere interessante Informationen zum Projekt waren in einer ausführlichen Berichterstattung auf der Webseite der TA zu lesen. Hier geht es zum Artikel.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 21. August 2017

  • Projekt für Demokratie gefördert

    Thüringer Allgemeine und Thüringische Landeszeitung vom 28.07.2017

    Der Lokale Aktionsplan Weimar (LAP) fördert in diesem Jahr noch einmal sechs Demokratieprojekte mit einer Summe von rund 15 000 Euro. Seit Anfang 2017 wurden 16 Vorhaben mit etwa 60 000 Euro unterstützt. Darüber hinaus sind weiterhin Anträge für Mikroprojekte möglich.
    Den vollständigen Artikel finden Sie auf der Webseite der TA.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 07. August 2017

  • Interview mit Christian-Friedrich Lohe auf Radio Lotte

    Bildungsreferent Christian-Friedrich Lohe gab am 20. Juni ein Interview auf Radio Lotte zum Thema: Wie kann man Menschen erreichen, die Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen wollen und sich stattdessen auf gefühlte Wahrheiten berufen? Anlass war die Fachtagung »Politische Bildung in der Postfaktischen Gesellschaft« der EJBW am 22./23.06.2017.

    Hier können Sie das Interview anhören.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 07. August 2017

  • Plädoyer für Werte

    Thüringer Allgemeine und Thüringische Landeszeitung vom 10.06.2017

    Die Zeitungen schrieben über das neue Buch »Der leise Atem der Zukunft«, welches des Autor Ulrich Grober am 12. Juni mit einer Lesung im Reithaus vorgestellt hat. Grober plädiert für eine Kultur der Empathie, Entschleunigung und Selbstbeschränkung. Die Lesung gehörte zum Rahmenprogramm des Projekts »Schulbrücke«, welches vom 9. bis 16.Juni in der EJBW stattfand.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 23. Juni 2017

  • Seminar gegen Internet-Hass

    Thüringer Allgemeine und Thüringische Landeszeitung vom 08.06.2017

    Das Pilot-Trainingsseminar zum Thema »Hate Speech« mit Teilnehmer*innen aus mehreren Ländern fand am 8.Juni in der EJBW statt. Es gehört zu dem vom Europarat gestarteten Projekt »No Hate Speech Movement«, das Konzepte gegen Hass und Diskriminierung im Internet entwickeln und umsetzen will.

    Als Gäste waren Experten aus Politik und Zivilgesellschaft anwesend, darunter Madeleine Henfling (Parlamentarische Vize-Geschäftsführerin von Bündnis 90/Die Grünen), Sina Laubenstein (Journalistin und Leiterin des »No Hate Speech Movement DE«), Menno Ettema (Europarat) und Johannes Baldauf (Amadeu-Antonio-Stiftung).

    Die vollständigen Artikel finden Sie auf den Webseiten der TA und TLZ.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 20. Juni 2017

  • Moritz Kilger wechselt nach Berlin

    Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung und Ostthüringer Zeitung vom 19.05.2017

    Eine kurze Berichterstattung über die Feier, mit der Dr. Moritz Kilger vom EJBW-Team und seinen Wegbegleitern der letzten Jahre verabschiedet wurde, gab es in den drei Thüringer Zeitungen.

    Die kompletten Artikel können Sie in der TA, TLZ und OTZ weiterlesen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 07. Juni 2017

  • Was ist für Sie Zuhause, Moritz Kilger?

    Thüringer Allgemeine und Thüringische Landeszeitung vom 16.05.2017

    Private Einblicke gab Dr. Moritz Kilger für die Themenseite »Zuhause« der TA- und TLZ-Wochenendausgabe. Er sei in seinem Leben schon 35 Mal umgezogen, seit er sein Elternhaus verlassen hat, schreibt er. Ob Platten- oder Altbau, er habe schon überall gewohnt. Dies hat seinen Grund in der Suche danach, was beruflich zu ihm passt. Dr. Kilger (41) ergriff in seinem Leben schon viele Möglichkeiten, die sich ihm auftaten: Er war Wissenschaftler, Lehrer, Unternehmensberater, Leiter einer Stiftung oder zwischendurch auch schon mal arbeitslos.

    So kam er 2012 nach Weimar an die EJBW. Die Stadt sei ihm sehr ans Herz gewachsen, schreibt er. Er mag die kurzen Wege, das viele Grün und die Ruhe sowie die spannenden Leute. Und ihm fällt es doch schwer, dieses kleinstädtische zu verlassen und nach Berlin zu gehen, wo ein neuer Job auf ihn wartet. »Zu Hause fühle ich mich überall dort, wo ich mit vertrauten Menschen bin, die ich mag und die mich mögen – ob in Weimar oder in Berlin.«

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 07. Juni 2017

  • Rückblick von Dr. Moritz Kilger auf seine Arbeit in der EJBW im Interview mit Radio Lotte

    Dr. Moritz Kilger wurde ins Studio von Radio Lotte zum Interview eingeladen, in dem er auf fünf Jahre seiner Arbeit als Leiter der EJBW zurückblickt. Das Interview wurde am 26.04.2017 live gesendet. Direkt zum Interview

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 01. Mai 2017

  • »The New York Times« schreibt über Weimar!

    Auch einige Teilnehmende des Modellprojektes der EJBW »Seminarleiter*innen-Ausbildung mit/von Geflüchteten« kommen in der Geschichte vor.

    »Germany settled the migrants with classic efficiency and astonishing speed. But on the person-to-person level where integration really happens, there were staggering cultural headwinds.

    The storied city of Weimar, Germany (population 65,000), absorbed 900 refugees in a year. Our journalists spent months on the ground examining integration from all sides.«

    By Rick Lyman and Melissa Eddy, published on 28th April 2017.

    Read more

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 28. April 2017

  • 250 junge Belgier betrachten in Weimar Menschenbilder

    Thüringer Allgemeine und Thüringische Landeszeitung vom 30.03.2017

    Im Rahmen des Projektes »snapshot« zu historisch-politisch-kultureller Bildung arbeiten die Klassik-Stiftung, die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und die EJBW eng mit der Stadt Leuven zusammen. Noch bis Freitag sind daher 250 Jugendliche aus dem flämischen Teil Belgiens zu Gast in Weimar. In ihrem Bildungsprojekt »snapshot« geht es um die Frage, wie in verschiedenen Epochen Menschenbilder das Zusammenleben beeinflusst haben – und was das für die Gestaltung unserer Gegenwart und Zukunft bedeuten kann.

    Den kompletten Artikel können Sie in der TA weiterlesen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 30. März 2017

  • Junge Trainer*innen aus Syrien und Serbien unterrichten Jugendliche aus Weimar und Rom

    Thüringer Allgemeine und Thüringische Landeszeitung vom 23.02.2017

    Sechs junge Trainer*innen aus Syrien und Serbien, die 2016 zu Multiplikator*innen der politischen Bildung im Rahmen des Bundesmodellprojektes »Seminarleiter*innen-Ausbildung von und mit Geflüchteten« in der EJBW ausgebildet wurden, bieten am 23.Februar im Reithaus Workshops der politischen Bildung an. Daran nehmen 45 Schüler*innen der Freien Waldorfschule Weimar und des Liceo Scientifico Morgagni aus Rom teil.

    Den kompletten Artikel können Sie in der TA weiterlesen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 23. Februar 2017

  • Ausstellung in Weimar beleuchtet Nazi-Szene

    MDR, Thüringer Journal vom 13.02.2017

    Der Lokale Aktionsplan Weimar, die Heinrich-Böll-Stiftung, das Bürgerbündnis gegen Rechts, die EJBW und das JournalistInnenkollektiv correctiv sowie die Stadt Weimar zeigen die grafische Reportage »Weisse Wölfe«. Bis Ende März sind die Bilder in der Stadtverwaltung Weimar im Haus 1 in der Schwanseestraße 17 zu sehen. Den Kurzbericht über die Ausstellung können Sie sich ab der 21:30 Min. anschauen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 15. Februar 2017

  • Ausstellung zu Rechtsterror

    Thüringer Allgemeine vom 11.02.2017

    »Weiße Wölfe – eine grafische Reportage über rechten Terror« heißt eine Ausstellung, die am Montag, 13. Februar, im Haus 1 der Weimarer Stadtverwaltung Schwanseestraße 17) beginnt. Sie ist ein Kooperationsprojekt des Lokalen Aktionsplans, der Heinrich-Böll-Stiftung, des Bürgerbündnis gegen Rechts, der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte, des Journalistenkollektivs »Correctiv« sowie der Stadt Weimar.
    Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 31. März, montags bis donnerstags jeweils 8 bis 17 Uhr, freitags 8 bis 14 Uhr, bei freiem Eintritt.
    Zum TA-Online-Artikel

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 15. Februar 2017

  • Erinnern und gedenken

    Thüringer Allgemeine vom 11.02.2017

    Mit einem Mahn- und Bildungsgang zur Geschichte erinnert das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus heute ab 10 Uhr an die Bombenangriffe vom Februar 1945 und ihre historischen Umstände. Mit dem Gedenken verbunden wird ein »Gang durch die Geschichte«.
    Auf dem Theaterplatz sind ab 11.40 Uhr Redebeiträge u.a. von Rikola-Gunnar Lüttgenau, dem stellv. Stiftungsdirektor in Buchenwald; Heiko Clajus, Initiative Gedenksteine Buchenwaldweg; Andreas Leps (Grüne) mit einer Stadtratserklärung; OB Stefan Wolf, Rola Zimmer, Lebenshilfewerk Weimar/Apolda, Kunstfestintendant Christian Holtzhauer, Eric Wrasse (EJBW), Sarmad Abdul Majid, Lorna Heyge (Heyge-Stiftung Projekt Staatsbank); Max Welch-Guerra (Bauhaus100) vorgesehen. Zum TA-Online-Artikel.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 11. Februar 2017

  • Lehrer aus sieben Nationen treffen sich zu einer Premiere

    Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung, Ostthüringer Zeitung vom 11.02.2017

    In der EJBW läuft bis Sonntag die erste »LehrerBrücke« der Nationalstiftung, der Robert-Bosch-Stiftung und der EJBW. OB empfing gestern die 23 Teilnehmer.
    Die kompletten Artikel können Sie in der TA und OTZ weiterlesen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 11. Februar 2017

  • Austausch über Grenzen

    Thüringer Allgemeine vom 10.02.2017

    Mehr als 25 Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Europa treffen sich bis zum 12. Februar zur ersten europäischen »LehrerBrücke« in Weimar.
    Weiter hier lesen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 10. Februar 2017

  • EJBW stiftet »LehrerBrücke«

    Radio Lotte vom 10.02.2017

    An der Europäischen Jugendbildungs- und -begegnungsstätte haben sich 25 Lehrer aus ganz Europa eingefunden – von Petrosawodsk bis Meran, von Paris bis Warschau, heißt es vom Veranstalter EJBW. Demnach sind die internationalen Lehrkräfte seit 15 Jahren Teilnehmer des sogenannten »SchulBrücken-Programms« der Deutschen Nationalstiftung und der Robert-Bosch-Stiftung. Hier geht es zum Beitrag.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 10. Februar 2017

  • Was ist wichtig bei der Arbeit mit jungen Geflüchteten? - Syrische und deutsche Fachkräfte der EJBW im Interview mit IJAB

    IJAB (Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.) hat eine Arbeitshilfe publiziert, die exemplarisch zeigt, wie Erfahrungen und Fachwissen aus der Internationalen Jugendarbeit in die Arbeit mit Gruppen mit jungen Geflüchteten eingebracht werden können. Das Bundesmodellprojekt der EJBW »Seminarleiter*innen-Ausbildung von und mit Geflüchteten« wird auf den Seiten der Broschüre vorgestellt, pädagogischer Leiter Eric Wrasse und syrische Trainer*innen Anas Alkarri und Humam Alkhodari sprechen im Interview darüber, was wichtig bei der Arbeit mit jungen Geflüchteten ist, welche Grundvoraussetzungen von Geflüchteten und Organisationen beachtet werden sollen etc.

    Die Publikation richtet sich an haupt- und ehr enamtliche Fachkräfte, die mit Menschen unterschiedlicher Herkunft arbeiten. Die Inhalte eignen sich zum einen zur Anwendung in der direkten Arbeit mit Jugendlichen, aber auch zur Sensibilisierung von Fachkräften.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 12. Januar 2017

  • Rückblick auf das Jahr 2016

    Leiter der EJBW Moritz Kilger blickt auf das ausklingende Jahr im Interview mit Radio Lotte zurück. Das Interview wurde am 17.11.2016 in Weimar live gesendet. Hier gleich das Interview anhören.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 20. November 2016

  • Schüler*innen berichten begeistert über ihren Besuch bei den »Schulbrücken«

    Die Projektwoche »Schulbrücke Europa« findet mehrmals im Jahr an unterschiedlichen Orten in Deutschland statt, darunter in der EJBW in Weimar. Die »Schulbrücke Weimar« wird zweimal im Jahr in der EJBW Weimar durchgeführt. So waren im Herbst 2016 viele Schüler*innen aus mehreren europäischen Ländern bei uns zu Gast, um sich u.a. mit der Weimarer Klassik und europäischen Zukunftsfragen zu befassen (Schulbrücke Weimar) – oder um die Begriffe Nation und Europa unter den Aspekten Kultur und Bildung, Verfassung und Menschenrechte, Wirtschaft und Euro sowie Frieden und Sicherheit zu diskutieren (Schulbrücke Europa).
    Im September war das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bonn zu Besuch bei der »Schulbrücke Weimar« und im Oktober die Marienschule Euskirchen bei der »Schulbrücke Europa«. Die begeisterten Erfahrungsberichte der Schüler*innen sind auf den Webseiten des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bonn und der Marienschule Euskirchen veröffentlicht.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 17. November 2016

  • Plötzliche Chance für das Kidibu

    Am 16.11. veröffentlichten TA und TLZ einen Beitrag über das »Kinderinformationsdingsbums«, kurz Kidibu genannt. Kidibu ist ein Spielgerät, das auch als analoge Informationsplattform für Kinder bis 14 Jahre dienen und demnächst auf dem Goetheplatz installiert werden soll. Im Projektbüro »Findet Demo« der EJBW und im Mitmach-Café vom Kinderbüro der Stadt Weimar hatten vorab 60 Kinder die Idee zum Kidibu entwickelt und ihre Modelle sowie Zeichnungen eingereicht. Über die endgültige Gestalt und die Funktionen des Kidibu können allein Weimarer Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre abstimmen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 16. November 2016

  • AdB-Bericht erwähnt Modellprojekt »Seminarleiter*innen-Ausbildung von und mit Geflüchteten« der EJBW

    Am 7.11. veröffentlichte der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) einen Abschlußbericht über dessen Fortbildungsreihe »Flucht und Geflüchtete – Thema und Zielgruppe politischer Bildung«. Hierin wurde die Teilnahme von Absolventen unseres Bundesmodellprojekts »Seminarleiter*innen-Ausbildung von und mit Geflüchteten« positiv hervorgehoben. Den Bericht kann man auf der Webseite des AdB nachlesen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 07. November 2016

  • Grenzen im Kopf überwinden - Treffen der »Schulen ohne Rassismus«

    TA und TLZ schrieben am 3.11. über das 3. Landestreffen von »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«, das am 8.11. im Reithaus der EJBW stattfindet. Erwartet werden zu diesem Treffen etwa 130 Schüler sowie Lehrkräfte aus rund 30 Thüringer Courage-Schulen. Thematisch dreht sich das diesjährige Landestreffen um die Frage »Grenzen im Kopf?«, denn Grenzen im Kopf zu überwinden ist das Ziel engagierter Kinder und Jugendlicher, die an einer »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« lernen.
    Den Auftakt bildet eine öffentliche, kostenfreie Lesung des Buches »Wolfgang Nossen – Der Mann der Tacheles redet«, Autorin Kerstin Möhring und Wolfgang Nossen werden als Gäste erwartet. Im Programm stehen außerdem Workshops zur Flüchtlingsthematik, Rechtsextremismus und Islam. Zum ersten Mal im Rahmen des Landestreffens bieten die Absolventen des Modellprojektes »Seminarleiter-Ausbildung von und mit Geflüchteten« den Workshop »Journey of Death – Die Geschichte einer Flucht« an. Schüler*innen können mit direkten Akteuren diskutieren und sich austauschen. Die Ausstellung »Angsträume – Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen« sowie unterschiedliche Projektbeispiele aus den Courageschulen und Angebote von Kooperationspartnern werden präsentiert. Höhepunkt soll eine Flashmob-Aktion mit bunten Regenschirmen am 8. November auf der Wiese vor dem Reithaus werden.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 03. November 2016

  • Bericht über Modellprojekt »Seminarleiter*innen-Ausbildung von und mit Geflüchteten« in der Zeitung »Freies Wort«

    Am 20.10. gab Sebastian Haak in der »Freies Wort« unter dem Titel »Mehr, als sie sich erhofft haben« einen guten Einblick in das Projekt, dessen Ausbildungen vor kurzem abgeschlossen sind. Er schreibt z.B. von den nicht immer leichten Anfängen des Projektes: »›Wir mußten erst mal eine Vertrauensbasis in der Gruppe schaffen, um inhaltlich arbeiten zu können‹, sagt Christian-Friedrich Lohe. Das habe viel Zeit gekostet. Zum Beispiel seien die Seminarbetreuer gemeinsam mit den etwa zehn Flüchtlingen, dem etwa halben Dutzend deutschen Teilnehmern sowie den etwa 15 Deutschen ohne Migrationshintergrund nach Leipzig gefahren. Und nach Berlin. Das habe dann das nötige Vertrauen gebracht. Vertrauen, das die Teilnehmer des Seminars schließlich viel weiter brachte, als es zu dessen Beginn absehbar war. […] Ein sehr konkretes Ergebnis dieses Projekts sind vorkonzipierte Workshops, z.B. zum Selbstbild von muslimischen Frauen, zu Fluchtrouten, zur politischen Situation in Syrien oder zur Ideologie des islamischen Staates. Sie können alle von Syrern gehalten werden, die selbst als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind.«

    Haack beschreibt weiter die Reaktionen der Schüler*innen, die diese ersten Seminare besuchten: »Erste Erfahrungen […] gibt es bereits. Diese seien, räumt Eric Wrasse ein, durchaus gemischt ausgefallen. […] Es hätten sich manche Schüler einerseits sehr beeindruckt von dem gezeigt, was die Flüchtlinge – die häufig nicht dramatisch älter als sie sind – ihnen berichteten. Andererseits hätten sich manche Schüler schlicht und einfach auch in ihrem schon feststehenden, abwertenden Urteil über Geflüchtete bestätigt gefühlt.« Solche geteilten Reaktionen hat Wrasse auch schon oft bei Gesprächen von Schüler*innen mit Zeitzeugen von großen historischen Umwälzungen beobachtet.

    Wie geht es nun weiter? »Dass Wrasse, Lohe und auch die anderen Betreuer bei der Bildungsstätte trotzdem so sehr überzeugt von diesem Projekt sind, dass sie es 2017 in einer Jugendbildungsstätte in Unterfranken wiederholen wollen, liegt deshalb nicht nur in der Reaktion deutscher Schüler auf die Workshops. Sondern eben ganz entscheidend auch darin, was die jungen Flüchtlinge aus diesen Seminaren mitgenommen haben. Anas Alkarri zum Beispiel – der einen Workshop zur Alltragskultur in Syrien anbietet – sagt, einer der Hauptgründe für ihn an dem Projekt teilzunehmen, sei die Hoffnung gewesen, sich so leichter in Deutschland integrieren zu können. […] ›Das war‹, sagt Alkarri, ›ganz entscheidend für uns: Dass wir die Ausbildung mit Deutschen gemeinsam machen konnten.‹ « Die Gruppe, die sich zusammengefunden hatte, habe sich als ganz wundervoll erwiesen, es seien schöne Freundschaften entstanden, sagt er. Auch haben sie viel Hilfe von den Deutschen, z.B. bei Behördengängen, erhalten, was eigentlich gar nicht Ziel dieses Projektes war. »Alkarri sagt, dieser Workshop habe ihm viel mehr gebracht, als er sich das jemals erhofft habe.«

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 20. Oktober 2016

  • »So bekommen wir nicht, was wir zum Leben brauchen!« Wohlstand ohne Wachstum: Bildungsansätze für das Gute Leben im 21. Jahrhundert

    Ein Artikel von Moritz Kilger zum Jahresthema im AdB (Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten) »Wie wollen wir zusammen leben? Armut und Reichtum in der Demokratie«.

    Der Artikel ist auf S. 54 in der Zeitschrift »Außerschulische Bildung« Ausgabe 3-2016 sowie digital zu finden.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 12. Oktober 2016

  • Interview zum Thema »Wohlstand ohne Wachstum« mit Moritz Kilger

    Radio LOTTE, Live-Sendung vom 18.08.2016

    Das Interview mit dem Leiter der EJBW Dr. Moritz Kilger zum Thema der Fachtagung »Wohlstand ohne Wachstum. Bildungsansätze für das Gute Leben im 21. Jahrhundert« können Sie sich auf unserem YouTube-Kanal anhören. Die Tagung hat vom 17. bis 18.08.2016 in der EJBW stattgefunden.

    Die Fachtagung befasste sich mit den tieferliegenden Ursachen heutiger Problemlagen und möglichen Wegen aus der Krise. Sie legte einen Fokus auf die Frage, was eigentlich wirklich wichtig ist, um ein »gutes Leben« führen zu können. Denn die heutige Lebensausrichtung hat den Menschen einen ständigen »Krisenmodus« beschert.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 12. Oktober 2016

  • Kohle für coole Ideen - Jugendforum will Projekte von Kindern und Jugendlichen umsetzen

    Das Presseamt der Stadt Weimar veröffentlichte am 4.10. einen Beitrag über das Weimarer Jugendforum. Unter dem Motto »von Dir gedacht – für alle gemacht« fand erstmals eine offene Werkstatt dieses Jugendforums statt. Das Forum ist ein Teil der »Partnerschaft für Demokratie« des Bundesprogramms »Demokratie leben!« und wird durch den »Lokalen Aktionsplan«, dessen Träger die EJBW ist, ausgeschrieben. Den vollständigen Beitrag gibt es auf der Webseite des Presseamtes Weimar zu lesen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 04. Oktober 2016

  • Abschlusspräsentation der internationalen Jugendbegegnung »Weimarer Dreieck – Europa 2030: Schaffen wir das?« zum 25-jährigen Jubiläum des Weimarer Dreiecks

    Am Sonntag, den 28.08.2016, fand die Abschlusspräsentation der internationalen Jugendbegegnung »Weimarer Dreieck – Europa 2030: Schaffen wir das?« statt. Die 16- bis 20-jährigen aus Siena (Italien), Zamość (Polen), Blois (Frankreich) und Weimar haben anlässlich der Außenministerkonferenz in Weimar zum 25-jährigen Jubiläum des Weimarer Dreiecks drei Bühnenpräsentationen erarbeitet. Präsentiert wurden die Ergebnisse der Kunstworkshops: eine dreiminütige Tanz- und Performanceshow mit theatralen Elementen und Musik, ein dreiminütiger Kurzfilm und eine Fotoausstellung. Die Workshops wurden von erfahrenen Profis aus der Kunst- und Kulturszene geleitet.

    Über die internationale Jugendbegegnung im Rahmen der Weimarer Städtepartnerschaften und über die Außenministerkonferenz in Weimar am 28.08.2016 gibt es einen ZDF-Beitrag.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 29. August 2016

  • Naturnahes Camp-Projekt Weimar

    Thüringer Allgemeine (Weimar) vom 16.08.2016

    Die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte (EJBW) auf Reisen: In einem Wald in der Nähe von Kopyl in Weißrussland fand bis vor wenigen Tagen ein internationales Workcamp statt, an dem neben den Gastgebern sowie Jugendlichen aus Griechenland auch Teilnehmer aus der Region Weimar mitwirkten. Sie erlebten zwei Wochen Natur hautnah, konnten ihre handwerklichen Fähigkeiten beweisen und beschäftigten sich zudem mit dem Thema ökologische Nachhaltigkeit. Es handelte sich um eine Nachfolgeveranstaltung des Camps »ewoca³(+) – for everyone!«, welches die EJBW im vorigen Sommer organisiert hatte. Zum Programm gehörten auch Radtouren in die Region sowie eine Besichtigung der weißrussischen Hauptstadt Minsk.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 16. August 2016

  • Bar-Camp: Debatten im Reithaus. 120 Jugendliche tauschten sich aus

    Thüringer Allgemeine (Weimar) und Thüringische Landeszeitung (Weimar) vom 05.08.2016

    120 Jugendliche aus dem In- und Ausland trafen sich gestern zu einem sogenannten Bar-Camp im Reithaus. Die Teilnehmer gehören zu zwei Jugendcamps, die gerade parallel in Weimar stattfinden. Dabei gab es Workshops, die sich unter anderem mit Themen wie Stereotypen und Vorverurteilung sowie mit Migrationsgründen befassten. Die Themen waren von den Jugendlichen selbst ausgewählt und entwickelt worden. Das Europäische Jugendcamp »Demokratie aktiv gestalten und (er)leben« ist ein Projekt der Europäischen Jugendbegegnungsstätte mit Partnern aus Armenien, Azerbaijan, Belarus, Georgien, Moldova, Russland, der Ukraine und Deutschland. Das Sommercamp »Welchen Weg nehmen wir? – Flucht als Thema der historisch-politischen Bildungsarbeit« lief in Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum und der Bundeszentrale für politische Bildung.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 05. August 2016

  • Camp zum Thema Flucht

    Thüringer Allgemeine (Weimar) vom 04.08.2016, S.15

    Unter dem Motto »Welchen Weg nehmen wir?« beschäftigen sich bei einem Jugendcamp in Weimar noch bis Freitag 60 Jugendliche aus ganz Deutschland mit dem Thema Flucht in Geschichte und Gegenwart. Darunter vier junge Männer, die selbst jüngst Flucht erfahren haben. In Workshops diskutieren sie über Flüchtlingspolitik und lernen Biografien Geflüchteter kennen. Darauf aufbauend wollen sie Ideen für eigenes Engagement entwickeln.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 04. August 2016

  • Camp zum Thema Flucht

    Thüringische Landeszeitung (Weimar) vom 04.08.2016, S.15

    Die TLZ veröffentlicht am 4. August 2016: »Unter dem Motto »Welchen Weg nehmen wir?« beschäftigen sich bei einem Jugendcamp in Weimar noch bis Freitag 60 Jugendliche aus ganz Deutschland mit dem Thema Flucht in Geschichte und Gegenwart. Darunter vier junge Männer, die selbst jüngst Flucht erfahren haben. In Workshops diskutieren sie über die aktuelle Flüchtlingspolitik und lernen die Biografien und Schicksale Geflüchteter kennen.«

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 04. August 2016

  • Bildungsstätte frischer im Netz

    Thüringer Allgemeine (Weimar) vom 06.07.2016, S. 15

    Die Europäische Jugendbildungs- und -begegnungsstätte Weimar präsentiert sich im Internet mit einer neu gestalteten Website. Nach technischer, optischer und inhaltlicher Überarbeitung ist sie nun grundlegend modernisiert. Zum einen wird auf der Webseite ein facettenreiches Programm rund um den Lernort Weimar aufgezeigt, zum anderen stellt sich die EJBW als ein moderner Tagungs- und Übernachtungsort in
    Weimar vor. Die Website ist zudem vollständig mobil nutzbar. Die Jugendbildungs- und begegnungsstätte im Netz: www.ejbweimar.de

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 06. Juli 2016

  • Website neu gestaltet

    Thüringische Landeszeitung (Weimar) vom 24.06.2016, S. 16

    »Das Jahr 2015 war für die EJBW ein Jahr voller spannender pädagogischer Veranstaltungen, kreativer Kooperationen und wichtiger Meilensteine in unserer Qualitätsentwicklung«, resümiert Moritz Kilger, Leiter der EJBW.

    Über 3690 Jugendliche und Fachkräfte aus dem In- und Ausland haben sich 2015 mit Kernfragen der Gegenwart, wie dem Fortbestand der EU, in der Jugendbildungsstätte beschäftigt. Der Jahresbericht gibt einen Überblick über die Vielzahl an Projekten im vergangenen Jahr.

    In neuem Corporate Design präsentiert sich die Homepage der EJBW unter der bekannten Adresse (www.ejbweimar.de) nach langer technischer, optischer und vor allem inhaltlicher Überarbeitung, nun grundlegend modernisiert und erneuert.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 24. Juni 2016

  • Projekte bewilligt. Förderung von Demokratieprojekten

    Thüringische Landeszeitung (Weimar) vom 25. Mai 2016, S. 13

    Der Begleitausschuss des Lokalen Aktionsplan (LAP) Weimar hat für das Jahr 2016 Projekte mit einem Gesamtumfang von rund 60 000 Euro aus Bundes- und Landesfördermitteln in der Kulturstadt vergeben.

    Schwerpunkt der Förderung im Rahmen des Lokalen Aktionsplan Weimar in diesem Jahr sind Projekte zur Umsetzung der Weimarer Willkommenskultur. Dabei spiegelt sowohl die Bandbreite der Antragstellenden als auch die inhaltliche Ausrichtung der Projekte die starke Weimarer Zivilgesellschaft: Von der selbstorganisierten Gruppe »WE help« über den Sportverein KSSV Victoria Weimar-Schöndorf bis zum anerkannten Jugendhilfeträger JUL und dem Mehrgenerationenhaus Weimar-West reichen die geförderten Projektideen im Bereich Willkommenskultur. Konkret werden unter anderem eine Textilwerkstatt und ein Sprachmittler-Pool gefördert.

    Der Lokale Aktionsplan Weimar wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« und vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Thüringer Landesprogramms »denkbunt – für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit«. Träger der Koordinierungsstelle ist die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 25. Mai 2016

  • Deutsche und Flüchtlinge im Team

    Thüringer Allgemeine (Weimarer Allgemeine) vom 20. Mai 2016

    Im Artikel geht es um den Start des Bundesmodellprojektes der EJBW. Im Rahmen des Projektes lassen sich 35 junge Deutsche und Ausländer zu Seminarleitern ausbilden. Sie werden gemeinsam Workshops der politischen Bildung erarbeiten und diese dann an Schulen in Weimar und anderen Orten Thüringens anbieten.

    Migranten und Deutsche bilden jeweils Teams, die einen Seminarbaustein gestalten. Themen sind u. a.: Christentum und Islam, Werte, (Zeit-)Geschichte in Deutschland und im Nahen Osten, Geschlechterrollen, Traditionen und Bräuche. Von den Workshops können auch Institutionen in und um Weimar profitieren.

    Dieses Modellprojekt ist bisher einmalig in Deutschland. Es setzte sich gegenüber 600 anderen Projektanträgen durch.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 20. Mai 2016

  • Impressionen aus dem deutsch-chinesischen Jugend- und Fachkräfteaustausch

    Welche Perspektive bietet der deutsch-chinesische Jugend- und Fachkräfteaustausch? Darum geht es in der Online-Publikation China-Spezial der ‪IJAB.

    Eric Wrasse, Pädagogischer Leiter der ‪EJBW‬, berichtet im Interview mit der IJAB über die intensive und fruchtbare Zusammenarbeit der EJBW mit den chinesischen Partnern. Direkteinstieg zum Interview hier.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 10. Mai 2016

  • Welttag gegen Rassismus

    Videobeitrag, SalveTV, 22.03.2016

    Zum ‪Welttag Gegen Rassismus‬ hat SalveTV einen Neuzusammenschnitt aus Archivbeiträgen über die Arbeit der ‪Landeskoordination Thüringen‬ ‪«Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‬« gemacht. Die Archivreise gibt einen Einblick in die Projekte des Thüringer Netzwerkes.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 22. März 2016

  • Schüler treffen Flüchtlinge

    Workshop mit Syrern an der EJBW

    Thüringische Landeszeitung, 11.03.2016, Seite 1

    TLZ berichtet über die Workshops der politischen Bildung, die zehn Geflüchtete aus Syrien im Rahmen des deutsch-italienischen Jugendbegegnung in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte (EJBW) anbieten. Daran nehmen teil 80 Schüler des Weimarer Goethe-Gymnasiums und des Liceo Scientifico Morgagni aus Rom.

    »Es ist eine einmalige Gelegenheit für die Jugendlichen, aus erster Hand etwas über die politische Situation in Syrien, die Flucht, aber auch über die arabische Kultur und Sprache und den so kontrovers diskutierten Islam zu erfahren. Sie können alle Fragen, die sie an Geflüchtete haben, direkt stellen« erläutert Eric Wrasse, pädagogischer Leiter der EJBW, das Projekt. Die Geflüchteten haben sich intensiv auf die Workshops vorbereitet und Fotos, Videos und Alltagsgegenstände zusammengestellt. Dazu gehört auch ein Video, das ihre Ankunft im Schlauchboot auf der griechischen Insel Samos zeigt.

    »Ich freue mich sehr, dass ich die Möglichkeit habe, mit diesen jungen Leuten aus Deutschland und Italien zu arbeiten. Es ist eine große Verantwortung, mein Volk hier zu repräsentieren, aber ich denke es ist nötig, das zu tun« sagt Anas Alkarri, ein 26-jähriger Syrer, der mit seiner Frau und seinem zwei Monate alten Sohn seit Oktober 2015 in Weimar lebt. Er wird in seinem Workshop gemeinsam mit seinem Landsmann Ali Alketranji die arabische Alltagskultur vorstellen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 11. März 2016

  • Flämische Schüler lernen in Weimar

    Projekt »Snapshot« in Begegnungsstätte

    Thüringische Landeszeitung vom 03.03.2016, Seite 15

    Im TLZ-Artikel (Redaktion Weimar) geht es um das Projekt der historisch-politisch-kulturellen Bildung »Snapshot« zum Thema »Menschenbilder«, das am 28. Februar in der EJBW mit den Jugendlichen aus belgischen Schulen startete. Die diesjährigen Durchgänge des »Snapshot«-Projektes mit Leuven bringen Schüler aus der flämischen Region Belgiens nach Weimar, um anhand der gesammelten Erfahrungen einen neuen Blick auf sich selbst, ihre Stadt und die Europäische Kultur und Geschichte zu entwickeln. Das Projekt mit dem ersten Durchgang gastiert bis zum Freitag, 4. März, in der Begegnungsstätte. Es ist das größte Kooperationsprojekt der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, der Klassik-Stiftung Weimar und der EJBW. Über die Konzepte von Identität und Menschenbild erschlossen sich die Jugendlichen in diesem Projekt die Weimarer Klassik, die Klassische Moderne (Bauhaus), NS-Zeit und ihre eigene Gegenwart. »Unser Ziel ist durch das »Snapshot«-Projekt zum einen, die Jugendlichen zum Nachdenken zu bringen, was die Gestaltung dieses Menschenbilds für heute und in Zukunft bedeuten kann – gerade auch mit Blick auf Ausgrenzung und Diskriminierung; zum anderen wollen wir, dass die Schulen aus verschiedenen Stadtteilen und sozialen Milieus aus Leuven sich näher kennenlernen und Grenzen überwinden«, so Manuel Vogel, Seminarleiter an der EJBW. Der zweite Durchgang des Projektes ist vom 13. bis zum 18. März in Weimar geplant.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 04. März 2016

Jahresberichte

  • Neuer Jahresbericht 2016 ist verfügbar

    Soeben ist der aktuelle Jahresbericht der EJBW erschienen. Er gibt einen Überblick über die Veranstaltungen und Projekte, die die EJBW im vergangen Jahr mit ihren Kooperationspartnern umgesetzt hat. Fast 4.700 Jugendliche und Fachkräfte aus dem In- und Ausland haben in 2016 die pädagogischen Veranstaltungen besucht. Der diesjährige Jahresbericht stellt außerdem die Highlights aus allen Arbeitsbereichen der EJBW vor. Den Bericht können Sie sich hier als PDF herunterladen.

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 02. Juni 2017

  • Jahresbericht 2015 ist erschienen

    Auf den Seiten des Jahresberichtes 2015 blicken wir auf ein intensives Jahr der Stiftungsarbeit mit allerhand positiven Neuerungen und Veränderungen zurück. Der Jahresbericht ist im neuen Format erschienen – mit einer neuen Aufmachung, spannenden Inhalten und ansprechenden Bildern. Herzlichen Dank an die Designerin Diana Griesbach und die Fotografen Steffen Walther und Jan Bernert. Das Durchblättern lohnt sich!

    auf Facebook teilen · veröffentlicht am 20. Juni 2016